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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4284
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Vater und Sohn sind Inhaber einer GbR (60% Vater und 40% Sohn).

Kundenfrage

Vater und Sohn sind Inhaber einer GbR (60% Vater und 40% Sohn). Einen Landgasthof mit Hotelbetrieb. Der Vater wird unter einer Eigenen Steuernummer geführt. Bisher hat er Netto 4.500,-€ (5.355,- Brutto) Pacht bezogen welche der GbR. monatlich belastet wurden. Laut Finanzamt ist dies Aufgrund der Gewerbesteuer nicht korrekt. Die Immobilie soll zum Zeitwert in das Vermögen der GbR. einfließen. Die monatliche Pacht soll zum Bruttobertrag als "Gewinnvorab Vorsteuerpflichtig" an den Vater gezahlt werden. Die Gewinnaufteilung soll nach der "Pacht/Gewinnvorab" erfolgen, aber die Gewerbesteuerberechnung vor Pacht/Gewinnvorab. Das bedeutet, dass dann die Gewerbesteuer in den Einkommensteuererklärungen 40/60 berücksichtigt werden?! Wie sieht es mit den Zinsen für das Darlehn des Pachtobjektes aus (Vater oder GbR.) und wie sieht das Buchungssatz für die monatliche Pacht/Gewinnvorab Zahlung aus? Denn in der Gbr. bleibt die Vorsteuer entsprechend beim Vater die Umsatzsteuer? Ich buche mit dem SKR03.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich im Rahmen einer Erstberatung antworte:

1. Umsatzsteuerlich kann alles wie bisher bleiben: Der Vater gibt eine Umsatzsteuererklärung ab und die GbR verrechnet die Umsatzsteuer als Vorsteuer.

2.Das gepachtete Grundstück gehört bilanzsteuerlich zum Betriebsvermögen, muss also bilanziert werden, wenn der Vater Eigentümer zu 100 % ist. Gleichzeitig ist die Belastung (Schulden) als Verbindlichkeit auszuweisen. Gleichzeitig sind sämtliche Grundstückslasten, also auch die Schulden, und -kosten in der Buchführung zu erfassen, weil das Grundstück in der Bilanz erfasst ist.

3. Bei der Gewinnverteilung ist die Pacht abzüglich der Grundstückskosten als Gewinnvorab dem Vater zuzurechnen. Der Restgewinn ist im Verhältnis 60 /40 aufzuteilen, wenn dies so laut Gesellschaftsvertrag vereinbart ist, wobei für die Einkommensteuer der beiden Gesellschafter für die Ermäßigung nach § 35 EStG der Gewerbesteuermeßbetrag in den Anlagen G zur Einkommensteuererklärung im Verhältnis 60/40 aufgeteilt wird, obwohl dem Vater durch den Vorabanteil ein höherer Anteil als dem Verhältnis 60/40 entspricht, zukommt.

4. Die monatliche Pacht sowie die Grundstückslasten und -kosten sind erfolgsneutral , z.B. über ein Sonderprivatkonto des Vaters, zu buchen, so dass der Gewinn der GbR dadurch nicht beeinflusst wird. Der Vorsteuer der Pacht und der Grundstückskosten sind über Vorsteuer zu buchen.

Ich hoffe, dass damit Ihre Fragen beantwortet sind. Für eine Bewertung meiner Ausführungen wäre ich dankbar, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

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