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Kanzlei Schiessl
Kanzlei Schiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 27049
Erfahrung:  erfolgreich abschlossener Fachlehrgang für Steuern
32916861
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Kanzlei Schiessl ist jetzt online.

Hallo,ich habe eine Haushaelfte meines Elternhauses geschenkt

Kundenfrage

Hallo,ich habe eine Haushaelfte meines Elternhauses geschenkt bekommen, die nadere von meiner Mutter fuer 50.000 Euro gekauft.Ich bin jetzt kurz vor dem Verkauf der Immobilie innerhalb der Spekulationsfrist.Wejn ich beim Verkauf einen Teil meinem Bruder als Auszahlung etwaiger Erbanspreuche zahlen wuerde, koennte ich dann diesen Teil von der Abgeltungssteuer befreien lassen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.


Darf ich Sie bitte fragen:

Ist denn in dem Schenkungsvertrag geregelt, dass Sie als Gegenleistung Ihren Bruder auszahlen müssen?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nein.Der Teil von meinem Vater wurde nur an mich geschenkt ohne Auflagen.Dieser Teil sollte ja abgeltungssteuer frei sein da Schenkung.Anders wird es ja bei dem Teil meiner Mutter sein.Da wird die Abgeltungssteur ja faellig, nur hab ich keine Info,wie ich legal da rum komme.


Da die Haushaelfe fuer 50 gekauft wurde und jetzt wahrscheinlich fuer 80 verkauft wird,muesste ich die 30 Gewinn ja mit 30 Prozent rund versteuern.Wie kann man da legal rumkommen,einen Teil wollte ich sowieso abgeben,da durch die Schenkung von meinem Vater ein gewisses Restrisiko von Erbanspruechen besteht und ich ihn auch nicht leer ausgehen lassen will,obwohl er auf Hausanteil verzichtet hatl

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.



Ich muss hier leider einhaken.

Auch wenn Sie eine geschenkte Immobilie innerhalb der Spekulationsfrist von 10 Jahren veräußern, fällt Spekulationssteuer an. § 23 I EstG spricht hier neutral von Anschaffung. Anschaffung meint dabei auch eine untgeltliche Übertragung, also auch eine Schenkung.

Sie müssen also grundsätzlich beide Hälften versteuern.

Was nun die Auszahlung Ihres Bruders anbelangt, so zählt dies grundsätzlich zu den Anschaffungskosten die den Spekulationsgewinn mindern. Allerdings muss eine Rechtspflicht bestehen den Bruder auszubezahlen. Soweit Sie dies nicht im Schenkungsvertrag festgehalten haben, besteht keine rechtliche Verpflichtung.

Die Spekulationssteuer können Sie daher nur dann umgehen, wenn Sie entweder die 10 Jahre abwarten oder das Haus im Jahre der Veräußerung und in den vorangegangenen beiden Jahren selbst bewohnt haben.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Und das Fusstapfenprinzip gibt es nicht mehr?
Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Die Fußstapfentheorie des BFH gilt freilich noch.

Ich kenne aber diese Theorie allein im Hinblick auf die Frage der Afa die der Erbe / Beschenkte geltend machen kann. Hierzu gibt es sogar eine recht neue Rechtsprechung des BFH aus dem Jahr 2012.

Mit der Spekulationssteuer hat dies nichts zu tun.





Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke XXXXX XXXXX Antworten


 

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Bitte sehr gern geschehen!

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!
Kanzlei Schiessl und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Egal was ich im Netz lese, da steht immer,dass der 50 %- Anteil der von meinem Vater geschenkt wurde steuerfrei sein soll. Der andere Teil wurde ja mit 50000 gekauft.

 

Das war mit 2 x 50 % geteilt, da Eltern geschieden sind.Meine Eltern haben das Haus seit 20 Jahren besessen.

 

Lt. anderen Steuerberatern im Netz stellt eine Schenkung keine Anschaffung dar,sondern eine Weiterfuehrung der Rechte des Schenkers.

 

Was stimmt denn jetzt?

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich habe mich nun nocheinmal eingelesen.

Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, stellt § 23 I EstG auf den Zeitpunkt der Anschaffung ab.

Anschaffung ist ein neutraler Begriff der grundsätzlich auch die Schenkung umfasst (OFD Frankfurt, Verfügung v. 5.2.2011, S 2256 A – 16 – St II 27).

Der BFH lässt allerings im Falle einer Erbschaft eine Ausnahme zu, da er annimmt dass der Erbe nach § 1922 BGB als Gesamtrechtsnachfolger in die "Fußstapfen" des Erblassers eintritt. Eine solche Gesamtrechtsnachfolge haben wir bei der Schenkung leider nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

...da steht aber im Falle einer unentgeltlichen Uebertragungmblabla


des Rechtsvorgaengers zuzurechnen. Da mein Vater das Haus ja ueber 10 Jahre hatte, wuerde diese Regelung mir helfen.


 


Absatz 2 2

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Hmm, ja das steht da:

Sie müssen aber den Satz im Zusammenhang lesen:

Es geht hier um eine Überführung von Betriebsvermögen ins Privatvermögen.

"Bei unentgeltlichem Erwerb ist dem Einzelrechtsnachfolger für Zwecke dieser Vorschrift die Anschaffung oder die Überführung des Wirtschaftsguts in das Privatvermögen durch den Rechtsvorgänger zuzurechnen. "



Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Bekommt man da gleich den Bescheid, was zu zahlen ist ?

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Nein, die Besteuerung läuft über die Jahressteuererklärung und wird mit dem damit verbundenen Steuerbescheid ausgeglichen.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

...wuerden Sie der Allegemeinheit den Gefallen tun und bei Wikipedia unter Anschaffung die Sache genauer erlaeutern.


Fuer mich und fuer viele andere im Netz ist das missverstaendlich.In ueber 5 Threads mit den gleichen Sachverhalten steht das eine Schenkung keine Anschaffung ist.

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Soweit es meine Zeit zulässt gerne!
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Heisst das angenommener kaufpreis 50000


Verkaufspreis 150000


zu versteuernder Teil 100000?


 


Wert war bei Uebertragung 150.000, also gemischte Schenkung

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.


richtig, der zu versteuernde Teil liegt bei 100.000 EUR, wenn das Haus tatsächlich einen Wert von 150.000 EUR hatte.

mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Laesst mich der Vater Staat die Zinsen aus einem zweiten Hauskredit und die Verluste bei meinen Edelmetallen gegenrechnen?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Kann ich Zinsen aus einem weiteren Immobilienkredit und Verluste mit Edelmetallen gegenrechnen?