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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4699
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Arbeitnehmer I und II sind verheiratet und gemeinsam veranlagt

Beantwortete Frage:

Arbeitnehmer I und II sind verheiratet und gemeinsam veranlagt . Für ein 6 Jahre altes gebraucht gekauftes Fahrzeug (Fahrzeug A) wird eine Restabschreibung von 2 Jahren festgelegt, also 5000 €/Jahr. Es wird ein Fahrtenbuch geführt. Es gibt ca. 70% dienstliche Kilometer (Dienstreisen des Arbeitnehmers I, die genehmigt sind aber keine Fahrtkostenerstattung bei AG eingereicht wurde). Es ergibt sich ein Kilometersatz von ca. 0.75 cent/Kilometer für Fahrzeug A. Im Haushalt befindet sich ein weiteres Fahrzeug B, zugelassen auf die Mutter, welches dauerhaft leihweise von Arbeitnehmer I und II privat und dienstlich benutzt wird. Diese Fahrzeug B wird hauptsächlich von AN II für Dienstfahrten benutzt. Hier wird jeweils die Kilometerpauschale von 0.30 cent/ Kilometer angesetzt, da kein Fahrtenbuch geführt wird.

AN I hat auch Fahrzeug B (Pauschale 0.30) teilweise neben Fahrzeug A (individuell 0.75)
benutzt. Ist es also Möglich für Dienstreisen mit Fahrzeug B 0.30cent und für Fahrten mit Fahrzeug A 0.75 cent im selben Steuerjahr beim gleichen AN I anzusetzen.

Danke XXXXX XXXXX Antwort
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gern im Rahmen einer Erstberatung beantworte:

Für das Ihnen gehörende Fahrzeug, für das ein Fahrtenbuch geführt wird und die Kosten nachweisbar sind, kann für die dienstlich veranlaßten Fahrten der nachweisbare Kilometersatz als Werbungskosten angesetzt werden.

Für das andere Fahrzeug, das von AN II genutzt wird, ergibt sich das Problem für die Geltendmachung von dienstlich veranlaßten Fahrten, dass das Fahrzeug nicht dem nutzenden AN II gehört. Grundsätzlich kommt für Arbeitnehmer II für dienstlich nachweisbae Kosten der Kilometersatz von 0,30 € in Betracht.

In beiden Fällen gehe ich davon aus, dass es sich bei den dienstlichen Fahrten nicht um Fahrten zwischen Wohnung und der Tätigkeitsstätte handelt, denn dafür kommt nur ein gesetzlich vorgeschriebener Kilometersatz von 0,15 € (sog. Entfernungspauschale) in Betracht.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Frage beantwortet habe und Ihnen behilflich sein konnte. Für eine Bewertung meiner Ausführungen wäre ich dankbar, damit die von Ihnen ausgelobte Vergütung freigegeben wird. Sie können natürlich gegebenenfalls Nachfragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,ich muss nochmals nachfragen, da ich den Sachverhalt eventuell etwas unübersichtlich und bezüglich des Eigentums von Fahrzeug B ungenau dargestellt hatte. Es handelt sich nicht um Fahrten zur Arbeitsstelle, sondern Dienstreisen bzw. Fahrten im Rahmen von Bewerbungen.Es geht in erster Linie um AN I, der für 2 Fahrzeuge jeweils unterschiedliche Kilomtersätze (Fz A 0.75 und FZ B 0.30) geltend machen möchte, da die Dienstfahrten sowohl mit Fahrzeug A als auch Fahrzeug B in 2011 durchgeführt wurdenIn den letzten Jahren, wurde dazu immer Fahrzeug B unbeanstandet mit der Pauschalmethode erstattet. Für Fahrzeug B ist als Halter die Mutter (historisch Versicherungsrabatt) im Fahrzeugschein angegeben. Eigentümer per Kaufvertrag ist allerdings AN I . Nachweislich per Überweisungsbeleg/ Bankeinzug werden aber alle Betriebskosten für Fz B durch AN I und AN II (verheiratet). Auch AN II sollte meines Erachtens ohne Fahrzeug gejkauft zu haben, Fahrzeug B abrechnen dürfen, da gemeinsam veranlagt.Neu ist die Anschaffung von Fahrzeug A und das Führen eines Fahrtenbuches für Fahrzeug A mit einem berechneten Kilometersatz von 75 cent.Frage: Ist die Nutzung von 2 Fahrzeugen mit unterschiedlicher Methodik ( Fahrtenbuch für Fz A und Pauschale für Fz B)innerhalb eines Haushaltes zulässig oder wird für beide Fahrzeuge die gleiche Methodik (Pauschal oder Fahrtenbuch) vorgeschrieben?In der Auflistung zur Anlage N würden dann als Werbungskosten Fahrten mit Fahrzeug A und Fahrten mit Fahrzeug B mit unterschiedlichen Kilometersätzen angegeben.ist das so ok?Danke XXXXX XXXXX Antwort
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihren ergänzenden Angaben teile ich mit:

Natürlich gibt es für Ihre Handhabung keine gesetzliche oder verwaltungsübliche Regelung! Ich befürchte allerdings, dass die Geltendmachung von Fahrten mit unterschiedlichen Fahrzeugen vom Finanzamt hinterfragt würde, warum eine solche Handhabung erfolgt. Überdies wird sicherlich beanstandet, dass entweder nur Fahrtenbuchmethode für beide Fahrzeuge praktiziert werden muß und überdies auch eine einheitliche Handhabung mit den Km-Sätzen erfolgt. Überdies müßten die beruflich veranlaßten Fahrten mit Fahrzeug B in geeigneter Weise dokumentiert worden sein.

Ich rate zur Vermeidung von Auseinandersetzungen zu prüfen, in welchem Umfang die Fahrten mit Fahrzeug A und mit Fahrzeug B erfolgen und danach zu überlegen, ob Sie sich in der Geltendmachung von Werbungskosten auf ein Fahrzeug beschränken.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Hinweise hilfreich sind. Für eine Bewertung meiner Ausführungen wäre ich dankbar, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.