So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an K. Severin.

K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 859
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, für meine Cousine, 72 Jahre,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

für meine Cousine, 72 Jahre, verwitwet, (im Internet nicht so bewandert) möchte ich folgenden Sachverhalt aufklären:

Meine Cousine bezieht seit 2005 folgende Brutto-Renten p.a.:
gesetzl. Witwenrente ihres vor ca. 10 Jahren verstorbenen Ehemannes: ca. 16.800,-- €,
ihre eigene gesetzl. Rente: ca. 3.250,-- €,
die Betriebsrente ihres verstorbenen Ehemannes: ca. 7.800,-- €.

Ihr Steuerberater in Saarbrücken hat für sie im Jahre 2006 eine Steuererklärung abgegeben.
Durch Bescheid des Finanzamtes Saarbrücken ist sie von der Steuer für die Jahre 2007, 2008 und 2009 befreit worden.

Nach Auffordrung durch das Finanzamt für das Jahr 2010 eine Steuererklärung abzugeben, ist der Kanzlei ihres Steuerberaters „aufgefallen“, dass in der Steuerklärung von 2006 die gesetzl. Witwenrente nicht korrekt, d.h. zu niedrig angegeben worden ist. Zunächst ist versucht worden, meiner Cousine diese Tatsache anzulasten mit der Begründung, sie habe nicht vollständige Angaben gemacht, da sie ja noch „Zusatzeinkommen“ habe.

Aus den der Kanzlei vorgelegten Rentenbescheiden geht eindeutig hervor, dass es ein offensichtlicher Ablesefehler der Kanzlei gewesen ist, dass der Betrag der gesetzlichen Rente nicht korrekt angegeben worden ist.
In diesem Rentenbescheid, der der Kanzlei eindeutig im Jahre 2005 vorgelegen hat, ist die monatliche gesetzl. Witwenrente mit ca. (ich muss aus der Erinnerung zitieren, weil mir momentan die Bescheide nicht vorliegen) 1.067,-- € angegeben, in der nächsten Zeile befindet sich dann der Betrag („aus Höherversicherung + 333,--€“, also ca. 4.000,-- € p.a.), der von der Kanzlei nicht berücksichtig worden ist, und der letztendlich zur Steuerbefreiung für die Jahre 2007 – 2009 geführt hat.

Nachdem sich der Steuerberater mit dem Finanzamt in Verbindung gesetzt und meine Cousine zu einem persönlichen Gespräch in die Kanzlei gebeten hatte, hat dieser sich mit einem recht ansehnlichen Blumenstrauß bei meiner Cousine entschuldigt und ihr vorgeschlagen, einen Antrag zur Änderung der Steuerklärung für das Jahr 2006 – mit den jetzt korrekten Angaben - zu unterschreiben, was sie auch getan hat.
Erklärt wurde ihr dann, dass man nun doch für die Jahre 2007-2009 und auch 2010 Steuererklärungen abgeben müsse. Sie müsse mit Nachzahlungen und auch Zinszahlungen rechnen.
Die Erklärungen wurden abgeben und die Steuerbescheide sind am 28.12.2012, und zwar für die Jahre 2006 bis 2010, erlassen worden.

Hiernach ergeben sich Nachzahlungen und Zinszahlungen an das Finanzamt i.H.v. ca.
1.000,-- €. An Honorarforderungen für 2007, 2008, 2009 und 2010 hat der Steuerberater ca. 700,-- € geltend gemacht (der Höhe nach, sollen diese Honorare nicht angefochten werden).

Bezüglich der Betriebsrente hat das Finanzamt bzgl. der 40-%-Klausel pp. Für die Jahre 2006, 2008 – 2010 korrekt jeweils 3.900,-- € in Abzug gebracht. Für das Jahr 2007 hat es lediglich 1.625,-- € berücksichtigt.

Hier jetzt unsere Fragen:

Soll gegen den Bescheid aus 2007 Einspruch eingelegt werden, oder kann dies auch persönlich mit dem zuständigen Sachbearbeiter des Finanzamtes geklärt werden?

Wer soll für die Zinszahlungen aufkommen?
Kann der Steuerberater diese bei seiner Betriebshaftpflichtversicherung geltend machen?

Wer soll für die Nachzahlungen aufkommen?
Kann der Steuerberater diese bei seiner Betriebshaftpflichtversicherung geltend machen?

Ist es aus berufsethischer Sicht nicht verwerflich auch noch Honorare für die nachträglichen Erklärungen zu fordern?

Wie steht es in „unserem“ speziellen Fall mit Verjährungsfristen? Können die hier greifen?

Unser Ziel wäre es, die Nachzahlungen an das Finanzamt zu leisten. Im „Gegenzug“ soll der Steuerberater auf seine Honorare verzichten und die Zinszahlungen tragen.
So würden beide Seiten ca. jeweils die Hälfte der Kosten tragen.
Macht es Sinn, mit dieser Vorstellung an den Steuerberater heranzutreten?

Macht es Sinn, dem Steuerberater mit dem Gang zur Kammer, zum Beispiel mit „Schlechterfüllung“ oder einem „Vermittlungsverfahren“, zu „drohen“?

Ihre geschätzte Antwort erwarte ich mit Spannung.

Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Kunde, vielen Dank für ihre Anfrage bei JustAnswer. Diese beantworte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben gerne wie folg:

 

Ihre Cousine sollte gegen den Einkommensteuerbescheid für 2007 Einspruch einlegen, damit der Abzugsbetrag in richtiger Höhe berücksichtigt wird. Die Einspruchfrist beträgt einen Monat und beginnt ab dem Zeitpunkt zu laufen, in dem der Einkommensteuerbescheid für das Kj. 2007 ihrer Cousine zugegangen ist.

 

Den Zinsschaden muss der Steuerberater ersetzen, da die Verzinsung der Steuerforderung auf dem Verschulden des Steuerberaters beruht. Hätte er die Renteneinkünfte pflichtgemäß ermittelt und erklärt, dann hätte ihre Cousine die Einkommensteuer auf ihre Rente bei Fälligkeit beglichen und die Zinsen wären nicht entstanden. Für den Zinsschaden ihrer Cousine haftet die Berufshaftpflichtversicherung des Steuerberaters Es wäre deshalb sinnvoll, wenn ihre Cousine diesen Schaden bei dieser geltendmacht. Der Steuerberater ist vertraglich und berufsrechtlich dazu verpflichtet, ihr seine Berufshaftpflichtversicherung zu benennen.

 

Für die Steuernachzahlung haftet der Steuerberater nicht, da sein Verschulden nicht ursächlich für diese ist. Dies hängt damit zusammen, dass die Rentensteuer auch dann entstanden wäre, wenn der Steuerberater die Renteneinkünfte in der Einkommensteuererklärung vollständig berücksichtigt hätte, so wie es aufgrund der entsprechenden Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes seine Pflicht gewesen wäre. Es fehlt deshalb an der für die Entstehung eines Schadensersatzsanspruchs erforderlichen Kausalität zwischen schuldhafter Verletzung des Steuerberatungsvertrags durch den Steuerberater und der Steuernachzahlung ihrer Cousine.

 

Die Steuerforderungen für die entsprechenden Steuerjahre sind noch nicht verjährt.

 

Rechtlich ist es möglich, dass ihre Cousine mit dem Steuerberater einen außergerichtlichen Vergleich schließt, in dem dieser auf sein Honorar verzichtet und sich verpflichtet, die Verzinsung der Steuerforderungen wirtschaftlich zu tragen. Ich würde ihm aber an Stelle ihrer Cousine nicht sofort mit einer Rüge wegen Schlechterfüllung und der Einleitung eines Vermittlungsverfahren bei der Steuerberaterkammer drohen. Nach meiner Erfahrung fördert dies nicht die Bereitschaft einer Partei, einen für Sie wirtschaftlich nachteiligen Vergleich zu schließen. Sollte der Steuerberater nicht den Vergleichsvorschlag ihrer Cousine annehmen, dann kann diese mit einem Schadensersatzanspruch in Höhe der Zinsen gegen die Honorforderung des Steuerberaters aufrechnen und diese dadurch um den Zinsbetrag mindern, wenn die Berufshaftpflichtversicherung nicht den Zinsschaden ihrer Cousine begleicht.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gerne zur Verfügung, wenn ihre Fragen noch nicht vollständig beantwortet sind.

 

Weiter darf ich Sie höflich bitten meine Arbeit zu vergüten, indem Sie meine Antwort positiv bewerten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.


Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Severin,


 


vielen Dank für die ausführliche Information.


 


Ich werde die Sache Morgen, Mittwoch, 9.1.2013, mit meiner Cousine besprechen und Ihnen dann weitere Nachricht geben.


 


Mit freundlichen Grüßen


 


Alfons Görgen

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Görgen,

vielen Dank für die Information.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Görgen,

haben Sie noch Fragen nach Rücksprache mit ihrer Cousine?

Wenn nicht, dann darf ich Sie nochmals höflich bitten meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit vergütet wird.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Severin,


 


nach Rücksprache mit meiner Cousine ergibt sich folgender Sachstand:


 


Bei einem heutigen Gespräch der beiden Parteien, hat der Steuerberater mit dem Finanzamt Kontakt aufgenommen. Das Finanzamt wird die Bescheide von 2007 und 2010 aufheben und neue Bescheide erlassen.


Über Honorare und Haftung bezüglich der zu leistenden Zinsen ist nicht gesprochen worden. Hierzu möchte sich meine Cousine gegenüber ihrem Steuerberater erst äußern, wenn sie die berichtigten Bescheide in Händen hält.


Steuerberater und Sachbearbeiter beim Finanzamt haben schnellstmögliche Erledigung zugesagt.


 


Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,


möglicherweise ergeben sich aus den berichtigen Bescheiden, bzw. der anschließenden Diskussion mit dem Steuerberater weitere Fragen Sie.


 


Ihr Einverständnis voraussetzend, erlauben Sie mir daher bitte, den "Smiley-Button" erst dann zu drücken, wenn ich absolut sicher bin, keine Fragen mehr an Sie zu haben.


 


Ich habe mir die Sache für Mittwoch, den 23.01.2013, auf Frist gelegt.


 


Mit freundlichen Grüßen


 


Alfons Görgen


 

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Görgen,

 

ich bin mit dieser Vorgehensweise selbstverständlich einverstanden.

 

Bitte treten Sie wieder an mich heran, wenn Sie über die erforderlichen

Informationen verfügen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,


 


wir warten weiter auf die berichtigen Bescheide des Finanzamtes.


Sobald diese eintreffen, werde ich Nachricht geben.


 


Mit freundlichen Grüßen


 


Alfons Görgen

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Görgen,

 

nachdem jetzt einige Zeit seit Beantwortung ihrer Frage durch mich vergangen ist möchte ich Sie nochmals höflich darum bitten, meine Leistung durch eine positive Bewertung meiner Antwort zu vergüten.

 

Ich stehe Ihnen abgesehen davon selbstverständlich gerne wieder zur Verfügung, wenn die Bescheide des Finanzamts vorliegen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
< Zurück | Weiter >
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
  • Hervorragende und außerordentlich liebenswürdige Hilfe! Ich werde bei Bedarf bestimmt wieder auf JustAnswer zurückgreifen und bin sehr dankbar, dass es so etwas gibt! Dr. Gert Richter Verl
  • Danke für die schnelle Hilfe. Sehr schön, auch an einem Sonnabend ist jemand zu erreichen. Janine Gaus Bielfeld
  • Für mich persönlich war die Antwort sehr hilfreich. Vielen Dank an den Experten! Daniela H. Dortmund
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • Prof.Nettelmann

    Prof.Nettelmann

    Steuerberater

    Zufriedene Kunden:

    3162
    HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/PR/Prof.Nettelmann/2012-4-12_9146_Prof.AchimNettelmann2.64x64.jpg Avatar von Prof.Nettelmann

    Prof.Nettelmann

    Steuerberater

    Zufriedene Kunden:

    3162
    HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/OL/OliverBurchardt/2011-9-5_84013_Bild.64x64.jpg Avatar von OliverBurchardt

    OliverBurchardt

    Steuerberater

    Zufriedene Kunden:

    180
    Wirtschaftsprüfer Certified Public Accountant Chartered Financial Analyst
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/MelTAXde/2010-12-01_044929_mixxt.jpg Avatar von Melanie Winkelmann

    Melanie Winkelmann

    Steuerberaterin

    Zufriedene Kunden:

    6
    Rechnungslegung (IFRS, HGB), Steuerrecht
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/KS/KSRecht/2011-3-11_10309_P1010055.64x64.JPG Avatar von K. Severin

    K. Severin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    312
    Fachanwaltslehrgang für Steuerrecht
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RA/RainNitschke/2011-5-18_175512_nitschke2.64x64.jpg Avatar von RainNitschke

    RainNitschke

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    259
    Fachanwaltslehrgang Steuerrecht; Vorbereitungskurs zum Steuerberaterexamen
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RW/RWUPStB/2011-8-15_103011_Bildjustanswer.64x64.JPG Avatar von RW-UP_StB

    RW-UP_StB

    Steuerberater

    Zufriedene Kunden:

    25
    MScBM
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/ME/messerblock/2013-10-29_131717_xing2.64x64.jpg Avatar von StB Lipp

    StB Lipp

    Steuerberater

    Zufriedene Kunden:

    95
    Dipl. Betriebsw. (FH), CIA
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Steuern