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StB Rösner
StB Rösner, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 222
Erfahrung:  Diplom-Kaufmann
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StB Rösner ist jetzt online.

Hallo.Ich habe im Januar den Steuerbescheid für das Jahr

Kundenfrage

Hallo. Ich habe im Januar den Steuerbescheid für das Jahr 2011 erhalten. Als Freiberufler (privater Klavierlehrer) bin ich im Jahr 2011 über die 17500€ Grenze geruscht (ca. 25000€) und habe nun angenommen, das das Finanzamt mich für Umsatzsteurerpflichtig erklärt und zwar rückwirkend ab 2012. Da ich vom Finanzamt aber nichts dergleichen gehört habe, habe ich dort nachgefragt. Sie haben mir dann folgendes schriftlich bestätigt: "Da die Grenzen nach §19UStG nicht überschritten wurden, sind sie weiterhin von der Umsatzsteuer befreit." Wie kommt das Finanzamt darauf? Mit freundlichen Grüßen

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

das ist schon sonderbar. Denn wenn Sie im Jahr 2011 mehr als 17.500 Euro Einnahmen hatten, sind Sie ab 1.1.2012 kein Kleinunternehmer mehr (nicht rückwirkend, sondern unmittelbar ab 1.1.2012).

Man muss sich deshalb wirklich fragen, wie das Finanzamt zu dieser Feststellung kommt.

Haben Sie möglicherweise "besondere Einnahmen", die bei der Beurteilung der Kleinunternehmergrenze nicht berücksichtigt werden, z.B. Private Kfz-Nutzung oder Veräußerung von Wirtschaftsgütern? Die müssten Sie von den Einnahmen abziehen zur Prüfung der 17.500 Euro-Grenze.

Ansonsten ist die Auskunft des Finanzamts wohl falsch.

Stellt sich die Frage, ob Sie sich auf die Antwort des Finanzamts beziehen können, denn es ist keine verbindliche Auskunft, sondern nur eine Unverbindliche.

Da Sie die Auskunft schriftlich haben, können Sie es riskieren, sich darauf zu berufen, für den Fall, dass das Finanzamt für 2012 Umsatzsteuer fordert - die Einnahmen 2012 also ohne Umsatzsteuer erklären.

Wenn Sie ohne Sondererlöse (Kfz-Nutzung, Verkauf von Wirtschaftsgütern) im Jahr 2012 über 17.500 Euro gekommen sind, sollten Sie dann aber spätestens ab 1.1.2013 von Umsatzsteuerpflicht ausgehen (besser gesagt: Keine Kleinunternehmerregelung mehr).

Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösner.


Vielen Dank für die Antwort. Ich gehe auch davon aus, das das Finanzamt hier etwas übersehen hat.


Noch eine rein theoretische Frage: Angenommen das Finanzamt erkennt seinen Irrtum erst bei der Einkommensteuererklärung 2014 (als im Jahr 2015). Können die dann noch die Umsatzsteuer ab 2012 von mir fordern?.


Mit freundlichen Grüßen


Dirk Selter

Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie Kleinunternehmer sind, müsste zwar auch eine Umsatzsteuer-Erklärung abgegeben werden. In der Praxis macht man das aber aus Vereinfachungsgründen häufig nicht. Es sei denn, man verfolgt damit einen Zweck, nämlich dass das Finanzamt nachher nicht sagen kann, man hätte es nicht gewusst.

Wenn Ihre Einnahmen 2011 tatsächlich über 17.500 Euro lagen und Sie 2012 eigentlich umsatzsteuerpflichtig gewesen wären, dann würden Sie mit der Umsatzsteuer-Erklärung, in der Sie Einnahmen über 17.500 Euro als Kleinunternehmer erklären, das Finanzamt natürlich mit der Nase drauf stoßen.

Wenn Sie keine Umsatzsteuer-Erklärung abgeben, kann das Finanzamt grundsätzlich innerhalb der 4-jährigen Festsetzungsverjährung die Umsatzsteuer nachfordern.

Ich gehe jedoch davon aus, wenn Sie für 2012 die Einnahmen-Überschuss-Rechnung abgeben und auch dort die Einnahmen über 17.500 Euro liegen, dass Sie dann erst ab 2013 zur Umsatzsteuer veranlagt werden und die Umsatzsteuer 2012 nicht mehr aufgegriffen wird.

Das hat auch was mit der Überlastung der Finanzämter zu tun. Ich habe auch Fälle, wo die Einnahmen geringfügig über 17.500 Euro liegen und das Finanzamt trotzdem keine Umsatzsteuer-Erklärung verlangt.

Grundsätzlich wären Sie natürlich verpflichtet, für 2012 eine Umsatzsteuer-Erklärung abzugeben. Andererseits haben Sie es vom Finanzamt schriftlich, dass keine USt anfällt.

Die Formulierung des FA "von der Umsatzsteuer befreit" ist übrigens falsch. Ein Kleinunternehmer ist nicht von der USt befreit, die USt wird nur nicht erhoben. Von der Umsatzsteuer befreit ist, wer unter eine Befreiungsvorschrift des § 4 UStG fällt (z.B Ärzte, Versicherungsmakler, Banken). Die Kleinunternehmerregelung steht aber in § 19 UStG. Wenn keine Befreiungsvorschrift vorliegt, ist man dann grundsätzlich mit seinen Kleinunternehmerumsätzen umsatzsteuerpflichtig, muss die (fiktive) Umsatzsteuer (da ja nicht in Rechnung gestellt) aber nicht abführen.

Das ist in Ihrem Fall, wenn Sie hauptsächlich Privatkunden haben, von Vorteil.

Mit freundlichen Grüßen

StB Rösner, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 222
Erfahrung: Diplom-Kaufmann
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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösner.


Vielen Dank für die ausführliche und informative Beantwortung meiner Fragen. Ich werde in den nächsten Wochen die Einnahmen-Überschuss Rechnung für 2012 abgeben und dann ja sehen, wie das Finanzamt bzgl. Umsatzsteuer reagiert.


 


Mit freundlichen Grüßen


Dirk Selter

Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 3 Jahren.
Danke. Gerne wieder. Viel Erfolg.

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