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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4284
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Ich war bis März 2007 selbständig und habe zwecks Zahlungsschwierigkeiten

Kundenfrage

Ich war bis März 2007 selbständig und habe zwecks Zahlungsschwierigkeiten meine Firma aufgelöst und bin ins Angestelltenverhältnis gewechselt. In den Jahre 2008, 2009 und 2010 habe ich meine Verbindlichkeiten zurückbezahlt, jedoch diese als Betriebsausgaben alt beim Finanzamt bei der Einkommensteuer nicht geltend gemacht.

Meine Frage: Kann mann diese alten Kosten überhaupt geltend machen wenn man nicht mehr selbständig ist?

Wenn ja, wie mache ich die Ausgaben der Jahrre 2008, 2009 und 2010 geltend. Muss ich eine berichtigte Einkommensteuererkärung für all die 3 Jahre machen oder könnte ich sie gesamt bei der Einkommensteuererklärung 2011 geltend machen.

Viele Grüße
Marlene Böse
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Zunächst ist aus Ihrer Anfrage nicht klar, ob die Begleichung der Schulden zu steuerlich berücksichtigungsfähigen Betriebsausgaben gehören. Wenn nämlich die alte Firma bilanzierungspflichtig war, haben sich die Schulden bereits bei der Erfassung in der Buchführung erfolgswirksam ausgewirkt. Wenn Sie Überschussrechner waren, also keine Bilanzen erstellt haben, sind die Begleichung von Kreditschulden ebenfalls keine abzugsfähigen Betriebsausgaben.

Dessen ungeachtet können Sie die Begleichung der Verbindlichkeiten, sofern bzw. soweit es sich um Betriebsausgaben handelt, immer nur im Jahr der Bezahlung ansetzen, nicht nachträglich im Jahr 2011!

Wenn für die Jahre 2008 - 2010 bereits bestandskräftige Steuerbescheide vorliegen, kann die Geltendmachung nachträglich leider nicht mehr erfolgen. Nur, wenn und soweit Steuerbescheide noch nicht vorliegen, ist es möglich, die Steuererklärungen nachträglich zu ändern.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Hinweise hilfreich sind. Beachten Sie, dass die steuerliche Beratung nach den gesetzlichen Vorschriften nicht unentgeltlich geschehen darf. Ich bitte Sie daher um positive Bewertung, wenn damit Ihre Fragen beantwortet sind.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Es wurde generell eine Einnahmen-Überschuß-Rechnung gemacht. Es sind auch keine Kreditschulden sondern Betriebsausgaben wie Zahlungen an die Bundesknappschaft und Wareneinkauf die ich in Raten abbezahlt habe.


 


Meinen Sie, wenn man mit dem Finanzamt spricht, dass die eine Ausnahme machen könnten, es handelt sich schon um größere Summen.


 


Die Steuerbescheide waren alle ausgestellt mit dem Vermerk: Der Bescheid ergeht nach § 164 1 A0 unter Vorbehalt der Nachprüfuzbng. Er ist nach & 165 Abs. 1 Satz 2 A0 teilweise vorläufig.


 


am 28.08.2012 kamen dann 3 Bescheide mit dem Vermerk: Der Vorbehal der Nachprüfung im Bescheid vom......wird nach § 164 Abs. 3 A0 aufgehoben. Der Besheid ist nach § 165 Abhs. 1 Satz 2 A0 teilweise vorläufig.


 


Gegen diese Bescheide kann man innerhalb 4 Wochen Einspruch erheben, da wäre morgen der letzte Tag um dies zu tun.


 


Bitte lassen Sie mich wissen, ob noch irgendeine Chance besteht.


 


Vielen Dank

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

auf Ihre Frage teile ich Ihnen mit:

Sie haben Glück im Unglück! Sie müssen umgehend morgen handeln und gegen die Bescheide bzgl. der Aufhebung des Nachprüfungsvorbehaltes Einspruch einlegen. Der muss aber spätestens 3 Tage nach a
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Schauen Sie sich bitte mal ihre Antwort an, da wurde nicht ganz übermittelt, es hört auf bei: 3 Tage nach a...............

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

Sehr geehrte Ratsuchende,

auf Ihre Frage teile ich Ihnen mit:

Sie haben Glück im Unglück! Sie müssen umgehend morgen handeln und gegen die Bescheide bzgl. der Aufhebung des Nachprüfungsvorbehaltes Einspruch einlegen. Der muss aber spätestens 3 Tage und einen Monat nach dem Datum des Bescheides eingehen. Da gibt es auch keine Ausnahme, nur 1 Stunde zu spät führt zum Verlust des Einspruches.

Wegen des Nachprüfungsvorbehaltes sind die Bescheide noch änderbar. Schreiben Sie also einen formlosen Brief an das Finanzamt mit dem Betreff: Einspruch gegen die Einkommensteuerbescheide 2008 bis 2010. Teilen Sie dem Finanzamt mit, dass Sie auf Grund Ihres jetzigen Wissenstandes nachträgliche Betriebsausgaben für das frühere Unternehmen .... geltend machen. Teilen Sie weiter, dass Sie in Kürze die jahresweisen Zusammenstellungen über die geleisteten Zahlungen beibringen werden. Halten Sie die Belege (Rechnungen, Kontoauszüge usw.), aus denen sich die Zahlungen ergeben, bereit.

Sie erhalten sodann vom Finanzamt berichtigte Bescheide, die zu Erstattungen für die Vorjahre führen.

Zweckmäßig ist, dass Sie vorab den Einspruch per Email übermitteln und/oder im übrigen morgen oder Montag den Einspruch direkt bei Finanzamt abgeben bzw. in den Hausbriefkasten stecken, um postalische Verzögerungen auszuschließen.

Wenn die Frist, wie oben beschrieben, am Sonntag endet, ist der letzte Tag dann der Montag.

Ich wünsche Ihnen viel Glück.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Ihr Anliegen mit meinen Ausführungen beantwortet worden ist, bitte ich um positive Bewertung, um die Angelegenheit abzuschließen. Sie können auch danach noch eventuelle Fragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Bitte beantworten Sie mir meine Frage von 15 Minuten noch ob die nachträglichen Betriebsausgaben an eine zeitliche Frist gebunden sind, da teilweise Forderungen schon älter als 10 Jahre sind.

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

es besteht für die steuerliche Geltendmachung der bezahlten Verbindlichkeiten keine Frist. Sie können in jedem Jahr, also gegenwärtig von 2008 bis 2010 alle in dieser Zeit beglichenen Verbindlichkeiten, soweit sie nachträgliche Betriebsausgaben sind, geltend machen und in der Zukunft weiter im Rahmen der Steuererklärung unter Verwendung dann der Anlage G - nachträgliche Betriebsausgaben - mit - in der Betragsspalte einsetzen. Wie alt die Schulden, die Sie im Laufe des jeweiligen Jahres beglichen haben, ist unerheblich.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

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