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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 858
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Ein deutscher Tanzsportverein (gemeinnützig) will Training

Kundenfrage

Ein deutscher Tanzsportverein (gemeinnützig) will Training von einem polnischen Trainer mit Wohnsitz in Polen durchführen lassen. Er soll nicht angestellt sein und pro Woche ca. 6-15 Trainingsstunden geben. Wie sieht die steuerliche Behandlung des Honorars aus? Reicht es, wenn der Trainer uns eine Rechnung über die erbrachten Stunden schreibt und wir dies als Honorar überweisen? Wer muss wo wieviel Steuern zahlen / abführen?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Kunde,

 

vielen Dank für ihre Anfrage bei JustAnswer, die ich gern wie folgt beantworte:

 

Sie können den Trainer freiberuflich beschäftigen und einen entsprechenden Vertrag über die von ihm abzuleistenden Trainingsstunden schließen, die er dem Verein selbst in Rechnung stellt. Auf einen Ausweis der deutschen Umsatzsteuer in seiner Rechnung an den Verein kann der Trainer verzichten, wenn der von ihm in der BRD erbrachte Gesamtumsatz im vergangenen Jahr nicht mehr als € 17.500.- betragen hat und im laufenden Jahr nicht mehr als € 50.000.- beträgt. Nimmt der Trainer seine selbständige Tätigkeit als Tanztrainer im kommenden Jahr 2013 erstmalig auf, so darf der von im erzielte Jahresumsatz nicht mehr als € 17.500.- betragen. Dies ergibt sich aus der sogenannten Kleinstunternehmerregelung des § 19 Abs.1 ff. Umsatzsteuergesetz in Verb, mit der entsprechenden Umsatzsteuerrichtlinie. Die Einkünfte, die der Tanztrainer aus seiner selbständigen Tätigkeit erzielt, sindweiter in der BRD beschränkt steuerpflichtig und fallen in der Republik Polen nach dem Welteinkommensprinzip, das dort durch den Wohnsitz des Tanztrainers in Polen gilt, auch unter die polnische Steuer. Es entsteht daraus ein Doppelbesteuerungsproblem, das wie folgt vermieden wird:

 

Gemäß § 2 Abgabenordnung in Verb. mit Art.14 Abs.1 des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen den der BRD und der Republik Polen steht aber der Republik Polen das alleinige Besteuerungsrecht an den Einkünften des Tanztrainers aus dessen selbständiger Tätigkeit für ihren Verein in der BRD zu, wenn dieser in Polen ansässig ist (ständiger Wohnsitz) und er keine feste Geschäftseinrichtung in der BRD unterhält, von der aus das Tanztraining vonimmt.

 

Wie hoch die Steuer in Polen sein wird kann ich Ihnen leider nicht mitteilen, weil ich nur deutsche Steuern berarbeite. Ich rate dazu, dies durch einem Kollegen in Polen prüfen zu lassen.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gern zur Verfügung, wenn ihre Frage noch nicht vollständig beantwortet ist.

 

Weiter darf ich Sie höflich bitten meine steuerliche Beratung positiv zu bewerten, damit meine Arbeit vergütet wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Kunde,


leider haben sich bei der Bearbeitung ihrer Frage ein paar Tippfehler ergeben, die ich korrigieren will. Hier deshalb die korrigierte Fassung meiner Antwort:

 

Sie können den Tanztrainer freiberuflich beschäftigen und einen entsprechenden Vertrag über die von ihm abzuleistenden Trainingsstunden schließen, die er dem Verein selbst in Rechnung stellt. Auf einen Ausweis der deutschen Umsatzsteuer in dessen Rechnung an den Verein kann der Trainer verzichten, wenn der von ihm in der BRD erbrachte Gesamtumsatz im vergangenen Jahr nicht mehr als € 17.500.- betragen hat und im laufenden Jahr nicht mehr als € 50.000.- beträgt. Nimmt der Trainer seine selbständige Tätigkeit als Tanztrainer im kommenden Jahr 2013 erstmalig auf, so darf der von im erzielte Jahresumsatz nicht mehr als € 17.500.- betragen. Dies ergibt sich aus der sogenannten Kleinstunternehmerregelung des § 19 Abs.1 ff. Umsatzsteuergesetz in Verb. mit der entsprechenden Umsatzsteuerrichtlinie. Die Einkünfte, die der Tanztrainer aus dessen selbständigen Tätigkeit für ihren Verein erzielt sind in der BRD beschränkt steuerpflichtig. Da der Tanztrainer seinen Wohnsitz in Polen hat, ist er mit diesen Einkünften in Polen unbeschränkt einkommensteuerpflichtig, was eine Besteuerung des Welteinkommens durch den polnischen Staat zur Folge hat.

 

Eine Doppelbesteuerung der Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit als Tanztrainer in der BRD wird aber wie folgt vermieden:


Gemäß § 2 Abgabenordnung in Verb. mit Art.14 Abs.1 des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen den der BRD und der Republik Polen steht der Republik Polen das alleinige Besteuerungsrecht an den Einkünften des Tanztrainers aus dessen selbständiger Tätigkeit für ihren Verein in der BRD zu, wenn dieser in Polen ansässig ist (ständiger Wohnsitz) und er keine feste Geschäftseinrichtung in der BRD unterhält, von der aus das Tanztraining vonimmt.


Wie hoch die Steuer in Polen sein wird kann ich Ihnen leider nicht mitteilen, weil ich nur deutsche Steuern bearbeite. Ich rate dazu, dies durch einen Kollegen in Polen prüfen zu lassen.


Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gern zur Verfügung, wenn ihre Frage noch nicht vollständig beantwortet ist.


Weiter darf ich Sie nochmals höflich bitten meine steuerliche Beratung positiv zu bewerten, damit meine Leistung vergütet wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

 

 

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Severin,


 


vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort. Trotzdem habe ich noch Fragen:


Der Trainer hat seinen ständigen Wohnsitz in Polen, er nimmt in 2013 seine selbständige Tätigkeit in Deutschland erstmalig auf und hat keine feste Geschäftseinrichtung in Deutschland. Das Honorar im genannten Verein beträgt nicht mehr als 17.500,00 € p.a.


Für den Verein wäre es günstig, wenn er lediglich die durch den Trainer eingereichten Rechnungen bezahlt.


1. Muss der Verein von ihm einen Nachweis fordern, dass er in Polen selbständig ist bzw. Steuern abführt oder muss der Verein die Steuern in Polen abführen?


3. Ist es nachteilig, wenn in der Rechnung Fahrkosten zum/vom Trainingsort aufgeführt werden?


2. Sind folgende Klauseln im Honorarvertrag in diesem Zusammenhang korrekt:



  • Der Trainer erhält für seine Leistungen ein Honorar pro Stunde in Höhe von __________€.

  • Der Honorarbetrag versteht sich inklusive gesetzliche Mehrwertsteuer. Mit diesem Honorar sind auch ev. anfallende Kosten für Vor- und Nachbereitung abgegolten.

  • Der Trainer gilt im Verhältnis zum Verein als selbstständig im Sinne des Einkommenssteuergesetzes; daher sind die diesbezüglichen Steuern und Sozialabgaben, insbesondere die Rentenversicherungspflicht nicht von dem Auftraggeber zu entrichten. Der Trainer bestätigt, dass seine Tätigkeit nicht überwiegend und nicht regelmäßig für den Auftraggeber erfolgt.


 


Ich wünsche harmonische und gesunde Feiertage und bedanke XXXXX XXXXXür Ihre Antwort.


Mit freundlichen Grüßen


C.H.

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Kunde,

 

vielen Dank für ihre Anschlussfrage, die ich gern wie folgt beantworte:

 

1. Der Verein muss keine Steuern für den Tanztrainer in Polen abführen, sondern der Trainer ist dafür selbst verantwortlich. D.h. er muss seine Einkünfte als Tanzlehrer für ihren Verein in der BRD in Polen in seiner Einkommensteuererklärung für 2013 angeben und dann die Steuern eigenständig abführen.

 

2. Es sollten die Fahrkosten nicht in der Rechnung aufgeführt werden, damit der Tanztrainer den Ersatz der Fahrkosten durch den Verein nicht versteuern muss.

 

3. Sie können den Honorarvertrag so formulieren, allerdings ist das Honorar nicht umsatzsteuerpflichtig, sodass auf den Hinweis, dass mit dem Honorar die gesetzliche Mehrwertsteuer mit abgegolten wird, verzichtet werden kann.

 

Ich hoffe damit ihre Anschlussfrage beantwortet zu haben und bedanke XXXXX XXXXXür ihre freundlichen Wünsche.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Severin,


 


vielen Dank für Ihre "Feiertagsarbeit", ich bin sehr zufrieden, es ergibt sich jedoch abschließend folgende Fragestellung.


 


Wir möchten die Fahrkosten als Auslagenersatz erstatten, ähnlich wie ja auch ein Handwerker Fahrkosten geltend machen kann.


Wenn wir in den Honorarvertrag aufnehmen, dass wir dem Trainer die Fahrkosten zum/vom Training von zu/nach Hause erstatten, besteht da die Gefahr, dass die Täigkeit vom Finanzamt als abhängige Beschäftigung angesehen wird?


Oder sollten wir diesen Passus nicht in den Vertrag aufnehmen und der Trainer führt entweder in der Rechnung die Fahrkosten extra auf oder macht dafür eine extra Rechnung?


 


Mit freundlichen Feiertagsgrüßen


C.H.

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Kunde,

 

wenn Sie eine Klausel in dem Honorarvertrag aufnehmen, wonach der Trainer berechtigt ist, die Fahrkosten zum Verein jeweils in Rechnung zu stellen, so führt das nicht zu Einkünften aus nicht selbständiger Arbeit.

 

Eine solche Vertragsklausel führt als Nebenabrede zur Hauptleistung die freiberuflich erbracht wird, zu keinem lohnsteuerpflichtigen Beschäftigungsverhältnis zwischen dem Verein und dem Trainer im steuerrechtlichen Sinn.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 858
Erfahrung: Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Severin,


 


ich danke Ihne nnochmals für die Beantwortung meiner Fragen und wünsche Ihnen für 2013 erfolgreiche 12 Monate und alles Gute.


 


Mit freundlichen Grüßen


 


C.H.

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Kunde,

gern geschehen und vielen Dank!

Auch Ihnen ein ganz schönes und erfolgreiches 2013.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

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