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Kanzlei Schiessl
Kanzlei Schiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 26868
Erfahrung:  erfolgreich abschlossener Fachlehrgang für Steuern
32916861
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Kanzlei Schiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Frage zur Umsatzsteuer: Gehört

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frage zur Umsatzsteuer:
Gehört bei einem Handelsvertreter (hier konkret Tupperware-Beraterin) nur die Provision oder auch der Verkaufspreis der Ware zum Entgelt? Hintergrund meiner Frage: Anwendung der Kleinunternehmerregelung § 19 UStG. Die Beraterin erzielte in 2011 Umsätze in Höhe von T€ 19 aus dem Verkauf von Tupperware, diesem Umsatz steht der Wareneinsatz in selber Höhe gegenüber. Daneben erzielte sie Provisionserlöse in Höhe von 5 T€. Fällt sie dann also im Jahr 2012 unter die Regelbesteuerung?

Bin schon gespannt auf Ihre Antwort.

Herzlichen Dank vorab und schöne Grüße,
S.K.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Die Beraterin muss also die Ware kaufen und verkauft die Ware dann im eigenen Namen und auf eigene Rechnung?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Tja, das geht aus den mir vorliegenden Unterlagen nicht hervor. Die Beraterin erhält von der zuständigen Tupperware-Bezirkshandlung jeweils sog. Wochenabrechnungen, wobei es sich im Endeffekt um auf die Beraterin ausgestellte Rechnungen handelt. Auf dem Bestellschein der Endkunden sind sowohl die Tupperware-Bezirkshandlung als auch die Beraterin jeweils mit genauer Anschrift vermerkt. Nähere Infos hierzu habe ich leider nicht.


 


Lt. einem der Beraterin von der Bezirkshandlung überlassenen Schriftstück ist die Tupperware-Beraterin "selbständige Handelsvertreterin im Nebenberuf".


 


Mit freundlichen Grüßen


S. K.

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Also wenn die Beraterin die Waren selbstständig von Tupperware ankauft, bezahlt und dann an die Kunden weiterverkauft, dann ist dieser Warenverkauf als Umsatz zu rechnen und führt in Ihrem Falle dazu, dass die 17.500 EUR des § 19 UstG überschritten werden (§ 19 spricht ja nur vom Umsatz und nicht vom Gewinn).

Von dieser Variante gehe ich in diesem Falle jedoch nicht aus, dagegen spricht schon die Zahlung einer Provision. Würde die Beraterin die Ware kaufen müssen, so wäre es logisch diese wieder mit Gewinn und nicht mit demselben Preis wieder zu verkaufen und die Beraterin aus dem Gewinn zu bezahlen.

Es wird sich daher so verhalten, dass die Beraterin lediglich (wie bei allen Handelsvertretern üblich) die Käufer vermittelt und dafür die Provisionen erhält. Mit den Käufen selbst hat die Beraterin nichts zu tun, so dass allein die Provisionen zum Umsatz zu rechnen ist und nicht der Wareneinsatz/Warenkauf.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt