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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4726
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Warum habe ich einen Vorrauszahlungsbescheid bekommen.

Beantwortete Frage:

Warum habe ich einen Vorrauszahlungsbescheid bekommen.Ich bin seit 23.12.2011 Wittwe und habe 2 kleine Kinder 7+10Jahr.Ich gehe 30Stunden die WOche arbeiten und bekomme eine kleine Rente der Zusatzrente Bayer und die große Wittwenrente. Mein Mann war 46 JAhre als er verstorben ist. Ich soll ab September 1255.33Euro bezahlen.Das kann ich garnicht, soviel habe ich gerade was ich an Gehalt habe. Wie lege ich jetzt am besten EInspruch dagegen ein, das ich das nicht mehr Zahlen muß. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir helfen könnten.Ich habe den verlust noch nicht überstanden und dann kommen sollche herausforderungen.Vielleicht können Sie mir ein Schreiben zukommen lassen, wie ich einspruch erheben kann? Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank XXXXX XXXXX Werner

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

auf Ihre Frage teile ich Ihnen im Rahmen einer Erstberatung mit:

Sie werden als Verwitwete ab 2013 mit dem Grundtarif lbesteuert, nachdem das sog. Gnadenjahr 2012 ausgelaufen ist, in dem Sie noch wie verheiratet steuerlich behandelt wurden (mit Ehegattensplittingtarif).

Die Rente der Rentenversicherung Bund unterliegt bei Rentenbeginn 2011 dauerhaft mit 62 % der Rente der Einkommensteuer. Für die Zusatzrente Bayer wird vermutlich Lohnsteuer mit einer 2. Lohnsteuerkarte erhoben.

Einspruch zu erheben hat nur Sinn, wenn die Steuerberechnung fehlerhaft ist. Dies kann nur durch Prüfung des Steuerbescheides festgestellt werden. Dies kann auf Grund Ihrer Angaben nicht festgestellt werden.

Das steuerliche Einkommen umfasst Ihren Lohn aus dem Arbeitsverhältnis, die Zusatz- und die Witwenrente mit 62 %. Auf die Einkommensteuer wird die vom Arbeitgeber sowie der Pensionskasse von Bayer einbehaltene Lohnsteuer angerechnet.

Wenden Sie sich an einen Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater, damit er den Bescheid des Finanzamtes überprüfen soll. Der kann Ihnen dann sagen, ob Sie Einspruch einlegen sollten und wie Sie den begründen. Der steuerliche Berater kann dies dann auch für Sie erledigen, sofern die Einlegung eines Einspruches Erfolg verspricht, weil der Bescheid fehlerhaft ist.

Sie müssen allerdings dazu unbedingt die Frist von einem Monat beachten. Für die Einlegung eines Einspruches bedarf es nur eines Schriftsatzes an das Finanzamt, dass Sie gegen den Bescheid Einspruch einlegen. Den müssen Sie allerdings begründen, damit Erfolgsaussicht besteht.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Hinweise und die Empfehlung hilfreich ist. Für eine Bewertung meiner Ausführungen bin ich dankbar, damit die ausgelobte Vergütung freigegeben wird. Sie können gegebenenfalls eine Nachfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Na ja das hilft mir noch nicht so ganz weiter, denn das Finanzamt möchte so viel Geld haben, was ich im Monat gerade mal zur Verfügung habe mit meinen beiden Kindern?


Ich habe so ein Schreiben noch nie bekommen.Daher kann ich nicht verstehen, warum man auch noch Geld bezahlen darf , wenn man einen schmerzhaften verlust erlitten hat.Dann soll man keine Wittwenrente auszahlen und die Wittwen stehen genau so da.


Ich bin immer noch sehr unsicher was das ganze angeht,Hat man den erfolgschancen, das man das nicht zahlen brauch oder bleibt immer etwas über???


 

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

es tut mir sehr leid, dass Sie von einem Steuerbescheid überrascht worden sind und diese Konsequenz Ihnen bislang nicht bekannt war. Sie sind über die steuerlichen Folgen bei Bezug von Rente bislang nicht informiert gewesen, wie es übrigens vielen Bürgern geht, die bei Rentenbezug von den steuerlichen Belastungen überrascht werden.

Ohne Verhinderung dieser steuerlichen Belastungen ist natürlich nicht möglich, weil dies ja eine gesetzlich vorgeschriebene Folge ist. Sie können allerdings dem Finanzamt wegen der plötzlich und unerwartet auf Sie zugekommene Belastung eine Ratenzahlung unter Schilderung Ihrer Situation vorschlagen. Bei der Berechnung der Steuer sind -vorausgesetzt der Bescheid weist keine Fehler auf - alle persönlichen Umstände, die Ihnen zustehen, berücksichtigt worden.

Suchen Sie den zuständigen Bearbeiter beim Finanzamt auf und erörtern Sie mit ihm eine Ratenzahlungsregelung.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ist das denn immer so, das man dann so einen bescheid bekommt? Was wäre denn gewesen, wenn ich keine Steuererklärung gemacht hätte.Würde man dann auch vom Finanzamt einen Brief erhalten??


Ich bin nur verwundert, das die Lieben Rentenmitarbeiter das den Leuten nicht sagen?


Haben SIe öffters solche fälle??


Ich werde Ihren Ratschlag befolgen und mir bei einem Hilfe Verein oder Steuerberater hilfe holen.


 


Vielen Dank!

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie nicht eine Steuererklärung abgegeben hätten, wären Sie dazu demnächst vom Finanzamt aufgefordert worden, da die Rentenversicherungen gesetzlich verpflichtet sind, dem Finanzamt die Renten mitzuteilen ( § 22 a EStG). Auf Grund dieser gesetzlichen Regelung sind seit einigen Jahren Rentenbezieher, auch im Ausland lebende deutsche Rentenbezieher, von der Aufforderung der Finanzbehörden überrascht (!) worden.

Auf die Verpflichtung zur Versteuerung der Renten wird seit einigen Jahren in allen Medien immer hingewiesen. Darüber erhalten Sie auch Informationsschriften von den Finanzbehörden.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Hinweise behilflich sind. Für eine abschließende Bewertung bin ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.