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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4350
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Guten Tag aus Olpe, von meiner verstorbenen Tante habe ich

Kundenfrage

Guten Tag aus Olpe,
von meiner verstorbenen Tante habe ich etwas Geld geerbt.
Steuersatz und Freibetrag liegen hier klar fest. Da ich meine Tante jedoch in den letzten Jahren gepflegt und versorgt habe kann ich wohl einen zusätzliche Freibetrag von € 20.000,- erhalten.
Da auch meine Mutter - ebenfalls Erbin - in bestimmten Maße an der Pflege beteiligt war habe ich - nach Rücksprache mit einem Finanzbeamten auch für sie diesen Freibetrag - jedoch nur zu 50% beantragt.
Jetzt, neuer Sachbearbeiter, heißt es plötzlich, die 20.000,-€ werden insgesamt nur einmal gewährt, und wurden anteilig meiner Mutter und mir angerechnet (je 10.000,-€).
Meine nochmalige Nachfrage beim ersten Sachbearbeiter gibt die Klare Antwort:
der Freibetrag von max. 20.000,-€ kann für mehrer Personen beantragt und gewährt werden.
Können Sie hier Klärung schaffen, und letztere Auskunft bestätigen?!
Vielen Dank XXXXX XXXXX Mühen
Hanno Schmidt
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Die gesetzliche Regelung für den Pflegefreibetrag findet sich in § 13 Abs.1 Nr. 9 ErbStG.

Dort heißt es:

Steuerbefreiungen

Steuerfrei ist ein steuerpflichtiger Erwerb bis zu 20.000 Euro, der Personen anfällt, die dem Erblasser unentgeltlich oder gegen unzureichendes Entgelt Pflege oder Unterhalt gewährt haben, soweit das Zugewendete als angemessenes Entgelt anzusehen ist;

Daraus wird in der Literatur und der Finanzgerichtsrechtsprechung (Niedersächsisches Finanzgericht, Finanzgericht Baden-Württemberg) hergeleitet, dass es sich nicht um einen Freibetrag (....bis zu 20000 €!] oder Pauschbetrag handelt.

Danach ist wohl zutreffend, dass die Pflegeleistung für den Erblasser auf die Pflegepersonen aufzuteilen ist. Allerdings erschließt sich diese Auslegung der Regelung m.E. nicht zwingend.

Jedenfalls hat das Niedersächsische Finanzgericht zu dem entschiedenen Fall die Revision an den Bundesfinanzhof zugelassen, die dort derzeitig noch anhängig ist.

Sie sollten versuchen, bei dem Finanzamt zu erwirken, dass die Entscheidung über die Gewährung des Freibetrages bei beiden Erben (in Höhe von 20000 € für jeden oder aufzuteilen) bis zum Vorliegen der Entscheidung des Bundesfinanzhofes zurückgestellt wird.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Hinweise hilfreich sind. Ich wäre für eine positive Bewertung meiner Ausführungen dankbar, damit meine Leistung honoriert wird.

Mit freundlichen Gräüßen
Prof. Nettelmann





Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Fragen zu meinen Ausführungen? Ansonsten wäre ich für eine Bewertung meiner Antwort dankbar, damit meine Leistung honoriert wird.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich habe noch kein feedback zu meinen Ausführungen von Ihnen erhalten. Haben Sie noch ergänzende Fragen?

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

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