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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 917
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Guten Tag, ich werde ab April als Handelsvertreter nach

Kundenfrage

Guten Tag,
ich werde ab April als Handelsvertreter nach Paragraph 84 tätig.
Was muss ich hier beachten? Ich war noch nie selbständig. Meldet ach der Steuerberater das Gewerbe für mich an? Welche kosten kommen auf mich zu?
Besten dank im voraus.
S. Buckley
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Kunde,

vielen Dank für ihre Frage. Diese beantworte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben gerne wie folgt:

Als Handelsvertreter erzielen Sie gewerblich Einkünfte und müssen deshalb den Gewinn, den Sie dadurch erzielen, jährlich versteuern. Den Gewinn können Sie durch eine Einnhamen-Überschussrechnung (EÜR) ermitteln, d.h. Sie müssen diesen nicht durch eine Bilanz ausweisen.

Nachdem ihr Steuerberater ihre Handelsvertretung als Gewerbe angemeldet hat, sind Sie auch dazu verpflichtet, einen Gewerbesteuererklärung jährlich abzugeben. Gewerbesteuer fällt auf den Gewerbeertrag aber erst an, wenn dieser über dem Gewerbesteuerfreibetrag in Höhe von € 24.500,- im Jahr liegt.

Außerdem müssen Sie dem Unternehmer, für den Sie tätig werden 19 % Mehrwertsteuer in Rechung stellen, wenn Sie für diesen einen Geschäftsabschluss bewirkt haben. Diese Verpflichtung entfällt, wenn Sie sogenannter Kleinstunternehmer im Sinne des Umsatzsteuerrechts sind. Das ist der Fall, wenn Sie im Jahr der Aufnahme ihrer Tätigkeit als Handelsvertrater nicht mehr als € 17.500,- an Bruttoumsätzen erzielen und im Folgejahr voraussichtlich ihr Bruttoumsatz aus der Handelsvertretung nicht mehr als € 50.000.,- beträgt. In diesem Fall entfällt aber das Recht zum Vorsteuerabzug.

Ich hoffe damit Frage beantwortet zu haben. Zur Beantwortung von Nachfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Weiter darf ich Sie höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo Herr Severin,

im ersten Jahr bekomme ich fix 50' Jahresbrutto. Wie viel sollicz für die Steuerzahlung sparen? Was kostet mich das Gewerbe? Machtves auch Sinn ein Auto zu finanzieren?

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Kunde,

vielen Dank für ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

1. Wie hoch die Einkommensteuer ist, richtet sich danach, ob Sie alleinstehend oder verheiratet sind und eine gemeinsame Veranlagung gewählt haben:

Beträgt ihr zu versteuerndes Einkommen € 50.000,- (wobei hier unterstellt wird, dass der Gewinn aus der Handelsvertretung € 50.000,- beträgt und noch keine privat absetzbaren Kosten berücksichtig werden konnten):

a. Alleinstehend:

Einkommensteuer: € 12.780,-

Solidaritätszuschlag: € 702,90

Kirchensteuer (9%) : € 1.150,30

b. Verheiratet, Zusammenveranlagung, Splittingtarif:

Einkommensteuer: € 8.078,-

Solidaritätszuschlag: € 444,29

Kirchensteuer (9%): € 7.727,02

Diese Beträge müssten Sie ansparen, um die Einkommensteuer auf ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von € 50.000,- bei Fälligkeit zahlen zu können.

Hinsichtlich der Gewerbesteuer gilt folgendes:

Unterstellt der Gewerbeertrag ihrer Handelsvertretung beträgt € 50.000,-, so ist nach Abzug des Freibetrags in Höhe von 24.500,- bei der Berechnung der Gewerbesteuer von einem Gewerbeertrag in Höhe von € 25.500,- auszugehen. Die Gewerbesteuer selbst wird in zwei Schritten festgesetzt:

a. Zunächst setzt das Betriebsstättenfinanzamt de Steuermessbetrag für die Gewerbesteuer fest. Dieser beträgt in meinem Beispiel € 892.50.

b. Anschließend wird dieser Steuermessbetrag mit dem Hebesatz der Gemeinde multipliziert, in dem Sie ihr Gewerbe angemeldet haben. Die Hebesätze werden durch die Gemeinden bestimmt, sind also unterschiedlich. Angenommen der Hebesatz der Gemeinde, in dem ihr Betrieb angemeldet wurde betröge 200 %, so würde sich eine Gewerbesteuer von € 892,50 x 200 %, also € 1785,- für Sie ergeben. Diesen Betrag müssten Sie zusätzlich zur Einkommensteuer ansparen.

2. Durch die Anmeldung des Gewerbes fallen folgende Kosten definitiv an: Die Anmeldungebühr beträgt je nach Gemeinde zwischen € 15,- bis € 60,- . Der IHK-Beitrag für ihren Gewerbebetrieb € 150,- im Jahr.

3. Wenn Sie einen Pkw finanzieren und in das Betriebsvermögen ihrer Handelsvertretung einlagen, so können Sie jährlich Abschreibungen auf die Anschaffungskosten des Pkw vornehmen und dadurch den Gewinn mindern. Allerdings müssen Sie dann auch 1 % des Bruttoneuwagenpreises im Monat verteuern und auch Umsatzsteuer auf diesen bezahlen, wenn Sie den Pkw privat nutzen sollten. Die Umsatzsteuer auf die Anschaffungskosten des Pkw können Sie als Vorsteuer abziehen.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt