So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an K. Severin.
K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 890
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Hallo, ich wohne und arbeite derzeit in Hessen und möchte eine

Kundenfrage

Hallo, ich wohne und arbeite derzeit in Hessen und möchte eine Stelle in Bayern antreten, aber meinen Wohnsitz in Hessen behalten. D. h. ich würde vorübergehend in Bayern z. B. in einer Pension wohnen und wochenends nach Hause (Hessen) fahren.
Meine Frage(n):
1. Muss ich einen neuen Wohnsitz (Zweitwohnsitz?) anmelden und wenn ja, wo.
2. Wo muss ich meine Steuererklärung abgeben?

Danke XXXXX XXXXX Antwort!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Kundin,

 

vielen Dank für ihre Anfrage bei JustAnswer.

 

Diese beantworte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben gern wie folgt:

 

1. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, einen Zweitwohnsitz eintragen zu lassen für ihren Zweitwohnsitz in Bayern.

 

Den Zweitwohnsitz können Sie auch im Einwohnermeldeamt des Erstwohnsitzes eintragen lassen.

 

Die benötigten Formulare liegen beim Einwohnermeldeamt kostenlos aus. An den sogenannten Ämtertagen müssen Sie dort mit langen Wartezeiten rechnen. Nicht jedoch, wenn Sie kurz nach Beginn der Öffnungszeit erscheinen, denn die Öffnungszeiten am Vormittag sind naturgemäß weniger gut besucht, da die meisten Menschen zu dieser Zeit arbeiten.

 

Eine Anmeldung des Zweitwohnsitzes ist unter Umständen auch per Post möglich. Informieren Sie sich darüber auf der Homepage des zuständigen Einwohnermeldeamtes. Sie müssen dann das entsprechende Formular selbst ausdrucken und ausgefüllt an die Behörde schicken. Legen Sie auch gleich eine Kopie Ihres Personalausweises bei.

 

2. Wenn Sie neben ihrem Erstwohnsitz einen Zweitwohnsitz unterhalten, dann ist gemäß § 19 Abs.1 Abgabenordnung das Finanzamt an demjenigen Wohnsitz für Sie örtlich zuständig, an dem Sie sich überweigend aufhalten. Sind Sie verheiratet und leben nicht von ihrem Ehegatten dauernd getrennt, dann ist der Wohnsitz maßgebend, an dem sich die Familie vorwiegend aufhält.

 

§ 19 Abs.1 Abgabenordnung hat folgenden Wortlaut:

 

(1) 1 Für die Besteuerung natürlicher Personen nach dem Einkommen und Vermögen ist das Finanzamt örtlich zuständig, in dessen Bezirk der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz oder in Ermangelung eines Wohnsitzes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Wohnsitzfinanzamt). 2 Bei mehrfachem Wohnsitz im Geltungsbereich des Gesetzes ist der Wohnsitzmaßgebend, an dem sich der Steuerpflichtige vorwiegend aufhält; bei mehrfachem Wohnsitz eines verheirateten Steuerpflichtigen, der von seinem Ehegatten nicht dauernd getrennt lebt, ist der Wohnsitz maßgebend, an dem sich die Familie vorwiegend aufhält. 3 Für die nach § 1 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes und nach § 1 Abs. 2 des Vermögensteuergesetzes unbeschränkt steuerpflichtigen Personen ist das Finanzamt örtlich zuständig, in dessen Bezirk sich die zahlende öffentliche Kasse befindet; das Gleiche gilt in den Fällen des § 1 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes bei Personen, die die Voraussetzungen des § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 des Einkommensteuergesetzes erfüllen, und in den Fällen des § 1 a Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gegebenenfalls gerne zur Verfügung.

 

Weiter darf ich Sie höflich bitten meine Antwort positiv zu bewerten damit meine Leistung vergütet wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

K. Severin und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Vielen Dank für die Auskunft. Hat mir soweit geholfen. Sollte mir dazu noch etwas einfallen, darf ich mich sicher nochmals an Sie wenden.


Gruß


Margareta

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Kundin,

es freut mich sehr, wenn Ihnen meine Antwort weitergeholfen hat.

Sie können sich auch gerne wieder an mich wenden, wenn Sie noch Anschlussfragen haben.

Es wäre aber sehr schön, wenn Sie meine Antwort zuvor positiv bewerten, damit ich für meine bisher erbrachte Leistung vergütet werde.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsaanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Hallo Herr Severin,


ich habe noch eine Anschlussfrage:


Ich beziehe Unterstützung nach SGBII (Geringverdiener). Hat die Anmeldung eines Zweitwohnsitzes negative Auswirkungen auf die Beihilfe?


Danke für die Antwort.


 


P..: Ich werde Ihre Antwort noch als positiv bewerten!

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Kundin,

die Anmeldung eines Zweitwohnsitzes selbst wirkt sich nicht negativ auf ihre Bezüge als Geringverdiener aus, sondern unter Umständen das Gehalt, das Sie für ihre Tätigkeit in Bayern erzielen. Dieses müssen Sie sich nämlich nach Abzug eines Freibetrags auf ihre Unterstützung nach SGB II anrechnen lassen, wodurch ihr Anspruch gegen dem Staat entsprechend gemindert wird.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Steuern