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rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 3085
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt im Bereich Steuerrecht
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Sehr geehrte Damen und Herren,unser Geschäftsführer (nicht

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Geschäftsführer (nicht Gesellschafter) hat ein Darlehen von uns mit 5 % Verzinsung erhalten. Dieses würde er jetzt gerne tilgen und zwar durch einen Gehaltsverzicht. Ist dies möglich und wenn ja, was hat das steuerlich für Auswirkungen auf die GmbH und Ihn?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ein einfacher Gehaltsverzicht ist ohne weiteres nicht möglich, da ansonsten eine kostenfreie Tätigkeit des Geschäftsführers vorliegen würde. Andererseits dürfen auch keine Sozialabgaben zurückgehalten werden, wenn man die Tilgung des Darlehens als Gehaltszahlung annehmen würde. Trotzdem müssten also auf die Tilgung des Darlehens entsprechende Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden.

Aus diesem Grunde bleibt der einfache Weg, weiterhin das Gehalt des Geschäftsführers zu zahlen und sodann eine Vereinbarung zu treffen, dass die Tilgung des Darlehens durch den Geschäftsführer in einer bestimmten Höhe, mithin dem Nettoauszahlungsbetrag, monatlich vorgenommen wird. Hierin muss kein Hinweis auf das Gehalt vorhanden sein, dass es sich sodann um eine faktische Tilgung handelt. Von Vorteil wäre es, wenn trotzdem der Überweisungsvorgang an den Geschäftsführer vorgenommen wird. Denkbar ist jedoch auch eine entsprechende Verrechnung, wenn dies in der Vereinbarung so festgelegt wird.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich über Ihre Akzeptierung.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Joachim,

kann das Nettogehalt komplett verechnet werden, oder kann auch z.B. € 700,00 ausbezahlt werden und € 1.800 mtl. verrechnet werden? Bei der faktischen Tilgung, wo muss kein Hinweis auf das Gehalt vorhanden sein?
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ja, dies ist ohne Weiteres möglich, da ja der Geschäftsführer mit dem Gehalt grds. machen kann, was er möchte. Allerdings darf dies nicht zu einer Bedürftigkeit im Sinne des Sozialrechts führen.

Der Hinweis kann, muss aber nicht mit in die Vereinbarung, wenn das Darlehen nicht durch Verrechnung getilgt wird. Nur, wenn Sie das Gehalt einbehalten, sollte ein entsprechender Hinweis aufgenommen werden.


Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
kann er der Verrechnung komplett zustimmen, oder muss die Grenze beachtet werden und wenn ja, wie hoch ist dann die Grenze bei Verheirateten im Sinne des Sozialrechts? reicht eine formlose Vereinbarung zwischen der GmbH und dem Geschäftsführer, oder gibt es hier Vorschriften?
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wenn er weiteres Einkommen hat jund seine Lebenshaltungskosten selbst tragen kann auch ohne das Gehalt, dann kann vollständig verrechnet werden. Allerdings immer im Einverständnis mit dem GF. Die Grenzen sind individuell, man kann hier pauschal die Pfängungsfreigrenzen heranziehen, etwa 950 Euro oder das Existenzminimum, 374 Euro ansehen. Sofern Unterhaltspflichten bestehen, dürften die Beträge höher liegen.

Eine schriftliche Vereinbarung ist ausreichend. Eine besondere Form existiert hier nicht.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Seine Ehegattin hat noch Einkommen und dadurch könnte der Lebensunterhalt bestritten werden, reicht das für eine komplette Verrechnung?
ist der einbehaltene Teil Lohnsteuerpflichtig? Sozialversicherungspfliichtig ist der gesamte Bruttolohn, wenn ich Sie richtig verstanden habe?
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ja, auch Lohnsteuer wird anfallen, da die Gehaltszahlung normal weiterläuft. Wenn der GF erklärt, dass er nicht bedürftig durch die Verrechnung wird und ggf. auch die Ehefrau den Unterhalt bescheinigt, könnte ggf. die komplette Verrechnung erfolgen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
wenn ein teilweiser Gehaltsverzicht gemacht wird, ist das dann ebenfalls Lohnsteuerpflichtig. Das Gehalt fließt ja nicht? ist ein teilweiser Gehaltsverzicht möglich und wenn ja reicht hier eine formlose Vereinbarung?
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Doch, das Geld fließt an den Geschäftsführer und sodann als Tilgung zurück. Alles andere wäre eine Umgehung der Lohnsteuer. Die Zahlungen bleiben nach wie vor Lohn, außer man würde anderweitig einen Lohnverzicht konstruieren. Dieser dürfte dann aber nicht in die Tilgung fließen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und darf nunmehr höflich an meine Akzeptierungsbitte erinnern.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
entschuldigen sie die verspätete Rückmeldung meinerseits. Dies ist meiner Erkrankung in den letzten tagen geschuldet.

Wie kann man anderweitig einen Lohnverzicht konstruieren, und was ist die steuerlich günstigste lösung für die Tilgung des Arbeitgeberdarlehen?
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne antworte ich nach Akzeptierung meiner bisherigen Antworten weiter.

Viele Grüße
rebuero24 und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
ich habe Sie eben positiv bewertet und freue mich auf Ihre Antwort
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Akzeptierung und Bewertung.

Das Problem ist, dass die Rentenversicherung ohne Weiters von Lohnzahlungen ausgehen wird, solange ein Anstellungsvertrag vorliegt. Jede Vergütung muss entsprechend versteuert werde bzw. es müssen SV-Abgaben geleistet werden. Dabei ist es egal, ob es sich um eine direkte oder eine verdeckte Zahlung durch Übernahme von Darlehensschulden handelt.

Bei einem Arbeitgeberdarlehen ist nur der Zinssatz steuerfrei. Dabei sind jedoch bestimmte Grenzen zu beachten, die Sie hier nachlesen können:

http://www.einzelhandel.de/pb/site/hde/node/39754/Lde/index.html

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
kann eine Zahlung des Gesellschafters an die GmbH das Arbeitgeberdarlehen des Geschäftsführers tilgen?
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ja, dies ist grds. möglich, wobei das Darlehen, dann keinen arbeitsrechtlichen Bezug haben darf. Es muss sich um eine rein private Verbindlichkeit handeln und auch die Zahlung des Gesellschafters darf nicht in Zusammenhang mit der GmbH stehen, also privat sein. Die Tilgung darf nicht in Eigenschaft des Arbeitgebers erfolgen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
welches Darlehen darf keinen arbeitsrechtlichen bezug haben? die Zahlung des Gesellschafters an die GmbH steht doch dann im zusammenhang mit der GmbH. Die Tilgung würde von dem Gesellschafter sein für den Geschäftsführer an die GmbH.

Zur info: Das thema ist so komplex, weil der ehemalige Steuerberater das gehalt als Darlehen an den geschäftsführer in der Bilanz gebucht hat und wir nun versuchen dies für alle Seiten am besten zu lösen
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das Darlehen an den GSF. Wenn das Darlehen bereits als Gehalt gebucht worden ist, so dürfte es bereits schwer werden, dieses so herauszubekommen. Die Zahlung des Gesellschafters würde so als Arbeitsentgelt gewertet werden. M.E. müsste der StB zunächst das Darlehen aus der Bilanz entfernen und es müssten hier normale Zahlungen vorgenommen werden. Dies kommt aber auch auf den Inhalt des Darlehensvertrages an.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
das Darlehen wurde auf das konto 1503 Forderungen gg. Geschäfstführer gebucht, als Gehalt wurde mtl. brutto € 1.000 gebucht. ist das Darlehen nun als gehalt gebucht? Es wurde ein Darlehenvertrag mit dem Geschäftsführer gemacht, laufzeit unbestimmte Zeit, Tilgung beliebige Höhe während der laufzeit. . Wie kann der ehemalige Steuerberater das Darlehen aus der Bilanz entfernen, das Darlehen ist bereits im abgelaufenen Jahr geflossen?

Soll ich Ihnen eine neue Frage zu diesem thema stellen, ich habe die probeflatrate?
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ja, eine neue Frage wäre gut, da der Einsatz für die ursrpünglichen Fragen bereits aufgebraucht sein dürfte.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
habe Ihnen eine neue frage gestellt
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank!

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