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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4551
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

ich war 2012 befristet für eine Firma tätig.

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgende Frage:
ich war 2012 befristet für eine Firma tätig.
Diese Firma zahlte einen Teil der ausstehenden Gehälter nach anwaltlicher Aufforderung erst 1 Jahr später, einen weiteren Teil sogar erst nach Verhandlung und dazugehörigem Urteil 2 Jahre später.
Für mein Verständnis muss der Nachweis auf der Lohnsteuerkarte für den Zeitraum lauten, in dem ich für die Firma tätig war, auch wenn die Auszahlung erst 1 bzw. 2 Jahre im Nachhinein erfolgte.
Für mein Verständnis sind die Nachzahlungen jedoch erst in dem Jahr als Gehälter beim Finanzamt einzutragen und geltend zu machen, in dem die Nachzahlungen erfolgten / zuflossen.
Nun habe ich aufgrund dessen ein Problem mit dem Finanzamt, da dieses behauptet, der Zufluss sei mit den 1 und 2 Jahre späteren Ausstellungsdaten auf der Lohnsteuerkarte nicht bewiesen und wenn es sich um Zahlungen handelt, die im Zusammenhang mit einer Tätigkeit aus Vorjahren handelt, dann gelten diese Einnahmen im Jahr des Zuflusses nicht als Arbeitslohn.
Ist diese Auskunft des Finanzamtes richtig?
Ich kann die Einnahmen zum einen nicht eher melden, als sie mir zufließen, zum anderen wurden die Steuern auch jeweils im Jahr des Zuflusses abgeführt und sind für mein Verständnis dann auch für dieses Steuerjahr zu berücksichtigen ggf. zurück zu erstatten.
Andernfalls müsste der Steuerbescheid für das Jahr, in dem die Tätigkeit ausgeübt, in dem jedoch kein Gehalt ausgezahlt wurde, geändert werden.
Das Finanzamt weigert sich nun, die abgeführte Lohnsteuer zurückzuerstatten.
Die Festsetzung der Lohnsteuer wurde mit 0 vorgenommen, jedoch die abgeführte Lohnsteuer nicht zurückerstattet.
Ich bin in diesem Jahr keiner weiteren Beschäftigung nachgegangen und hatte somit lediglich die Nachzahlungen als Einnahmen anzugeben und demzufolge zu versteuern.
Für mein Verständnis müsste ich alle Abzüge zurückerstattet bekommen und auch die verspäteten Zahlungen gelten für mein Verständnis als Arbeitslohn, für den Werbungskosten – z.B. die in diesem Zusammenhang stehenden Anwaltskosten –
In Abzug gebracht werden können.
Zudem wurden bei den um 1 und 2 Jahre späteren Nachzahlungen jeweils Krankenkasse, Pflegegeld usw. abgezogen, was aus diesem Grund ebenfalls doppelt erfolgte.
Meine Fragen sind konkret:
1. Gelten Nachzahlungen, auch wenn sie für Arbeitsleistungen in vorangegangenen Jahren getätigt wurden im Jahr, in dem sie ausgezahlt wurden als Lohnzahlungen für die man Werbungskosten geltend machen kann?
2. Wer die doppelt abgeführten Beiträge zur Krankenkasse zurückzuerstatten hat? Die Krankenkasse selbst, oder das Finanzamt?
Für Ihre freundlichen Bemühungen bedanke ***** ***** im Voraus und sende freundliche Grüße
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

erlauben Sie mir eine klarstellende Rückfrage, da Ihre Frage aus Romania kommt:

1. Handelt es sich um einen Arbeitgeber in Deutschland
2. Sind Sie in Deutschland ansässig?

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Beides ist mit ja zu beantworten.

Vielen Dank ***** ***** und freundliche Grüße

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller.

ich hatte Ihre Frage bereits mit Ihrer wortgleichen Anfrage vom 23. d. M. ausführlich beantwortet.Schauen Sie bitte dort nach. Ich befinden mich derzeit auf einer Reise-.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Leider haben Sie meine Frage nicht wie behauptet beantwortet, sondern lediglich 2 Gegenfragen gestellt und behauptet, dass meine Anfrage aus dem Ausland kommt - haben Sie möglicherweise etwas verwechselt?

Ich habe den Eindruck und hätte gern eine Antwort - auch wenn Sie auf Reisen sind.

m.f.G.

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Frage nehme ich im Rahmen einer Erstberatung Stellung:

Für Arbeitslohn gilt steuerlich das sog. Zuflussprinzip >(§ 11 EStG).. Der Arbeitgeber hat nach Maßgabe der Merkmale der jeweiligen Besteuerungsdaten der Lohnsteuerkarte des Zuflussjahres die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Abzüge vorzunehmen. Es gilt also nicht das Jahr, für das die Zahlung erfolgt (Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit).

Demzufolge kann der Arbeitgeber auch keine Lohnsteuer und Sozialabgaben bereits in dem Jahr an das Finanzamt und die Sozialversicherung abgeführt haben,für das keine Zahlung des Gehaltes erfolgt ist!

Ausgaben im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis (sog. Werbungskosten) sind gleichermaßen nach dem Abflussprinzip (also der Zahlung) steuerlich geltend zu machen.

Ihre konkrete Frage 1 habe ich beantwortet, zur Frage 2 habe ich ausgeführt, dass eine Doppelzahlung von Abzüge gar nicht erfolgt sein, kann, da dies - wie ausgeführt - auch erst bei Zahlung des Gehaltes zu geschehen hat., Demzufolge kann insoweit auch nichts zurückgefordert werden.

Auf der Lohnsteuerkarte wird auch immer das bescheinigt, was als Gehalt abgerechnet worden ist (ausgezahlt worden ist) und nicht das zustehende, aber nicht gezahlte Gehalt. Die Lohnsteuerkarte erfasst die Daten der Lohnabrechnungen des Arbeitgebers aus der Lohnbuchführung. Auch hier gilt also: maßgeblich ist für die Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte nur das Zuflussjahr!

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Fragen beantworten konnte. Für eine abschließende Bewertung wäre ich dankbar, damit die von Ihnen ausgelobte Vergütung für meine Leistung freigegeben werden kann.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Ausland
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann,

dann verstehe ich Ihre Antwort so, dass das Finanzamt falsche Auskunft erteilte und das auch ein Lohn, der 1 Jahr verspätet gezahlt wurde und zu einem Arbeitsverhältnis aus zurückliegendem Steuerjahr gehört, nun im Zuflußjahr als Arbeitslohn / Gehalt zu behandeln ist und hiefür auch Werbungskosten abzugsfähig sind?

Was die Doppelzahlung der Krankenkasse betrifft, so ist dies so zu verstehen, als dass das Arbeitsverhältnis, für das nachgezahlt werden musste, sich zwischen zwei weiteren Arbeitsverhältnissen befand und für die jeweils ebenfalls Krankenkassenbeiträge usw. abgingen - jedoch gilt nach meinen Informationen der Schutz noch darüber hinaus usw. - insofern ist hier für mein Verständnis eine Überzahlung eingetreten.

Z.B. 1.Job bis zum 15. des Monats 2. Job ab 18. des Monats - 15. eines weiteren Monats - dann wieder ab 23. dieses Monats...

Ich bitte auch um Information, wie weiter vorzugehen ist, wenn das Finanzamt weiterhin bestreitet und nicht nachzahlt? Muss man das einklagen? Wenn ja, wo? Sozialgericht? Amtsgericht?

Zhalungen, die die Krankenkasse verweigert dürften beim ozialgericht einzuklagen sein, ist dem so?

Vielen Dank ***** ***** und mit freundlichen Grüßen

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

auch für die Sozialabgaben gilt das Zuflußprinzip. Der Arbeitgeber behält erst bei Zahlung die Abgaben an Steuern und Sozialversicherung ein und führt diese an Finanzamt bzw. Krankenkasse ab. Insofern kann eine Doppelzahlung nicht erfolgt sein.

Ich vermag weitere Angaben nicht zu machen, da sowohl das Finanzamt als auch die Krankenkasse Abzugsbeträge erst bei Zufluss des Arbeitslohnes erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann,

vielen Dank für die Antwort.

Allerdings ist diese leider nicht vollständig.

Ich hatte auch gefragt, wo ggf. zu klagen ist, wenn es bei Finanzamt und Krankenkasse weiterhin beim Bestreiten bleibt und keine Rückzahlung erfolgt.

Wenn Ihre Ausführung zutrifft, dass die Sozialabgaben erst für das Zuflussjahr gelten, dann erfolgte auch in dem Fall eine Überzahlung, da ja auch für diesen Zeitraum über ein späteres AV Krankenkasse usw. abgeführt wurde.

Vielen Dank ***** ***** Grüße

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

für die Steuern sind die Finanzgerichte, für die Sozialabgaben die Sozialgerichte zuständig.

Vielen Dank,. dass Sie bis zu meiner Rückkehr aus dem Ausland gewartet haben. Wenn ich nunmehr alle Ihre Fragen beantwortet habe, bitte ich um Ihre abschließende Bewertuing meiner Ausführungen.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich warte noch auf ein feedback von Ihnen. Ohne Ihre Bewertung wird die Vergütung für meine Beratung nicht freigegeben. Ich darf Sie also um Ihre Bewertung höflich bitten, damit die ausgelobte Vergütung freigegeben werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann