So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Prof.Nettelmann.
Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4198
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Sehr geehrte Herr bzw. Frau XYZ, Thema Betriebsprüfung: Ich

Kundenfrage

Sehr geehrte Herr bzw. Frau XYZ,

Thema Betriebsprüfung:
Ich bin seit 2001 selbständiger Handelsvertreter und seit 2006 nicht mehr nur für einen Auftraggeber tätig. Aufgrund eines schweren Krankheitsfalls in der Familie und der Verhärtung des Wettbewerbs in meiner Branche sind meine Gewinnzahlen seit 2006 aufgrund KFZ Abschreibung usw. immer negativ gewesen. Durch das relative hohe Einkommen meiner Frau kam es bei der Lohnsteuererklärung immer zu Rückerstattungen.
Beim Eröffnungsgespräch bzw. Bekanntgabe der Prüfungspunkte durch den Steuerprüfer kam es zu Äußerungen wie:
• Warum wären die Fahrzeugkosten so hoch bzw. so viele Kilometer (bzw. der Eigenanteil so gering – 30%) – man könnte vermuten ich lasse meine Frau mit dem Firmenfahrzeug zur Arbeit fahren (Hin & Rück 150km). Diesbezüglich kam schon telefonisch die Mitteilung man würde das Fahrtenbuch anzweifeln da ein Parkschein vorliegt von zB. Berlin Tegel im Fahrtenbuch aber für diesen Tag nur steht Berlin. Ich habe immer nur den ganzen Tag in eine Zeile geschrieben aber nicht die Einzelfahrten am Tag auch noch jeweils in eine Zeile. Ist das so vom FA anfechtbar?
• Dann wurde in einem Geschäftsjahr Anlagevermögen veräußert (KFZ), das bereits seit dem vorherigen Geschäftsjahr abgeschrieben war (1€ Buchwert). Da ich das alte KFZ nicht in Zahlung geben konnte das „neue“ aber schon nutzte, aber auch nicht wusste zu welchem Preis ich es verkauft bekomme habe ich es zum KFZ Händler Einkaufspreis 5000€ ausbuchen lassen. Ich hab das Fzg ja auch versicherungstechnisch abgemeldet u. nicht mehr benutzt. Verkauft habe ich es dann letztendlich für 9000€. Kann das FA von mir die Herausgabe des Kaufvertrages verlangen und die erzielte Differenz nachträglich versteuern?
• Dann hat der Prüfer Bewirtungsbelege, Präsente u. Übernachtungskosten mündlich angezweifelt und gedroht wenn ich Ihm nicht die sachverhaltsbezogenen Geschäftsabschlüsse nachweise erkennt er diese Rechnungen nicht an (die Belege sind wie verlangt beschriftet Name; Anlass u. Personen usw.). Darf er das so verlangen bzw. bin ich im Ernstfall gezwungen dem Prüfer die Anschriften bzw Telefonnummern der Kunden bzw. Geschäftspartner zu geben damit er die Sachverhalte nachprüfen kann.

Der Prüfer sprach insgesamt gesehen von einer undeutlichen Vermischung privater und geschäftlicher Ausgaben und stellte im Laufe der Eröffnungsbesprechung auch den Begriff Liebhaberei in den Raum.

Meinem Buchungsbüro hat der Prüfer schon angedeutet das er einer gütlichen Einigung zustimmen würde u. nicht weiter prüft, wenn wir die Einkommenssteuererstattungen der drei Jahre zurückzahlen.
Ich beabsichtige eventuell mein Buchungsbüro die geprüften Jahre neu berechnen zu lassen mit KFZ-Nutzung 1% Regelung und unter weglassen der Bewirtung, Präsente u. Übernachtungsrechnungen um abschätzen zu können was ich im Fall der Fortführung der Prüfung wirklich finanziell auf mich zukommt.

Was empfehlen Sie mir?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen nehme ich im Rahmen einer Erstberatung Stellung:

Auf Grund Ihrer Schilderung des Sachverhaltes zielt die Prüfung durch das Finanzamt darauf ab, die Einkunftserzielungsabsicht zu widerlegen (sog. Liebhaberei). In dieser Situation und vor dem erwähnten Hintergrund, Ihr bisheriges Beratungsbüro zu wechseln, empfehle ich dringend, sich in der Angelegenheit einen Steuerberater einzuschalten, der Sie bei der Prüfung beraten kann und dem Finanzamt, Betriebsprüfer, gegenüber auftritt.
Sie sollten vor Ort fachkundig begleitet werden, um zu verdeutlichen, dass Sie (weiterhin) bemüht sind, den Betrieb in den Gewinnbereich zu führen.
Wenn dies nach Lage der Dinge nicht zu erwarten ist, sollten Sie über den Vorschlag des Betriebsprüfers unter fachlicher Beratung nachzudenken.

Ich hoffe, dass Ihnen die Hinweise hilfreich sind. Wenn ich damit Ihrem Anliegen entsprochen habe, wäre ich für eine abschließende Bewertung meiner Ausführungen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Rückfragen zu meiner Antwort zu Ihrem Anliegen? Ansonsten wäre ich für eine abschließende Bewertung dankbar, damit die von Ihnen ausgelobte Vergütung für mich freigeschaltet wird.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben sich meine Mitteilung angeschaut.
Wenn Sie noch eine Frage haben, will ich sie gern beantworten. Für mich wird allerdings die ausgelobte Vergütung erst freigeschaltet, wenn Sie eine Bewertung abgegeben haben.
Darf ich nach Abschluss Ihrer Frage darum bitten?

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

Ähnliche Fragen in der Kategorie Steuern