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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1458
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
49776616
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RainNitschke ist jetzt online.

Ich habe eine Frage zu meiner freiberuflichen Praxis

Beantwortete Frage:

Ich habe eine Frage zu meiner freiberuflichen Praxis

als Heilpraktiker (Psychotherapie) und Coach:

Ich leiste hauptsächlich Heilbehandlungen die von der Umsatzsteuer befreit sind – und in geringerem Teil auch Leistungen als Psychologischer Coach die ich mit Umsatzsteuer abrechne.

Meine Frage: Bis zu welchem prozentualen Anteil kann ich „gefahrlos“ Coaching-Umsätze tätigen ohne dass mir das Finanzamt erklärt dass ich „überwiegend“ umsatzsteuerpflichtige Leistungen erbringe und ich komplett alles mit Umsatzsteuer abrechen muss (was ich natürlich unbedingt vermeiden möchte)?

Bisher lag der Coaching-Anteil bei mir zwischen 15 und 30 % was für das Finanzamt immer in Ordnung war.

Ich frage mich ob ich auch gefahrlos höher gehen könnte z.B. auf 40 % – oder lieber Coaching-Aufträge ablehnen soll.

Mit freundlichen Grüßen ***

Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Steuern
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage! Haben Sie einen Moment Geduld, ich werde mich umgehend ausführlich um Ihr Anliegen kümmern.

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke

Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrte Frau Nitschke, gerne habe ich ein paar Tage Geduld - mir ist eine genau recherchierte und rechtsverbindliche Antwort wichtig!

Mit besten Grüßen ***

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst Danke ***** *****ür Ihre Anfrage!

Ich denke aber, dass Sie hier die sogenannte Abfärbetherorie im Auge haben, die aber nichts mit umsatzsteuerfreien oder umsatzsteuerpflichtigen Umsätzen zu tun hat. Diese gilt nur für freiberufliche Einkünfte, im Verhältnis zu gewerblichen Einkünften. Diesbezüglich kann es unter Umständen dazu kommen, dass auch die freiberuflichen Einkünfte der Gewerbesteuer unterliegen. Sie schreiben aber, dass Sie auch den Coachingbereich als Freiberufler ausüben. Daher sehe ich diese Gefahr nicht.

Bei der Umsatzsteuer ist es so, dass schlicht der § 15 Abs. 4 UstG gilt:

(4) Verwendet der Unternehmer einen für sein Unternehmen gelieferten, eingeführten oder innergemeinschaftlich erworbenen Gegenstand oder eine von ihm in Anspruch genommene sonstige Leistung nur zum Teil zur Ausführung von Umsätzen, die den Vorsteuerabzug ausschließen, so ist der Teil der jeweiligen Vorsteuerbeträge nicht abziehbar, der den zum Ausschluss vom Vorsteuerabzug führenden Umsätzen wirtschaftlich zuzurechnen ist. Der Unternehmer kann die nicht abziehbaren Teilbeträge im Wege einer sachgerechten Schätzung ermitteln. Eine Ermittlung des nicht abziehbaren Teils der Vorsteuerbeträge nach dem Verhältnis der Umsätze, die den Vorsteuerabzug ausschließen, zu den Umsätzen, die zum Vorsteuerabzug berechtigen, ist nur zulässig, wenn keine andere wirtschaftliche Zurechnung möglich ist. In den Fällen des Absatzes 1b gelten die Sätze 1 bis 3 entsprechend.

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Sollte Ihre Frage beantwortet sein, würde ich mich über Ihre positive Bewertung durch Anklicken der Sterne ( 3-5) freuen. Dadurch wird das Guthaben auf Ihrem Kundenkonto an mich weiter geleitet und die Beratung vergütet. Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke

Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrte Frau Nitschke,
ich sehe gerade dass durch das Textfeld die Formatierung er kopierten Tabelle zerstört und damit unlesbar ist.Ich sende Ihnen deshalb die Excel-Tabelle als Dateianhang hier zu!
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 4 Monaten.

Guten Morgen und vielen Dank für Ihren Nachtrag!

Ich kann Sie da wirklich beruhigen. Bei der Umsatzsteuer gibt es diesbezüglich keine Probleme. Sie müssen die Umsätze nur sauber trennen und entsprechend die Vorsteuer ermitteln, siehe § 15 Abs. 4 UStG.

In den aktuellsten Anwendungserlassen können Sie dies, sowie Beispiele ebenfalls nachlesen:

https://www.jurion.de/gesetze/ustae/15.17./

https://www.jurion.de/gesetze/ustae/15.16./

Umsatzsteuerfreie Umsätze bleiben umsatzsteuerbefreite Umsätze, wenn nachweisbar ist (durch Ihre Rechnungen), dass auch tatsächlich derartige Umsätze generiert wurden. Eine "Infizierung", wie im Einkommensteuerrecht, kennt das Umsatzsteuerrecht nicht.

Problematisch wird es bei Ärzten / Heilpraktikern immer erst, wenn freiberufliche Tätigkeiten mit gewerblichen Tätigkeiten gemischt werden, bzw diese in einer Praxisgemeinschaft ausgeübt werden. In solchen Fällen hat man nicht selten das Problem, dass die gewerblichen Einkünfte, die freiberuflichen Einkünfte "infizieren". Dies wird gerne verwechselt, hat aber auch nichts mit der Umsatzsteuer zu tun.

Was viele Ärzte mit geringen umsatszteuerpflichtigen Einnahmen gerne machen, ist die sogenannte Kleinunternehmerregelung in Anspruch zu nehmen. Ist hier die Grenze erreicht, d***** *****egen natürlich umsatzsteuerpflichtige Einnahmen vor. Dies gilt aber auch nur, für die nicht von der Umsatzsteuer befreiten Umsätze.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.

Guten Tag Frau Nitschke, dann bin ich jetzt beruhigt und habe verstanden dass ich ruhig bis 50 % oder sogar mehr Coaching-Leistungen an meinen Gesamtumsätzen haben darf ohne Sorge um die Befreiung von der Umsatzsteuer bei Heilbehandlungen. Selbstverständlich ist alles in den Rechnungen getrennt dargestellt und nichts vermischt. Eine letzte Verständnisfrage habe ich jetzt noch zu Ihren Anmerkungen bei Ärzten mit gewerblichen Tätigkeitsanteilen: Bitte geben Sie mir hier ein typisches Beispiel um was es sich bei einem Arzt oder Heilpraktiker handeln könnte damit diese Tätigkeit eine gewerbliche ist? Wären das z.B. Lehrtätigkeiten oder Tätigkeiten als Leiter von Ausbildungs- / schulungsseminaren? Oder etwas ganz anderes? Kann ich eigentlich unseren gesamten Frage- und Antwortverlauf ausdrucken um es im Steuerordner abheften zu können? Mit freundlichen Grüßen ***

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 4 Monaten.

Gefahren der "Abfärbungen" von gewerblichen Einkünften auf die freiberuflichen Einkünfte gibt es in der Regel bei Praxisgemeinschaften. Bei Einzelpraxen gibt es diese Gefahr nicht! Es ist nur in Mode gekommen, dass sich Ärzte und Heilpraktiker etc. zusammen schließen, was auch sicher Sinn macht.

Bei Einzelpraxen gibt es natürlich auch gewerbliche Einkünfte (Verkauf von Hilfsmitteln), die dann aber nicht auf die freiberuflichen Einkünfte abfärben.

In einer Gemeinschaft gibt es manchmal Ärzte, die weitere Leistungen anbieten, wie z.B. der Verkauf von medizinischen Hilfsmitteln oder Laborleistungen für andere Kollegen, die nicht Teil der Praxisgemeinschaft sind.

Die Beratung können Sie ausdrucken und beifügen. Allerdings können Sie auch den Support bitten, Ihnen einen Rechnung auszustellen!

Über Ihre Bewertung würde ich mich in dem Zusammenhang sehr freuen.

RainNitschke und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.

Guten Tag Frau Nitschke, Sie sagten mir doch dass ich über die Hotline eine Rechnung über Ihre Steuerberatung anfordern kann damit ich die Betriebsausgabe verbuchen kann. Jetzt höre ich von der Hotline in Amerika dass Justanswer keine Rechnungen ausstellt sondern allenfalls Quittungen. Die Dame sagte dass justanswer für Privatkunden gedacht sei und nicht für Firmenkunden. Ich bin jetzt ein wenig verunsichert - darf ich trotzdem Ihrer Antwort vertrauen dass auch 40 % Umsatzsteuerpflichtige Einnahmen mir nicht die Umsatzsteuerfreien Einnahmen in der Steuerbefreiung gefährden? Bitte geben Sie mir hier noch einmal kurz Bescheid damit ich mich sicher fühlen kann. Mit freundlichen Grüßen ***

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 3 Monaten.

Guten Morgen,

stimmt, Justanswer übersendet entsprechende Quittungen.

Auch wenn Justanwer eigentlich für Privatkunden gedacht ist, beraten wir hier gerade im steuerlichen Bereich auch Firmenkunden. das lässt sich gar nicht vermeiden. Als Anwältin darf ich auch in Hinblick auf meinen Rat keinen Unterschied machen, ob ich nun Firmenkunden berate oder Privatkunden. Die Antworten sind entsprechend rechtssicher - meine Haftpflicht muss ich daher auch in meinem Profil angeben. Das gilt auch für die übrigen Kollegen hier.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrte Frau Nitschke, danke Ihnen! ich habe die Quittung gerade bekommen - ist ein einfacher E-Mail Text ohne Briefkopf etc. Bei einer Steuerprüfung würde das vermutlich gestrichen, aber ich verbuche es jetzt einfach als Betriebsausgabe. Darf ich noch abschließend fragen in welcher Stadt Sie Ihre Kanzlei haben - oder sind Sie angestellt? Es ist nur dass ich Auskunft geben kann sollte ich mal gefragt werden vom Finanzamt. Mit freundlichen Grüßen ***

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 3 Monaten.

Der Ort heißt Menden und ich bin selbständig

Sie können aber gerne den Chat hier ausdrucken und Ihrer Erklärung beifügen

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.

Guten Tag Frau Nitschke, Ich danke ***** ***** für Ihre Geduld, Verbindlichkeit und Transparenz! Nach gut 10 Jahren habe ich mich von meinem Steuerberater hier in Meerbusch getrennt wegen zunehmend sichtbarer Beratungsfehler bzw. Interessenlosigkeit. Aber ich habe in der Zeit viel gelernt - arbeite heute professionell mit der Haufe-Lexware-Buchhaltungssoftware und nutze das Elster-Portal. Es tut gut bei Zweifelsfragen dann eine Expertin zu rate zu ziehen - das gibt mir Sicherheit Herzliche Grüße ins schöne Sauerland und bis zur nächsten Anfrage ***

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 3 Monaten.

Vielen Dank für Ihr Feedback - Sie können mich gerne beim nächsten Mal direkt als Experten auswählen.

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke

Rechtsanwältin