So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Prof.Nettelmann.
Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4282
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
Prof.Nettelmann ist jetzt online.

In der EkSt. Erklärung 2010 habe ich Verluste aus Kapitalvermögen

Kundenfrage

In der EkSt. Erklärung 2010 habe ich Verluste aus Kapitalvermögen geltend gemacht. Das FA hat den Verlust grundsätzlich in voller Höhe festgestellt jedoch bis 2008 zurückgetragen, so dass:
1. der Prozentsatz der Verluste aus Kapitalvermögen, der jährlich geltend gemacht werden kann zu meinen Ungunsten ausfält
2. der Hebel durch den Spitzensteuersatz 2010 nicht zum Tragen kommt, sondern Teile des Verlustes gar nicht steuerlich wirksam werden.

Ich habe dann entsprechend § 10d Abs. 1 Satz 5 EStG darauf hingewiesen, dass ein Verlustrücktrag nicht gewünscht ist und ein Rücktrag mit 0 Euro anzusetzen sei. Darauf rief mich die Bearbeiterin an und erzählte mir, Sie wisse mit meinem Schreiben nichts anzufangen; der Rücktrag würde aufgrund der Insolvenz in 2004/2005 erfolgen und dies sei auch richtig so, da die Verluste zu diesem Zeitpunkt entstanden seien.

Wie kann ich die Verluste im Jahr 2010, in dem diese für mich tatsächlich angefallen sind geltend machen? Ein weiterer Vortrag wäre ok, ein Rücktrag nicht.

Hier die chronologisch Details zum Sachverhalt.
- ich war mit 50% an der X GmbH beteiligt, die im Herbst 2004 Insolvenzantrag stellte
- im Januar 2005 wurde das Verfahren mangels Masse abgewiesen, das Verfahren wurde nicht eröffnet
- im Juli 2005 habe ich ein notarielles Schuldanerkenntnis unterzeichnet über ca. 250.000 Euro
- die Forderungen der Bank basierten auf KfW und DtA Existenzgründungsdarlehen sowie Bürgschaften für die GmbH (Kontokorrent, etc.)
- das Stammkapital wurde als Verlust aus Kapitalvermögen in einer früheren EKSt-Erklärung anerkannt
- im März 2006 wurde die Gesellschaft gemäß § 141 a Absatz 1 FGG wegen Vermögenslosigkeit von Amts wegen gelöscht
- Ende 2009 wurde ein Vergleich mit der Bank geschlossen und Anfang 2010 die Vergleichssumme von 90.000 Euro gezahlt, es wurde nicht definiert, wofür die Summe im Detail gezahlt wurde, d.h. welches Darlehen, bzw. welche Bürgschaft berührt wurde
- um die Summe bereitstellen zu können wurde ein neues Darlehen aufgenommen
- dieses Darlehen besteht seit 2010 und wird seit dem kontinuierlich getilgt
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer Frage bitte ich um folgende ergänzende Angaben:

1. Ist der Verlust erstmialig für 2010 festgestellt oder nur fortgeschrieben worden?
2. Wie erklärt sich ein Verlustrücktrag suf 2008, den ein Verlustrücktrag ist nur auf das Vorjahr der Verlustentstehung rücktragbar?

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Prof. Nettelmann,


 


Sie haben Recht - ich war ungenau in der Schilderung. Der Sachverhalt ist etwas anders:


 


1. Der Verlust wurde 2010 erklärt. Das FA hat jedoch, die Festsetzung für das Jahr 2008 vorgenommen und dann auf 2009 und 2010 vorgetragen. (Die Erklärungen 2008, 2009 und 2010 wurden zusammen abgegeben.)


 


2. Die Begründung für die Festsetzung auf 2008 lautet, dass der Verlust mit Untergang der Gesellschaft 2004/2005 entstanden ist. Eine Festsetzung auf 2008 ist aus Vereinfachungsgründen erfolgt. Wobei mir mit einer Festsetzung 2004 oder 2005 noch weniger geholfen wäre.


 


Viele Grüße

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

auf Grund Ihrer ergänzenden Angaben teile ich mit:

Leider können Sie gegen den vemeindlichen Rücktrag keine erfolgversprechende Einwendungen erheben.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine günstigere Nachricht geben kann.
Ich hoffe, dass ich damit die Frage beantwortet haben. Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

habe ich Ihre Frage nicht vollständig beantwortet? Ich habe leider bisher kein feedback von Ihnen erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

Ähnliche Fragen in der Kategorie Steuern