So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Prof.Nettelmann.
Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4350
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Hallo, und guten Tag!Ich bin selbstständiger Handelsvertreter

Kundenfrage

Hallo, und guten Tag! Ich bin selbstständiger Handelsvertreter und vermittele für eine Onlinedatenbank entsprechende Einträge, in der Firmen werblich in Erscheinung treten. Für die Vermittlung bekomme ich entsprechend meinem Agenturvertrag eine Provision. Bei der Auszahlung der Provision wird der Mehrwertsteuerbetrag von z.Z. 19 % hinzugerechnet. Durch eine Insolvenz des Verlages waren Provisionen nicht zur Auszahlung gelangt. Diese Provisionen machte ich beim Insolvenzverwalter netto ( also ohne Mehrwertsteuer ) geltend, die auch netto in die Tabelle übernommen wurden. Ausgleichsansprüche aus meiner Tätigkeit wurden ebenfalls geltend gemacht auch hier als Nettobetrag und in die Tabelle übernommen. Nach 10 Jahren wurde mir die Quote mit einem entsprechenden Betrag zur Verfügung gestellt. Bei der Umsatzsteuervoranmeldung gab ich diesen Betrag an, jedoch mit dem Vermerk zu anderen Steuersätzen also 0% Mehrwertsteuer an. Das Finanzamt ist der Ansicht, daß ich aus dem mir aus der Insolvenz berechneten Quotenzahlung die Mehrwertsteuer in einem Änderungsbescheid geltend gemacht wurde. Hier auch 19% Merwertsteuer und nicht der seinerzeit geltende Mehrwertsteuerbetrag von 17% Habe ich bei der Anmeldung den Fehler gemacht, daß ich nur die mir laut Vertrag zustehende Provision geltend gemacht habe? Oder ist die Auffassung des Finanzamtes richtig. Das würde dazu führen, daß die Quote geschmälert würde, die zur Auszahlung gelangte! Wird die geltend gemachte Provision bei der Insolvenz anders gerechnet als der Ausgleichsanspruch ?

 

Antwort zu schwierig ?

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich im Rahmen einer Erstberatung beantworte:

Aus Ihren Leistungen (Vermittlungsleistungen) haben Sie nachträglich eine Vergütung erhalten. Diese unterliegt der Umsatzsteuer, und zwar mit dem im Zeitpunkt der Leistung maßgebenden Umsatzsteuersatz. Sie müssen also aus dem vergüteten Betrag im Rahmen des Insolvenzverfahrens die Umsatzsteuer von 17/117 herausrechnen.

Sie hätten seinerzeit natürlich den Bruttobetrag, also einschl. Umsatzsteuer, gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend machen müssen. Somit haben Sie einen verbleibenden Forderungsausfall in Höhe der Umsatzsteuer.

Im Prinzip ist also die Berechnung durch das Finanzamt zutreffend, nur müssen Sie noch einwenden, dass der Umsatzsteuersatz in Betracht kommt, der im Zeitpunkt der Leistung maßgeblich war.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Frage beantwortet habe und bitte um Bewertung meiner Ausführungen, damit die ausgelobte Vergütung freigegeben wird.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

Ähnliche Fragen in der Kategorie Steuern