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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4483
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Hallo, es geht um einen Hauskauf. Es handelt sich um ein Denkmalgeschütztes

Kundenfrage

Hallo, es geht um einen Hauskauf. Es handelt sich um ein Denkmalgeschütztes schon Saniertes Haus. Sanierungen sind also nicht mehr notwendig. Baujahr 1593. Kaufpresi inkl. Grundstück 279.000 €

In dieses Haus würde ich gerne selber einziehen und eine Freundin würde einen Teil des Hauses mieten (300€ kalt).

Hier nun meine Fragen:

1. Kann in diesem Fall das Haus (Kaufpreis-Grundstück) mit hilfe der Denkmal AfA mit 2,5 % über 40 Jahre vom Einkommen abgeschrieben werden?

2. Falls dies der Fall ist, ändert sich durch diese Abschreibung auch das Einkommen zur Ermittlung des Unterhaltsrechtlichen Einkommens.

3. Können die Zinsaufwendungen für das Darlehen als Ausgaben in Bezug auf die Mieteinahmen berechnet werden? --> Werbungskosten

mfg.
Carsten Kohler
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Die von Ihnen angegebenen Abschreibung von 2,5 % auf 40 Jahren ist die normale Abschreibung für eine Immobilie, die vor dem 1.1.1925 hergestellt worden ist.(§ 7 IV Einkommensteuergesetz) Sie bezieht sich auf den Kaufpreis für das Gebäude.. Der Anteil des Grundstücks (Grund und Boden) bleibt außer Betracht. Diese Abschreibung ist unabhängig davon, ob es sich um eine denkmalgeschützte Immobilie oder eine "normale" Immobilie handelt.

Sie erzielen durch die Vermietung Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, die der Einkommensteuer unterliegen. Die Einnahmen sind um die mit der Vermietung im Zusamenhang stehenden Ausgaben zu mindern. Dies sind neben der Abschreibung auch die Zinsen und die Bewirtschaftungskosten, soweit sie im Verhältnis der vermieteten zur gesamten Nutzfläche stehen. Die eigengenutzten Teile scheiden also aus der Berücksichtigung der Ausgaben aus. Dieser positive oder negative Differenzbetrag beeinflusst das zu versteuernde Einkommen und damit auch die Einkommensteuer.

Beachten Sie aber bitte, dass der Anteil der Ausgaben nur dann ungemindert von den Einnahmen abgezogen werden kann, wenn die Miete mindestens 66 2/3 % der Vergleichsmiete für dies Objekt ausmacht. Ist die vereinbarte Miete geringer als die Vergleichsmiete, sind die Ausgaben, die auf den Vermietungsanteil entfallen, im Verhältnis der Miete zur Vergleichsmiete zu mindern.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Fragen beantworten konnte. Bestätigen Sie mir dies durch eine positive Bewertung meiner Ausführungen.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie zu meinen Ausführungen noch eine Frage? Ansonsten bitte ich um positive Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer ergänzenden Frage teile ich mit:

1. § 7 i EStG betrifft die Baumaßnahmen an Baudenkmäler, für die eine Bescheinigung der Denkmalsbehörde zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt ist und das Vermietungszwecken dient.
2. § 11b EStG betrifft Baumaßnahmen an Baudenkmälern, die der Eigennutzung durch des Eigentümers dienen.

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben. Wenn dies der Fall ist, bitte ich um positive Bewertung meiner Ausführungen.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Fragen zu meinen Ausführungen? Ansonsten wäre ich für eine positive Bewertung dankbar.