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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4498
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Steuerlicher Vorteil: Kostenübernahme der BC oder Wohnung

Kundenfrage

Guten Tag, ich bin gerade dabei, meinen Arbeitgeber zu wechseln und bin mitten in Gehaltsverhandlungen und Überlegungen bzgl. Wohnung und Pendeln.

Folgender Fall: ich arbeite momentan in Stuttgart, wohne in Düsseldorf (anerkannte doppelte Haushaltsführung). Ich werde bald in Frankfurt arbeiten, die Wohnung in Düsseldorf wird behalten.

Zukünftig verdiene ich 75000€/ Jahr.

Was wäre finanziell am besten für mich (unabhängig von der zeitlichen Belastung):

1) eigenfinanzierte Mietwohnung in Frankfurt als doppelter Haushalt (ca. 400€) & Kostenübernahme der Bahncard 100 vom Arbeitgeber für die Fahrt Wohnung-Arbeitsstätte; wöchentliche Heimfahrten mit Zu.

2) Wohnung in Frankfurt als doppelter Haushalt & Zuschuss zu Wohnung (z.B. 300€ pro Monat); wöchentliche Heimfahrten mit Zug (200km, privater Kauf der Bahncard 100 für 4000€.

3)tägliches Pendeln von Düsseldorf nach Frankfurt (kein doppelter Haushalt) & Kostenübernahme der BC 100 vom Arbeitgebe.

Vielen Dank!

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

in der Sache nehme ich wie folgt Stellung:

1. Im Fall 1 haben Sie eine finanzielle Belastung von 4 800 €/Jahr
2. im Fall 2 haben Sie eine finanzielle Belastung von 1 200 €/Jahr für Miete und Fahrtkosten für eine wöchentliche Heimfahrt
3. im Fall 3 haben Sie keine finanzielle Belastung.

Sämtliche Kosten sind als Werbungskosten abzugsfähig und mindern daher die finanzielle Belastung.

Danach wäre die Alternative 3 die günstigste Option, allerdings mit täglichem Pendeln.

Ich hoffe, dass ich Ihnen für Ihre Entscheidung behilflich sein konnte.Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich habe die Frage in der Kategorie Steuer gestellt und wollte entsprechend die steuerlichen Kosten wissen. Die Kosten je Monat kann ich mir selbstverständlich selbst ausrechnen.

Mir geht es um die steuerliche Belastung (je Monat oder Jahr) und Steuer-Rückerstattung am Jahresende bei Steuerklasse I, ohne Kinder, ohne Kirchenzugehörigkeit.

bei 1) wie hoch ist die steuerliche Beteiligung an der Bahncard 100, wenn keine Dienstreisen mit der Bahncard getätigt werden (pauschal mit 15% oder voll; angenommen 200km für wöchentliche Heimfahrt und Kosten der Bahncard von 4000€).
Wie viel bekomme ich von der Steuer am Jahresende zurück inkl. doppeltem Haushalt?

2) wie hoch ist die steuerliche Beteiligung am Wohnungs-Zuschuss? Wie viel bekomme ich von der Steuer am Jahresende zurück inkl. doppelten Haushalt und selbstfinanzierter Bahncard? Darf ich in diesem Fall überhaupt die vollen Kosten der Bahncard ansetzen (weil diese höher sind als die Kosten für Fahrten mit eigenem PKW)?

3) wie sieht hier die Versteuerung der Bahncard 100 für mich aus? Wie hoch ist die steuerliche Rückerstattung am Jahresende?

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr Fragesteller,

Es ergeben sich folgende Zahlen:

..........................................Fall 1 ...................Fall 2 ...................... Fall 3 ....................

Eigene Ausgaben
Zweitwohnung................. 4 800,00 ............. ..1 200,00.............................0,00
Bahncard...................... ..4 000,00............... .4 000,00.......................4 000,00 ............
Jahresnettogehalterhöhung durch Arbeitgeberleistungen
..........................................2 093,00................1 894,00.......................2 093,00

Erstattung wegen steuerlich wirksamer doppelter Haushaltsführung (ohne Verpflegungsmehraufwendungen, begrenzt auf 3 Monate)

..........................................2 975,00..................3 185,00.....................1 430,00
Gesamtauswirkung
zu Ihren Ungunsten......... 3 732,00......................121,00.......................477,00

Im Fall 1 und 2 wird als Werbungskosten nur die Pendlerpauschale (48 Wochen x 200 km x 0,30 € = ) berücksichtigt.

Ich hoffe, dass Ihnen die Berechnung hilfreich ist.

M it freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Korrektur für Fall 2:

Eigene Ausgaben ......................8 800,00

Gesamtauswirkung zu Ihren
Ungunsten......................... ....... 3 721,00...
Experte:  kai-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

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Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich verstehe leider ihre Rechnung nicht. Ich verstehe nicht, wie sie auf die Beträge der "Jahresnettogehalterhöhung durch Arbeitgeberleistungen" oder die "Gesamtauswirkung zu Ihren Ungunsten" kommen. Zudem scheint es mir, als hätten Sie in jede der Kalkulationen die Bahncard eingerechnet, obwohl sie im Fall 1+3 vom Arbeitgeber übernommen werden würde.

Zudem ist die Aussage nicht richtig, dass "Im Fall 1 und 2 wird als Werbungskosten nur die Pendlerpauschale (48 Wochen x 200 km x 0,30 € = ) berücksichtigt."

Sie haben die doppelte Haushaltsführung übersehen? Im Fall 1 kann ich z.B. zusätzlich die Miete der Wohnung ansetzen.

Ich habe außerdem bei weiterer Recherche gelesen, dass ich bei doppelter Haushaltsführung den Mietzuschuss bzw. die vom Arbeitgeber gestellte Bahncard steuerfrei bekommen würde? Ist das richtig? Das würde die Sachlage massiv ändern!

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren ergänzenden Fragen teile ich Ihnen die Berechnungsgrundlage detaillierter mit:

1. Sie haben allen drei Fällen Aufwendungen in der angegebenen Höhe, unabhängig davon, in welcher Höhe der Arbeitgeber diese vergütet:

Fall 1 und 3 Bahncard
Fall 2 Mietzuschuss

2. die Bruttozuwendungen des Arbeitgebers erhöhen das Bruttogehalt, unterliegen dem Abzugsverfahren und fürhen durch die entsprechenden Abzüge auf die Zuwendungen zu einer Nettoerhöhung des Jahresgehaltes von 75 000 € von 2 093,00 € (Fall 1 und 3)
bzw. 1 893,00 € (Fall 2)

3. Im Rahmen der Jahreserklärung ist die Miete (Fall 1, 2) für die doppelte Haushaltsführung als Werbungskosten abzugsfähig, ferner die wöchentlichen Heimfahrten mit der Bahn mit der Pendlerpauschale v. 2 880,00 € (Fall 1 und 2) bzw. für die Benutzung der Bahncard für tgl. Heimfahrten von 4 000 €.
Die Summe der beiden Beträge war um die lohnsteuerlich bereits automatisch berücksichtigten Pauschale von 1000 € zu kürzen, die ohne Ihre Werbungskosten automatisch berücksichtigt wird. Dies führt dann zu den entsprechenden Erstattungsbeträgen in den Fällen 1 - 3.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

konnte ich Ihnen mit den erklärenden Ausführungen zu meiner Berechnung weiterhelfen und Ihr Anliegen zu einer Entscheidungshilfe unterstützen?

Mit freundlichen Grüßen
Prof-. Nettelmann