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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4190
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Guten Abend! Ich und mein Mann sind zusammenveranlagt. Er

Kundenfrage

Guten Abend!

Ich und mein Mann sind zusammenveranlagt. Er ist AN in einem Betrieb und bekommt einen ordentlichen Lohn. Ich bin Privatunternehmerin und habe leider im Jahr 2012 Verlust. Nach dem Zusammenrechnen unserer beiden Einkünfte ist nun ganz kleinen Betrag als Gesamtinkommen geblieben und wir bekamen eine gute Erstattung vom FA.
In der ESt-Erklärung 2012 habe ich die außergewöhnliche Ausgaben für die künstliche Befruchtung geltend gemacht. Leider wurden diese Ausgaben von FA nicht berücksichtigt, da, so FA, der Gesamteinkommen sowieso schon zu niedrig ist.

Auf gleicher Weise wurden auch andere Kosten (wie z.B.: Modernisierungskosten für unser Haus) vom FA nicht berücksichtigt.

Jetzt ist die Frage ob ich diese Ausgaben bei unserer nächsten ESt-Erklärung 2013 (lt. GuV habe ich dieses jahr Gewinn erwirtschaftet) wieder berüksirichtigt sein können. Welche Möglichkeiten gibt es in diesem Fall? Wie soll ich bei der neue ESt-Erklärung vorgehen und
welche Angaben machen? Gibt es vieleicht einen speziellen Vordruck für solche Zwecke?

Es wäre doch sehr schade, wenn diese Ausgaben einfach verfallen. :-(

Vielen Dank XXXXX XXXXX!
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

leider muß ich Sie enttäuschen, dass Sie die im Jahre 2012 nicht wirksam gewordenen außergewöhnlichen Belastungen sowie die haushaltsnahen Handwerkerleistungen nicht auf das Folgejahr übertragen (vortragen) können.

Es werden - wie bei Ihnen geschehen - positive mit negativen Einkünften im gleichen Jahr verrechnet (sog. Verlustausgleich), wobei es für diese Vorgehensweise kein Wahlrecht gibt. Alle Ausgaben, die systematisch von der Differenz zwischen positiven und negativen Einkünften (sog. Gesamtbetrag der Einkünfte) abgezogen werden, gehen leider ins Leere, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte bereits zu einem Steuerbetrag von 0,-- € führt.

Demzufolge kann sich auch der Betrag von 20 % der haushaltnahen Handwerker-leistungen nicht auswirken, wenn die Steuerschuld bereits vor dieser Kürzung 0,-- € beträgt.

Es gibt also keine Gestaltungsmöglichkeiten, diese Ausgaben in 2013 wirksam zu berücksichtigen.

Wenn ich damit Ihre Frage, wenn auch nicht in einer für Sie gewünschten Weise, beantwortet habe, darf ich um eine abschließende Bewertung meiner Ausführungen bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

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