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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4413
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Guten Morgen, ich habe da mal eine Frage. Mein Lebensgefährte

Kundenfrage

Guten Morgen,
ich habe da mal eine Frage. Mein Lebensgefährte und ich haben eine 2,5 Jahre alte Tochter. Er arbeitet ca. 300 Km entfernt in einer anderen Stadt. Unser Hauptwohnsitz ist dort, wo ich und die Kleine Leben. Er hat einen Zweitwohnsitz dort, wo er arbeitet und kommt nur an den Wochenenden. Wir sind nicht verheiratet und machen getrennte Einkommensteuer. Er überweist mir mtl. freiwillig Unterhalt in Höhe von 650 Euro. Diesen Unterhalt kann er steuerlich absetzen. Nun wollten wir heiraten und die Steuerberaterin meines Freundes meinte, dass er dann den Unterhalt an mich nicht mehr von der Steuer absetzen kann und wir durch Heirat finanziell schlechter stehen. Warum fällt das bei einer Heirat weg? Denn er würde es ja nach wie vor zahlen und zwei Wohnsitze haben wir beruflich bedingt immer noch (ich arbeite teilzeit im öffentlichen Dienst in einer anderen Stadt). Verstehe das nicht, ist es wirklich so, dass der Unterhalt uns steuerlich mehr bringt als zu heiraten? Kann das garnicht glauben.....wir möchten natürlich finanziell nicht schlechter stehen durch eine Heirat. Ich dachte immer, dass man durch eine Heirat mit einem Kind besser da steht. Er verdient ca. 2.800 Euro netto und ich ca. 1000 Euro netto. Können wir Steuerlich irgendwas anders machen was wir bisher vielleicht übersehen haben? Wir kennen uns beide mit Steuerlichen sachen nicht wirklich aus und verlassen uns natürlich auf die Aussagen eines Steuerfachmanns....vielen dank XXXXX XXXXX Mühe im voraus. P.E.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

viellen Dank für Ihre Frage, die gern im Rahmen einer Erstberatung beantworte:

Da Sie beide erwerbstätig sind, wirkt sich bei den angegebenen Einkommens-verhältnissen nur bedingt aus. Außerdem erhalten Sie den Freibetrag für Alleinerziehende in Höhe von jährlich 1308 € gem. §24 b EStG, der bei Eheschließung wegfällt.

Mir ist nicht klar, auf Grund welcher einkommensteuerlichen Regelung der Unterhalt an Sie bei ihm abzugsfähig sein soll. Ich gehe davon aus, dass er die steuerliche Vergünstigung für doppelte Haushaltsführung erhält, sofern er bei Ihnen mit erstem Wohnsitz gemeldet ist.

Es bedarf in der Tat eine genaue Berechnung unter Berücksichtigung aller persönlichen Einkommensverhältnisse, ob eine Eheschließung steuerlich ungünstiger ist. Wenn Ihre Steuerberaterin dies getan hat und zu dem Ihnen mitgeteilten Ergebnis gelangt ist, mag dies im Einzelfall - wie bei Ihnen - durchaus zutreffen, dass die Eheschließung steuerlich ungünstiger ist. Zur Berechnung sind alle steuerlichen Daten erforderlich.

Ich hoffe, dass Ihnen die Hinweise hilfreich sind. Prüfen Sie insbesondere nach, ob tatsächlich die Zahlungen Ihres Lebenspartners als Unterhaltsleistungen steuerlich abzugsfähig sind.

Wenn Sie keine Nachfrage haben, wäre ich für eine positve Bewertung dankbar, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Was bedeutet der Freibetrag für alleinerziehende? Bin ich ja in diesem Sinne nicht oder? Dann könnte ich theoretisch auch die Steuerklasse II in anspruch nehmen?


Ja, mein Lebensgefährte macht die doppelte Haushaltsführung geltend und den freiwillig gezahlten Unterhalt in Höhe von 650 Euro (den er nur aufgrund der doppelten Haushaltsführung geltend machen kann). Dieser würde wegfallen, wenn wir heiraten. Ich war der Meinung, wenn wir heiraten würden wir steuerlich besser stehen, da er dann mehr verdient und ich nur gering weniger mit Klasse V und III.


So wirklich bringt mich die Antwort jetzt nicht weiter und bin genauso schlau wie vorher. Aber vielen Dank für Ihre wirklich schnelle Antwort.

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer ergänzenden Frage teile ich mit, dass Sie in der Tat die Steuerklasse II beantragen können. Die Zahlung Ihres Lebenspartners ist keine Unterhaltszahlung sondern eine Steuerminderung durch die doppelte Haushaltsführung. Diese bleibt aber auch bei Eheschließung erhalten. Nicht mehr in Betracht kommt allerdings der Freibetrag für Alleinerziehende. Dies dürfte allerdings durch den günstigeren Splittingtarif für Ehegatten aufgewogen werden.

Ich hoffe, dass Ihnen die Hinweise hilfreich sind.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

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