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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4282
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Eine GmbH mietet eine gewerbliche Immobilie und zahlt auf die

Kundenfrage

Eine GmbH mietet eine gewerbliche Immobilie und zahlt auf die Miete+Nebenkosten Umsatzsteuer (Vermieter optiert zur USt., GmbH entsprechender Vorsteuerabzug). Nun wird ein Teil der Immobilie von der GmbH an einen Heilpraktiker untervermietet (umsatzsteuerfreie Leistungen). Wie verhält es sich hier mit der Ust.?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Eine Option zur Umsatzsteuer ist nur möglich, wenn der Mieter ein Unternehmer ist - dies ist umsatzsteuerlich auch der Heilpraktiker - aber der Unternehmer muss zum Vorsteuerabzug berechtigt sein. Dies ist bezüglich des Heilpraktiker nicht der Fall.

Gleichzeitig können Sie die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer des Vermieters nur in der Höhe als Vorsteuer abziehen, als sie nicht auf die untervermieteten Räume entfällt.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Frage beantwortet habe. Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar,damit meine Leistung durch das ausgelobte Honorar vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke für die Auskunft. Entfällt damit aber nicht auch die Möglichkeit für den Vermieter zur USt.-Steuer zu optieren, da mehr als 5% des Umsatzes der GmbH mit Ust.-freien Leistungen erbracht werden?

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer ergänzenden Frage teile ich mit: Für die Option zur Umsatzsteuer durch einen Vermieter ist nur die Unternehmereigenschaft des Mieters und dessen Abzugsberechtigung bezüglich der Vorsteuer erforderlich. Es kommt nicht darauf an, dass der Mieter die ganze Vorsteuer absetzen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Guten Tag Herr Prof. Nettelmann,


 


sie hatten meine Frage ja bereits beantworten, widersprechen damit aber nun meinem Steuerberater vor Ort, der auf Basis eines Kommentares von Bunjes 2012 anders argumentiert. Nach dieser Meinung fällt durch die Untervermietung an einen Heilpraktiker der umsatzsteuerfreie Leistungen erbringt auch die Möglichkeit für den ursprünglichen Vermieter, seinerseits zur Umsatzsteuer zu optieren. Was könnte zur Klärung der Frage beitragen?


 


Mit freundlichen Grüßen


 


 

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie vorsteuerabzugsberechtigter Mieter kann Ihr Vermieter selbstverständlich Ihnen gegenüber optieren, denn es kommt nur darauf an, dass der Mieter - nicht auch ein Mieter Ihrerseits - vorsteuerabzugsberechtigt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

ja, das habe ich schon verstanden, mir ist die Frage, wie sie das begründen. Ihre Aussage ist konträr zur Meinung meines Steuerberater vor Ort, der mich auf UstAE 9.2. (UStR 148a) verweist.


 


 

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Überprüfung der Rechtsauffassung Ihres Steuerberaters teile ich mit:

Sofern bei Anmietung der Räumlichkeiten durch Sie dem Vermieter bekannt war, dass Sie eine Untermietung an einen umsatzsteuerfreien Mieter vornehmen, hätte er insoweit bezüglich dieses Teiles der Vermietung nicht optieren können.

Fraglich ist, wie die Option des Vermieters zu beurteilen ist, wenn er von der Untervermietung nichts wußte bzw. weiß. Denn der Mietvertrag ist zu den Bedingungen abgeschlossen, das heißt mit der grundsätzlich zulässigen Option des Vermieters.

Sie können natürlich einvernehmlich regeln, dass der Vermieter insoweit die Option auf den von Ihnen im Rahmen vorsteuerabzugspflichtiger Nutzung beschränkt. Er gewährt in diesem Fall die zu viel berechnete Umsatzsteuer zurück und berichtigt seine Umsatzsteuererklärung gegenüber dem Finanzamt insoweit.

M.E. könnte das Problem insoweit gelöst werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Hinweisen hilfreich gewesen zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

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