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StB Rösner
StB Rösner, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 222
Erfahrung:  Diplom-Kaufmann
57244072
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StB Rösner ist jetzt online.

Unser Gesellschafter hat € 50.000,00 in eine kapitalanlage

Kundenfrage

Unser Gesellschafter hat € 50.000,00 in eine kapitalanlage unser hausbank eingezahlt(Versicherung Allianz) . Diese wurde abgetreten an die Bank für die GmbH, ist das ein Darlehen des gesellschafters an die GmbH?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich interpretiere Ihre Frage so, dass es sich um eine private Kapitalanlage des GmbH-Gesellschafters handelt.

Mit Abtretung meinen Sie wohl - bitte korrigieren Sie mich, falls ich das nicht richtig sehe - dass die Kapitalanlage als Sicherheit für Verbindlichkeiten der GmbH dient.

Wenn dem so ist, dann bleibt es nach wie vor eine private Kapitalanlage.

Es liegt kein Darlehen des Gesellschafters an die GmbH vor.

Wenn Sie mit "abgetreten" etwas anderes meinen, bitte ich um weitere Informationen.

Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
dies wurde auf Anraten der hausbank so gemacht und es wurden € 50.000 in bar eingezahlt in die kapitalanlage und ein Darlehen von der Bank in der Höhe an die GmbH gewährt, mit der Sicherheit für das Darlehen der GmbH. Das heißt ja nun, das bei z.B. einer Insolvenz das eingezahlte Geld weg ist, richtig? Da es sich bei unserem gesellschafter um einen 77 jährigen Rentner handelt stelltt sich mir die Frage inwieweit man das rückgängig machen kann oder die bank in die verantwortung ziehen kann. Wie ist das möglich? Er hätte doch gleich die € 50.000 als Darlehen der gesellschaft geben können, dann hätte die Gesellschaft die Sollzinsen nicht und eine Verzinsung von z.B. 5 % für den Darlehensgeber vereinbaren können, wäre auch besser für beide Seiten gewesen, richtig?
Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die weiteren Informationen.

Dann habe ich also richtig vermutet: Die private Kapitalanlage dient als Sicherheit für das Darlehen der Bank an die GmbH. Ja, das hat man oft, dass die Banken private Vermögen als Sicherheit für GmbH-Darlehen verlangen.

Das Darlehen der Bank an die GmbH ist eine ganz normale "Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten" und als solches Darlehen bei der GmbH zu passivieren.

Es handelt sich nicht um ein Darlehen des Gesellschafters an die GmbH, um Ihre erste Frage weiter zu beantworten.

Bei einer Insolvenz der GmbH kann die Bank dann auf die private Anlage zugreifen. Das ist richtig.

Vermutlich hätte die Bank das Darlehen nicht direkt an die GmbH ausgereicht, weil das der Bank zu riskant gewesen wäre.

So wie ich es jetzt verstehe, wurde die private Kapitalanlage erst im Rahmen der Darlehensgewährung getätigt. Meines Erachtens haben Sie Recht wenn Sie feststellen, dass der Gesellschafter die 50.000 Euro dann gleich als Darlehen der GmbH hätte gewähren können. Dann hätte es die Bank gar nicht gebraucht. Bei einer Insolvenz wären die 50.000 Euro des Gesellschafters dann aber wohl auch verloren. Für den Gesellschafter wäre es risikomäßig grundsätzlich kein Unterschied.

So zahlt die GmbH jetzt aber Zinsen an die Bank und der Gesellschafter bezieht Erträge aus der Kapitalanlage.

Aus Sicht der Bank ist das natürlich vorteilhaft, sonst wäre sie ja gar nicht im Geschäft. Vielleicht kam es sogar zu Abschlussprovisionen (Versicherung).

Beim direkten Darlehen würde die GmbH dagegen Zinsen an den Gesellschafter zahlen.

Ob die Kontruktion andere Vorteile bietet (Stichworte: Abgeltungssteuer, Zinsdifferenz, Absicherung durch Versicherung), welche die Vorgehensweise rechtfertigen, kann ich ohne große Untersuchung nicht beurteilen. Das würde an dieser Stelle auch zu weit führen.

Bis hierhin durfte ich Ihnen als Steuerberater ihre Fragen beantworten und ich hoffe, Sie waren mit dem Service zufrieden.

Die Frage, inwieweit man die Bank in die Verantwortung ziehen kann, kann und darf ich als Steuerberater aber auch gesetzlichen Gründen nicht beantworten. Hier müssten Sie sich an einen dazu befugten Rechtsanwalt in der Kategorie "Recht" wenden. Diese Frage wurde in der Kategorie "Steuern" gestellt.

Mit freundlichen Grüßen

StB Rösner, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 222
Erfahrung: Diplom-Kaufmann
StB Rösner und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 4 Jahren.

NACHFRAGE:

DIESE FRAGE VON IHNEN (Kunde) habe ich noch gefunden. Hat das mit diesem Sachverhalt etwas zu tun? Ich glaube eher nicht.

"hier die neue frage: das Darlehen wurde auf das konto 1503 Forderungen
gg. Geschäfstführer gebucht, als Gehalt wurde mtl. brutto € 1.000 gebucht. ist
das Darlehen nun als gehalt gebucht? Es wurde ein Darlehenvertrag mit dem
Geschäftsführer gemacht, laufzeit unbestimmte Zeit, Tilgung beliebige Höhe
während der laufzeit. . Wie kann der ehemalige Steuerberater das Darlehen aus
der Bilanz entfernen, das Darlehen ist bereits im abgelaufenen Jahr geflossen?"

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
danke für die Antwort, nein hat es nicht
Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das war nur eine Info-Anfrage. Haben Sie meine vorherige umfangreiche Antwort von 13:33 Uhr gesehen?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
meinen sie diese hier um

Mittwoch, 8. August 2012 08:33 EST

 


Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich meinte den nachfolgenden Beitrag. Bei mir steht 13:33 Uhr. Bei Ihnen offenbar 8:33 Uhr. Das liegt wohl an der Zeitverschiebung zwischen San Francisco und Deutschland. justanswer ist in SF ansässig! Deshalb sehe ich die Abrechnung auch in US-Dollar.

Vielen Dank für Ihre Bewertung und viel Erfolg.

Sehr geehrter Fragesteller,
Bezug:

vielen Dank für die weiteren Informationen.

Dann habe ich also richtig vermutet: Die private Kapitalanlage dient als Sicherheit für das Darlehen der Bank an die GmbH. Ja, das hat man oft, dass die Banken private Vermögen als Sicherheit für GmbH-Darlehen verlangen.

Das Darlehen der Bank an die GmbH ist eine ganz normale "Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten" und als solches Darlehen bei der GmbH zu passivieren.

Es handelt sich nicht um ein Darlehen des Gesellschafters an die GmbH, um Ihre erste Frage weiter zu beantworten.

Bei einer Insolvenz der GmbH kann die Bank dann auf die private Anlage zugreifen. Das ist richtig.

Vermutlich hätte die Bank das Darlehen nicht direkt an die GmbH ausgereicht, weil das der Bank zu riskant gewesen wäre.

So wie ich es jetzt verstehe, wurde die private Kapitalanlage erst im Rahmen der Darlehensgewährung getätigt. Meines Erachtens haben Sie Recht wenn Sie feststellen, dass der Gesellschafter die 50.000 Euro dann gleich als Darlehen der GmbH hätte gewähren können. Dann hätte es die Bank gar nicht gebraucht. Bei einer Insolvenz wären die 50.000 Euro des Gesellschafters dann aber wohl auch verloren. Für den Gesellschafter wäre es risikomäßig grundsätzlich kein Unterschied.

So zahlt die GmbH jetzt aber Zinsen an die Bank und der Gesellschafter bezieht Erträge aus der Kapitalanlage.

Aus Sicht der Bank ist das natürlich vorteilhaft, sonst wäre sie ja gar nicht im Geschäft. Vielleicht kam es sogar zu Abschlussprovisionen (Versicherung).

Beim direkten Darlehen würde die GmbH dagegen Zinsen an den Gesellschafter zahlen.

Ob die Kontruktion andere Vorteile bietet (Stichworte: Abgeltungssteuer, Zinsdifferenz, Absicherung durch Versicherung), welche die Vorgehensweise rechtfertigen, kann ich ohne große Untersuchung nicht beurteilen. Das würde an dieser Stelle auch zu weit führen.

Bis hierhin durfte ich Ihnen als Steuerberater ihre Fragen beantworten und ich hoffe, Sie waren mit dem Service zufrieden.

Die Frage, inwieweit man die Bank in die Verantwortung ziehen kann, kann und darf ich als Steuerberater aber auch gesetzlichen Gründen nicht beantworten. Hier müssten Sie sich an einen dazu befugten Rechtsanwalt in der Kategorie "Recht" wenden. Diese Frage wurde in der Kategorie "Steuern" gestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
ja gelesen und hat mir weitergeholfen, danke!
Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 4 Jahren.

Gut, ich war mit nicht ganz sicher, weil ich zwei Antworten hintereinander geschickt hatte.

Dann schließe ich diesen Sachverhalt ab.

Alles Gute.

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