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Kanzlei Schiessl
Kanzlei Schiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 27021
Erfahrung:  erfolgreich abschlossener Fachlehrgang für Steuern
32916861
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Kanzlei Schiessl ist jetzt online.

Hallo, Meine Mutter und mein Vater sind im vergangenen Jahr

Beantwortete Frage:

Hallo,

Meine Mutter und mein Vater sind im vergangenen Jahr im Abstand von 18 Tagen verstorben: zuerst meine Mutter, dann mein Vater.
Beide hatten sich gegenseitig als Erben eingesetzt. Ich habe zugunsten des hinterbliebenen Elternteils zunächst auf meinen Pflichtteil verzichtet, um nach dem Tod des zweiten Elternteils Erbeserbin des gesamten elterlichen Vermögens zu werden.

Mein Vater besaß ein Haus, das bei Immoscout mit 450.000 Euro bewertet wird.
Meine Mutter besaß ein kleineres Sparguthaben.

Meine Fragen:
1. Muß ich eine Erbschaftssteuererklärung machen? Wenn ja: ist es eine Erklärung für das gesamte Erbe (ich habe ja eigentlich nur meinen Vater als zweitverstorbenen beerbt) oder muß ich zwei getrennte Erklärungen für das Erbe von Mutter und Vater machen?

2.Muss ich für 2012 nochmal eine Steuererklärung für meine Eltern machen?


3.Wie hoch ist mein Freibetrag für beide Erbschaften?
Kann ich 2x 400.000 Euro, also insgesamt 800.000 Euro geltend machen und muß somit keine Erbschaftssteuer auf das Haus zahlen ?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie höflich fragen:

Haben Sie noch weitere Geschwister?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,


 


Ich hatte eine Schwester (Halbschwester/Tochter meines Vaters), die ebenfalls zugunsten meiner Eltern auf den Pflichtteil verzichtet hatte, die aber leider vor meiner Mutter und meinem Vater verstorben ist.


Sie war verheiratet, hatte aber keine Kinder und im Testament war Anwachsung vorgesehen, sodass ich quasi Alleinerbin bin

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX freundliche Ergänzung.

Zu Ihrer ersten Frage:

Sie müssen eine Erschaftssteuererklärung für die Erbschaft seitens Ihres Vaters fertigen. Da Sie durch gemeinschaftliches Testament enterbt wurden und den Pflichtteil ausgeschlagen haben, müssen Sie für den Erbfall Mutter keine Erklärung abgeben (grundsätzlich müssten Sie jedoch zwei getrennte Erklärungen abgeben).

Zu Ihrer zweiten Frage:

Soweit Ihre Eltern 2012 verstorben sind, müssen Sie eine Steuererklärung für Ihre Eltern fertigen, da Sie nach § 1922 BGB in die Rechte und Pflichten Ihrer Eltern eingetreten sind, die 2012 ja beide noch grundsätzlich steuerpflichtig waren.

Zu Ihrer dritten Frage:

Nein, da Sie beim Erfall Ihrer Mutter nicht Erbe wurden, sondern Ihr Vater, ist ihm das gesamte Vermögen Ihrer Mutter zugeflossen. Sie wiederum haben nach dem Versterben Ihres Vaters sein gesamtes Vermögen geerbt. Sie können daher bei der Erbschaft Ihres Vaters nur einen Freibetrag von 400.000 EUR geltend machen. Natürlich können Sie beim Erbfall Ihrer Mutter ebenso 400.000 EUR gelten machen, die Ihnen leider aber nichts nutzen, da Sie ja von Ihrer Mutter nichts geerbt haben.

Sie können auch leider nicht bei der Erbschaft Ihres Vaters 2*400.000 EUR geltend machen, also die Freibeträge addieren, weil der Nachlass ausschließlich von Seiten Ihres Vaters stammt.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,


 


Ich hatte Sie noch um eine Einschätzung gebeten und einige Fristen erfragt. Falls Sie meine Nachfragen nicht erhalten haben, bitte melden Sie sich nochmals.


 


Besten Dank


 

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

leider nein!!

Vielleicht können Sie die Nachfrage nochmals einstellen.

Sehr gerne antworte ich darauf!

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Lieber Her Schiessl,


 


aus meiner Sicht kommt es nun darauf an, den Wert des Hauses nochmals exakt bestimmen zu lassen. (Ich habe das "schnell mal" per Online-Formular gemacht) und möglichst viele Aufwendungen/verpflichtungen aus dem Erbe gegenzurechnen.


Lohnt da ein Steuerberater? ...Sodass ich vielleicht doch unter die Bemessungsgrenze von 400.00 Euro komme?


 


(Da Sie ja selbst Anwalt und kein Steuerberater sind, vertraue ich auf eine ehrliche Einschätzung ;-)


 


 


Welche Fristen muß ich für Erbschaftssteuererklärung un die Einkommenstseuererklärungen meiner Eltern einhalten? Beide sind im November 2012 verstorben. Durch den doppelten Todesfall und wegen meines kleinen Babys bin ich zu nichts gekommen, bzw, war nicht in der Lage dazu. Gibts also bald Ärger mit dem Finanzamt?

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Bei der Erklärung selbst lohnt erst einmal kein Steuerberater. Ausschlaggebend ist wie Sie selbst richtig feststellen, wie das Finanzamt den Wert des Hauses einschätzt. Handelt es sich um ein Wohnhaus so wird das Finanzamt eine Bewertung nach dem Ertragswertverfahren vornehmen.

Hier lohnt eventuell ein Gutachter der die Wertfestsetzung des Finanzamts überprüft (Das kann ein Steuerberater nicht).

Was ich mir bei der ersten Beantwortung überlegt habe ist ob Sie Ihren Pflichtteilsanspruch nicht vielleicht noch vom Nachlass abziehen könnten?

Sie haben mir zwar geschrieben, dass Sie auf den Pflichtteil verzichtet hätten. Es bedarf aber der Pflichtteilsverzicht einer notariellen Beurkunung. Sofern diese nicht vorliegt ist der Verzicht unwirksam und Sie können Ihren Pflichtteilsanspruch gegen den Vater betreffend das Erbe Ihrer Mutter vom Nachlass des Vaters abziehen. Bezüglich des Pflichtteilsanspruchs aus dem Nachlass der Mutter haben Sie einen Freibetrag von 400.000 EUR.

Was nun die Frist für die Fertigung der Erbschaftssteuererklärung anbelangt, so müssen Sie durch das Finanzamt aufgefordert werden. Wenn Sie eine solche Aufforderung erhalten haben Sie mindestens einen Monat Zeit die Erklärung zu fertigen.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kanzlei Schiessl und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.