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Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1
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Ich habe von meinem Vater eine Erbschaft aus dem Jahre 2009

Kundenfrage

Ich habe von meinem Vater eine Erbschaft aus dem Jahre 2009 erhalten, Gesamtwert: 100.000 Euro plus Haus (Wert: 55.000,00 Euro) mit eingetragenem Wohnrecht auf meine Stiefmutter. Wir sind nun zur Einigung gekommen, dass ich das Haus an sie verkaufe.
Ist der Verkaufserlös steuerfrei? (Fussstapfen Gesetz) oder wie muss ich den Verkaufserlös von 26.000 Euro steuerlich betrachten?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Darf ich Sie fragen:
Wann hat Ihr Vater das Haus erworben?
Haben Sie beim Kaufpreis von 26.000 EUR das Wohnungsrecht bereits eingerechnet?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Das Haus wurde 1994 erworben. Mein Vater, verstorben am 5. Mai 2009 hat das Haus mir hinterlassen, mit einem lebenslangen Wohnrecht (Eintragung im Grundbuch). Auf dem Haus ist ein Bausparvertrag abgeschlossen, die mtl Tilgung der Bauspardarlehen obliegt meiner Stiefmutter.

Wir konnten uns nun einigen, dass sie das Haus für 26.000 Euro und das Bauspardralehen übernehmen kann (Wert - offene Bausparsumme)

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank!
Zunächst ist an eine Spekulationssteuer nach § 23 EstG zu denken.
Danach fällt eine Steuer bei einem sogenannten Veräußerungsgewinn an, es sei denn die Haltefrist von 10 Jahren ist abgelaufen.
Das bedeutet, zunächst muss das Haus von Ihnen zu einem höheren Wert als durch Ihren Vater verkauft werden um eine Spekulationssteuer überhaupt entstehen lassen zu können.
Selbst wenn Sie das Haus mit Gewinn verkaufen, dann ist die Spekulationsfrist, also die Haltefrist bereits abgelaufen.
Die Haltefrist beginnt mit dem Erwerb durch Ihren Vater. Wie Sie richtig angeben gilt hier (Bei Schenkung und Erwerb von Todes wegen) die sogenannte Fußstapfentheorie. Das bedeutet, die Haltefrist die Ihr Vater bereits absolviert hat wird Ihnen zugerechnet.
Zu bedenken ist eine mögliche Schenkungssteuer.
Grundsätzlich muss das Haus zum Verkehrswert an die Stiefmutter verkauft werden.
Wenn das Haus mit Wohnungsrecht einen Wert von 55.000 EUR hat und Sie 26.000 EUR erhalten plus Freistellung vom laufenden Bausparvertrag, dann fällt für Ihre Stiefmutter keine Schenkungssteuer an, wenn die Verbindlichkeiten aus dem Bausparvertrag 9000 EUR oder mehr betragen.
Denn: Die Stiefmutter hat Ihnen gegenüber einen Schenkungssteuerfreibetrag von 20.000 EUR. Nur ein darüberliegender Betrag müsste versteuert werden.
Sie könnten also schenkungssteuerfrei die Immobilie an die Stiefmutter 20.000 EUR unter dem Verkehrswert verkaufen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich muss da nochmal auf die Schenkungssteuer zurückkommen, da mir der Punkt nicht ganz klar ist - es wird bei diesem Immobiliengeschäft ja keine Schenkung vorgenommen.

Einzig und allein ein Haus mit Verkehrswert von 55.000,00 Eur minus eines Darlehensertrages (in Form eines Bauspardarlehens an das Haus gebunden) .

Die Käuferin erhält für den Betrag von 26.000 Euro das Haus und übernimmt die Verbindlichkeiten (notarieller Kaufvertrag plus Grundbucheintragsänderung liegen vor).

Muss ich als Verkäufer nun die 26.000,00 Euro versteuern oder nicht?

Vielen Dank.

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Gerne!
Ich bin in meiner Antwort von einer sogenannten gemischten Schenkung ausgegangen.
Eine gemischte Schenkung liegt dann vor, wenn Ihre Stiefmutter für das Haus weniger als den Verkehrswert zahlen muss (damit meine ich Kaufpreis plus die Übernahme des Darlehens).
Beispiel:
Verkehrswert: 55.000 EUR Kaufpreis 26.000 EUR offene Darlehensverbindlichkeiten 10.000 EUR. In dem Falle erhält die Stiefmutter das Haus für 36.000 EUR (26.000 plus 10.000 EUR) also um 19.000 EUR verbilligt. Diese 19.000 EUR sind der Schenkungsanteil der gemischten Schenkung.
Sie als Verkäufer müssen die 26.000 EUR dagegen keinesfalls versteuern, da die Haltefrist von 10 Jahren bereits abgelaufen ist.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
konnte ich Ihnen behilflich sein?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung (lachender Smilie) sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  kai-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.

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