So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Prof.Nettelmann.
Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4492
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Guten Tag, Wir haben eine Frage zum Thema Mehrwertsteuer

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
Wir haben eine Frage zum Thema Mehrwertsteuer Rückerstattung im Internationalen Handel mit Waren.
Einer unsere Kunden in Polen Kauft bei uns Ware ein und will die Mehrwertsteuer in Polen zurück fordern. Wie geht dieses gibt es Gesetzes Textete oder ähnliches?
Folgender Sachverhalt:
Wir sind ein Schweizer Unternehmen und produzieren Produkte (Lebensmittel) in der Schweiz und wollen diese Waren nun nach Polen an einen zwischen händler ausliefern.
Zur Auslieferung haben wir uns als Schweizer Unternehmen eine Deutsche VAT und Steuernummer besorgt, mit dieser Steuernummer Importieren wir die Ware über Deutschland in die EU und Zahlen 19% Mehrwertsteuer.
So erhält der Endkunde in Polen nun die Ware direct von uns will jedoch die gezahlten 19% als Vorsteuer anmelden. Wo und wie kann er dieses tun ?
Vielen Dank ***** ***** Hilfe
Benedict Ahlert
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage bedarf es ergänzender Angaben:

Nach Ihren Angaben führen Sie Ihre Produkte nach Deutschland ein und verkaufe sie an Ihre Abnehmer in Deutschland sowie offenbar auch in das EU-Land Polen.

Teilen Sie in diesem Zusammenhang mit, unter welcher Adresse als Lieferant Sie Waren von Deutschland nach Polen verkaufen und ob Sie in Deutchland eine Betriebsstätte unterhalten, von der die Rechnungstellung erfolgt.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Der ablauf folgt wie folgt;1. Unsere Firma XY GmbH Schweiz mit Schweizer Steuernummer verkauft die ware an die selbe Firma XY GmbH Schweiz jedoch mit Deutscher Steuernummer.2. Frima XY GmbH sitz Schweiz mit Deutschersteuernummer verkauft und liefert die ware dann nach Polen.Wir haben selber betreiben weder eine Betriebsstätte in Deutschland noch haben wir irgendwelche händler etc. Alles passiert aussschliesslich durch uns und aus der Schweiz.
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage nehme ich auf Grund des Sachverhaltes und Ihrer ergänzenden Angaben im Rahmen einer Erstberatung Stellung:

Sie agieren in Deutschland mit Ihrer deutschen Umsatzsteueridentifikations-Nr. und sind demzufolge beim deutschen Finanzamt Konstanz umsatzsteuerlich mit Steuernummer erfasst. Sie unterliegen insoweit mit Ihren Umsätze unter der Umsatzsteueridentifikations-Nr. den Vorschriften des deutschen Umsatzsteuergesetzes.

1. Bei dem Umsatzgeschäft mit dem polnischen Abnehmer (Kunden) handelt es sich um eine innergemeinschaftliche Lieferung ($ 4 NBr. 1 Buchstabe b in Verbindung mit § 6 a Umsatzsteuergesetz). Die Lieferung ist zwar steuerbar, aber umsatzsteuerfrei, wenn die Beförderung oder Versendung von Deutschland aus nach Polen (innergemeinschaftliches Gebiet) erfolgt. Die Rechnung ist also ohne Umsatzsteuer auszustellen.

2. Für diesen Umsatz entsteht für den Lieferanten, also Ihr Unternehmen, gem. § 3 a Abs. 2 Umsatzsteuergesetz die Umsatzsteuer in Polen (Empfängerortprinzip).

3. Diese Umsatzsteuer schuldet im sog. Reverse-Charge-Verfahren der Kunden mit dem in Polen gültigen Steuersatz. Diese Steuerschuld des polnischen Abnehmers für den Lieferanten isst zugleich Vorsteuer für die polnischen Abnehmer. Das heißt praktisch, er bezieht die Waren zum Nettopreis.

3. Für die Rechnungserteilung ist § 14, 14 a UStG zu beachten. Die Rechnung muss also neben den üblichen Angaben gem. § 14 UStG enthalten:

a) Umsatzsteueridentifikationsnummer des Lieferanten, also Ihre,

b) Umatzsteueridentifikationsnummer des Kunden,

c) Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers auf der Rechnung.

4. Über die Umsätze ist § 18 a UStG über die regelmäßige Abgabe einer sog. Zusammenfassenden Meldung an das Bundeszentralamt Für Steuern nach amtlichen Datensatz zu beachten.

Im Ergebnis also ist festzuhalten: Sie weisen auf der Rechnung des polnischen Kunden keine deutsche Umsatzsteuer von 19 % aus, die er ohnehin in Polen nicht als Vorsteuer geltend machen könnte.

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben. Für eine abschließende Bewertung meiner Beratung wäre ich dankbar, damit meine Beratung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Können Sie mich bitte einmal kurz anrufen: 0041786695051Vielen Dank
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller

ich bin derzeit nicht in meiner Praxis, sondern im Urlaub.

Übermitteln Sie mir Ihre Rückfrage daher auf diesem Wege schriftlich.

Mit freundlichen Grüßen

Customer