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StB Lipp
StB Lipp, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 95
Erfahrung:  Dipl. Betriebsw. (FH), CIA
76102559
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StB Lipp ist jetzt online.

Kategorie: Umsatzsteuer Sachverhalt: Bei der Firma handelt

Kundenfrage

Kategorie:
Umsatzsteuer

Sachverhalt:
Bei der Firma handelt es sich um ein japanisches IT-Unternehmen (Sitz in Tokyo) das Software (im wesentlichen Spiele) an Endkunden verkauft.

Dieses japanische Unternehmen möchte seine Spiele jetzt auch auf dem europäischen Markt anbieten.

Zu diesem Zweck soll mit 'Google Play' (vergleichbar z.B. mit dem 'App-Shop' von Apple) zusammen gearbeitet werden.

Funktionsweise dabei im Wesentlichen wie folgt: ein potenzieller Kunde erwirbt eine Prepaid Karte von Google Play (z.B. über 50 Euro). Auf der Google Play Seite wird die Spielsoftware der japanischen Gesellschaft z.B. für 10 Euro angeboten. Entscheidet sich der Kunde zum Kauf wird der entsprechende Betrag von seiner Prepaid Karte abgebucht. Die Aufteilung der Erlöse beträgt 30/70. D.h. Google Play behält 30% (im Beispiel also 3 Euro) als Gebühr ein und überweist 70% (im Beispiel also 7 Euro) an das japanische Unternehmen.

Frage:
Wie ist dieser Sachverhalt in Europa umsatzsteuerlich abzubilden? Insbesondere:
- Muss sich das japanische Unternehmen in jedem Land (Deutschland, Frankreich, Italien, ...) in dem Kunden das Angebot in Anspruch nehmen umsatzsteuerlich registrieren und dann auch für jedes Land separate Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben? Oder kann nur eine zusammengefasste Voranmeldung z.B. in Deutschland abgegeben werden?
- Falls eine zusammengefasste Meldung möglich ist: wie ist zu entscheiden in welchem Land diese erfolgen sollte? Wie hat diese auszusehen? Und kann ein durchschnittlicher Umsatzsteuersatz angewendet werden, oder sind trotzdem stets die Umsatzsteuersätze der einzelnen Länder zu berücksichtigen?
- Basis für die Bemessung der Umsatzsteuer für das japanische Unternehmen sind die 70% (im Beispiel also 7 Euro), da es sich hierbei um die Umsätze der japanischen Gesellschaft handelt?
- Für Deutschland: unter welcher Position ist das ganze in der Umsatzsteuervoranmeldung anzugeben?

Vielen Dank.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  StB Lipp hat geantwortet vor 2 Jahren.

StB Lipp :

Sehr geehrter Ratsuchender,

StB Lipp :

meines Erachtens stellt sich hier kein umsatzsteuerliches Problem.

StB Lipp :

Der Erwerb der Prepaid Karte ist nur ein Austausch von Zahlungsmitteln, somit nicht steuerpflichtig. Hier fehlt es an der Leistungserbringung. Vergleichbares haben Sie auch bei dem Erwerb von Telefonkarten.

StB Lipp :

Der Erwerb des Spieles ist ein Leistungsaustausch. Ohne die vertraglichen Details bzw. AGB zu kennen, erwirbt der Käufer nur ein Nutzungsrecht an dem Spiel und nicht das Spiel selbst. Sonst könnte er ja andere von der Nutzung ausschliessen. Das ist sicher nicht gewollt.

StB Lipp :

Das Nutzungsrecht ist m.E. eine sonstige Leistung, die nach § 3a UStG dort erbracht wird, wo der Unternehmer seinen Sitz hat. Also in Tokyo. Dies setzt voraus, dass nur an Endverbraucher und nicht an Unternehmer verkauft wird. Das sollte in dem vorliegenden fall aber gewährleistet sein.

StB Lipp :

Somit ist der Vorgang in Deutschland nicht steuerpflichtig.

StB Lipp :

Ich hoffe, den Sachverhalt korrekt erfasst zu haben, stehe für Rückfragen aber zur Verfügung.

Kunde :

Das wäre natürlich wunderbar. Aber nach allem was ich heute gelesen habe vermute ich das es sich um §3a Abs 5 UStG handelt: eine auf elektronischen Weg (Download) erbrachte sonstige Leistung; Leistungsempfänger eine Privatperson im Gemeinschaftsgebiet; von einem Unternehmer ausgeführt der seinen Sitz im Drittland (Tokyo) hat; und damit steuerbar in Deutschland?

Kunde :

Was allerdings nicht finden konnte ist, wie das ganze praktisch handzuhaben ist? Muss sich das japanische Unternehmen in jedem europäischen Land (Deutschland, Italien, Frankreich, ... ) einzeln umsatzsteuerlich registieren in dem Kunden etwas herunterladen, oder eine einzige Registierung, vorzugsweise in Deutschland, ausreichend?

Kunde :

Wenn ja, bei welchem Finanzamt hat sie zu erfolgen? Ist an das entsprechende Finanzamt eine zusammengefasste Umsatzsteuervoranmeldung die die Umsätze aller Länder enthält abzugeben, oder jeweils eine separate Umsatzsteuervoranmeldung pro betroffenem Land? Habe ich die einzelnen Umsatzsteuersätze der jeweiligen Länder zu verwenden, oder kann ein durchschnittlicher Steuersatz verwendet werden? Ist das über Elster möglich? Müsste die Abgabe dieser Meldungen monatlich oder quartalsweise erfolgen?

Kunde :

Bin wohl fündig geworden § 18 Abs 4c UStG (auch 3a.16 Abs 8 ff UStAE).

StB Lipp :

Wenn der Kunde bei Googel Play das Spiel kauft, wie sind dann die Leistungsbeziehungen? Also wer wird Vertragspartner? Der Kunde mit Googel und diese mit dem Softwarehersteller oder der Kunde direkt mit dem Softwarehersteller? Den § 3a 5 habe ich ja nur bei direkter Beziehung Kunde / Softwarehaus. Ansonsten haben Sie ja die Vorgehensweise richtig in dem § 18 4c gefunden.

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