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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 3823
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Steuerrecht: Einfamilienhaus wurde mit Einliegerwohnung und

Kundenfrage

Steuerrecht: Einfamilienhaus wurde mit Einliegerwohnung und 2x 7b-Abschreibung 1983 gebaut, die Einliegerwohnung anfangs als kleine Gesprächspraxis (Ärzte). Dann mieteten wir eine Praxis 10 Jahre. 2002 wurden die Kinderzimmer renoviert und als Doppelpraxis selbst genutzt. Müssen wir bei Praxisaufgabe die Räume zurückkaufen? Schätzen lassen wegen Wertsteigerung? Mehrwert versteuern? Wir haben ja jeder einmalig den 45.000 € Berufsaufgabe-Freibetrag. Jetzt haben wir schon jeder eine Praxishälfte verkauft für je 13.000 Euro. Sollen wir die voll versteuern oder den Freibetrag verballern? Den kann man ja wohl nicht aufteilen und aufsparen, oder? unser Jahreseinkommen ohne praxisverkauf liegt bei 40.000 pro person.

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

zu Ihrer Frage bedarf es noch einiger ErgänzungenÖ:

1.Ich verstehe Ihre Anfrage so, dass eine Praxisgemeinschaft besteht und Sie als Eheleute diese Praxisgemeinschaft betreiben. Sehe ich dies richtig?
2. Handelt es sich um den Praxisverkauf um einen selbständigen Teil der Gesamtpraxis mit eigenem Patientenstamm?
3. Haben Sie auf die renovierten Kinderzimmer anteilige Kosten als Betriebsausgaben in der Gewinnermittlung berücksichtigt? Wird für die Praxis eine gemeinsame Gewinnermittlung erstellt?
4. Wird die eigene Praxis weiterhin in den renovierten ehemaligen Kinderzimmern ausgeübt?

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

zu 1: Wir betreiben auch weiterhin eine Praxisgemeinschaft, allerdings jetzt mit offiziell reduziertem Versorgungsauftrag.


zu 2: Jeder hat eine Hälfte verkauft, die er aber auch nicht nutzte, d.h. es wurden keine Patienten abgegeben. Dies ist eine neue Bestimmung, um mehr Psychotherapeuten eine Niederlassung zu ermöglichen.


zu 3: Die Renovierungskosten wurden bei den Betriebsausgaben fast vollständig anerkannt. Nur die Aufwendungen an der Außenfassade des Holzhauses wurden anteilig zu der Aufteilung der Gesamtfläche nicht voll anerkannt. Die Gewinnermittlung ist für uns beide gemeinsam.


zu 4: Die Praxis befindet sich unverändert in diesen Räumen.

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

auf Grund Ihrer Anfrage und der ergänzenden Angaben teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Die Wertsteigerung des Grundstücks, bezogen auf die betrieblich genutzten Räumlichkeiten, ist bei einer (endgültigen) Praxisaufgabe zu versteuern, da dieser Grundstücksteil zum sog. steuerlichen Betriebsvermögen gehört. Dabei ist der Wertunterschied zwischen dem Zeitpunkt der Nutzung von Räumlichkeiten des Grundstücks für die Praxis und dem Zeitpunkt der Praxisaufgabe maßgebend.

Der Freibetrag gem. § 16 EStG kommt in der Tat nur einmal in Betracht, kann aber derzeit noch nicht in Anspruch genommen werden, da er erst bei der (endgültigen) Praxisaufgabe in Betracht kommt. Es liegt hinsichtlich der bisherigen Verkaufs ohnehin nicht in Betracht, weil es sich steuerlich nicht um eine Teilbetriebsaufgabe handelt.

Der Erlös aus dem Aufgabe eines Teiles der Praxis ist Teil des laufenden Gewinns und unterliegt der Einkommensteuer ungeschmälert.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Frage zufriedenstellend beantworten konnte. Bestätigen Sie mir dies durch eine positive Bewertung. Falls noch Rückfragen bestehen, können Sie diese natürlich gern stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 3823
Erfahrung: HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

wie ist diese Wertsteigerung zu ermitteln? 2002 war die große Renovierung. Der damalige Wert wurde nicht festgehalten. Bei endgültiger Berufsaufgabe einen Sachverständigen einschalten? Als Ärzte können wir ja bis zum 75 . Lebensjahr arbeiten und sogar länger, also noch mehr als 10 Jahre. Wenn wir dann aufhören, verdienen wir nichts mehr, zahlen keine Steuern und diese Freibeträge nutzen uns dann doch nichts mehr, oder?

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

zu Ihren ergänzenden Anfrage teile ich mit:

1. Wie ich bereits ausführte, ist die "Nutzung" des Freibetrages für den derzeit - als Teilpraxis von Ihnen bezeichnete - Verkauf nicht möglich, weil Sie ja Ihre Praxis weiterbetreiben und der Verkauf steuerlich keine Teilpraxis darstellt. Insoweit haben Sie leider keine Wahl.

2. Für die Wertsteigerung ist zu gegebener Zeit der Wert des Einfamilienhauses (Verkehrswert) zu ermitteln, u. U. unter Einschaltung eines Fachmannes (Makler). Bei Streitigkeit mit dem Finanzamt muß ein Gutachten eines Sachverständigen beigebracht werden. Natürlich ist nur die Praxis gewidmete Fläche anteilig maßgebend. Dasselbe gilt für den Wert zu Beginn der Nutzung der Räume als Praxis.
Besondere Vorschriften gibt es hier nicht. Es ist also auch der Wert vor Renovierung maßgebend, weil Sie die Renovierungskosten bereits als praxszugehörig steuerlich behandelt haben.

3. Die Praxis hat ja auch dann einen Wert, den Sie realisieren werden, wenn Sie erst mit dem 75. Lebensjahr aufhören. Und da dieser Veräußerungsgewinn der Einkommensteuer zu gegebener Zeit der Einkommensteuer unterliegt, können Sie in diesem Rahmen den Freibetrag nutzen.

Sicher dürften Ihnen diese ergänzenden Hinweise hilfreich für Ihre steuerlichen Anliegen sein.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

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