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Kanzlei Schiessl
Kanzlei Schiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 26348
Erfahrung:  erfolgreich abschlossener Fachlehrgang für Steuern
32916861
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Kanzlei Schiessl ist jetzt online.

SeitMai letzten Jahres bin ich Rentner und habe daher von der

Kundenfrage

SeitMai letzten Jahres bin ich Rentner und habe daher von der "ufba", in die ich ca. 9 Jahre jeden Monat 102,26 € + 10,23€ = 112,49€ direkt von meinem Gehalt überweisen ließ, eine Einmalzahlung in höhe von 13.941,22€ erhalten. Hiervon wurden direkt 181,-€ Lohnsteuer sowie 9,96€ Soli abgezogen und an das Finanzamt überwiesen. Nun meine Frage! Kann es sein, daß ich auf die verbliebenen 13.750,26€ noch eine Lohnsteuer von über 3000€ zahlen muß?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie höflich fragen:

Um welche Form einer Altersversorgung handelt es sich hier (eine Direktversicherung).

Wurden die 9 Jahre die Sie eingezahlt hatten die 112,49 EUR versteuert oder waren diese damals Steuerfrei?







Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die "ufba"=Unterstützungskasse zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung, Hausadresse Besenbinderhof 43, 20097 Hamburg.

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre freundliche Ergänzung.

Soweit es sich um eine betriebliche Altersvorsorge handelt so verhält es sich wie folgt:

Hat Ihr Arbeitgeber die betriebliche Altersversorgung als Pensions-/Direktzusage bzw. als Unterstützungskasse gestaltet, fließt in der Ansparphase noch kein Arbeitslohn zu.

Das bedeutet, Sie haben diese 112,49 EUR die letzten 9 Jahre nicht versteuert.

Erst wenn diese Altersvorsorge zur Auszahlung zu versteuern.

Die Altersvorsorge muss Ihr Arbeitgeber dann versteuern unabhängig davon, ob die Auszahlung der Unterstützungskasse monatlich erfolgt oder wie bei Ihnen als Einmalbetrag.

Wenn Ihre Versorgungsleistungen, nicht fortlaufend, sondern in einer Summe gezahlt werden, so stellen diese eine Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit dar.

Bei einer sogenannten Zusammenballung kommt eine ermäßigte Besteuerung unter Anwendung der Fünftelregelung in Betracht.

Die Fünftelregelung erfolgt dergestalt, das voraussichtliche Einkommen um 1/5 des Bezugs zu erhöhen. Die sich ergebende Lohnsteuer für den Teilbetrag des sonstigen Bezugs ist sodann mit dem 5-fachen Betrag zu erheben.

Diese Berechnung wird stets durch den Arbeitgeber durchgeführt. Der Arbeitgeber führt hier auch die Steuern bezüglich dieser Abfindung ab.

Die Einmalzahlung wurde daher durch Ihren Arbeitgeber voll versteuert.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die Einmalzahlung habe habe ich nicht durch meinen Arbeitgeber erhalten sondern bei Renteneintritt mit 65 Jahren direkt von der "ufba" überwiesen bekommen da hatte mein Arbeitgeber nichts mehr mit zu tun, da ich schon ein halbes Jahr vorher aus betrieblichen Gründen die Kündigung bekam.

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

in diesem Falle hat die ufba die Lohnsteuer und den Soli einbehalten?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Das ist richtig, es wurden direkt ca. 190€ an das Finanzamt in Hamburg überwiesen. ich möchte jedoch wissen ob noch zusätzlich das Geld in der Einkommensteuererklärung für 2012 als Einnahme versteuert werden muß da ich mit meiner Frau zusammen veranlagt werde. Ich habe Lohnsteuerklasse 5 und meine Frau hat 3.

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In diesem Falle bleibt es bei meiner urspünglich Antwort.

Die Unterstützungskasse (und in Ihrem Falle nicht der Arbeitgeber) hat die Steuer berechnet und überwiesen.

Sie müssen daher den Abfindungsbetrag nicht nocheinmal versteuern. Daran ändert auch die Zusammenveranlagung mit Ihrer Frau nichts.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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