So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RainNitschke.
RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1396
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
49776616
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
RainNitschke ist jetzt online.

Wir sind Landwirte und haben einen Pferdepensionsbetrieb. Ich

Kundenfrage

Wir sind Landwirte und haben einen Pferdepensionsbetrieb. Ich gebe ab und an Reitunterricht auf meinen Pferden. Sachkundenachweis ist vorhanden, aber nicht nach Paragraph 11 sondern nur 2. Was muss ich tun, um weiter Reitunterricht geben zu können, ohne ein Gewerbe anmelden zu müssen. Meine Einnahmen durch den Reitunterricht belaufen sich auf ca. 300,- Euro pro Monat. In den Schulferien findet kein Unterricht statt.
Mit freundlichen Grüssen
Daniela Buerosse
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

durch den Reitunterricht üben Sie ein selbständige Tätigkeit aus, die grds. gewinnorientiert ist und somit unter den Gewerbebegriff fällt. Insofern wäre, wenn die Tätigkeit alleine ausgeführt wird, lediglich daran zu denken, dass hier ggf. eine freiberufliche Tätigkeit ausgeübt wird. Dies ist aber gerade bei Lehberufen umstritten.

Eine andere Mögichkeit wäre den Reitunterricht über den Pensionsbetrieb laufen zu lassen, dieser müsste ja auch als Gewerbe angemeldet sein. Hier müsste ggf. die Gewerbetätigkeit entsprechend erweitert werden.

Im Übrigen würden bei dem von Ihnen genannten Einkommen keine weiteren, als höchstens bürokratische, Belastungen bei einer Gewerbeanmeldung zu erwarten sein. Lediglich für die Anmeldung müssten Sie Gebühren bezahlen.

Gernes stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Pferdepensionsbetrieb ist kein Gewerbe, weil dieser unter unserem nebenerwerbs landwirtschaftsbetrieb läuft. Der Tierschutzparagraph 11 würde mir eine Erlaubnis zum unterrichten erteilen, somit hätte ich eine Berechtigung Unterricht zu geben. Mein Unterricht ist in gar keiner weise gewinnorientiert und wird es auch nie werden. Ich habe 5 eigene Pferde, die ich ab und an zum Unterricht einsetzte. Wie gesagt mehr als 300,- Euro Umsatz pro Monat ist es nie. Die gegenzurechnenenden Kosten sind weitaus höher. Ich denke hier wären noch nicht mal die Vorraussetzungen für ein Kleingewerbe gegeben. Also was muss ich tun? Wenn ich kein Gewerbe anmelde?Mit freundlichen GrüssenDaniela Buerosse
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich habe bereits am Do, den 19.7. Geantwortet und keine Rückmeldung daraufhin erhalten.
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.


Sehr geehrte Ratsuchende,

 

es ist in der Tat so, wie der Kollege sagt, dass die Einordnung des Unterrichtes als Gewerbe oder freiberufliche Tätigkeit nicht immer ganz einfach ist. Hier kommt es immer entscheident auf den Umfang der Tätigkeit an und wie sich die Tätigkeit auf den übrigen Betrieb auswirkt. Da Sie jedoch einen landwirtschaftlichen Betrieb haben und nur in geringem Umfang Reitstunden geben, hätten Sie als Landwirtin Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit, die Sie so beim Finanzamt anzeigen müssten.

 

Die Erteilung von Reitunterricht ist laut BFH keine Leistung, die in der Aufzucht und in dem Halten von Vieh innerhalb eines landwirtschaftlichen Betriebes besteht. Daher muss der Unterricht losgelöst vom übrigen Betreib gesehen werden.

 

Eine gewerbliche Einordnung wäre dann möglich, wenn Sie noch Angestellte Reitlehrer beschäftigen würden und in nennenswertem Umfang Reitstunden geben würden. Dies ist bei Ihnen jedoch nicht Fall.

 

Ein Kleingewerbe liegt demnach nicht vor. Was Sie aber dennoch in Anspruch nehmen können, wäre die Kleinunternehmerregelung, die auch Freiberufler wählen können, wenn der Umsatz so gering ist, wie bei Ihnen. Ich denke, das haben Sie gemeint.

 

Sie würden also Ihre Tätigkeit beim Finanzamt als selbständige Tätigkeit im Rahmen Ihrer Landwirtschaft anmelden und dabei die Kleinunternehmerregelung wählen. Dann müssten Sie keine Umsatzsteuer auf die Stunden verlangen/ abführen und machen im Gegenzug auch keine Vorsteuer geltend. Ihrer Steuererklärung fügen Sie dann die Anlage EÜR bei, in der Sie Ihren Umsatz und Ihre Ausgaben eingeben. Mehr müssten Sie im Grunde nicht tun.

 

 

Sofern Ihre Frage beantwortet ist, darf ich Sie höflich bitten, eine positive Bewertung vorzunehmen, durch welche die Beratung vergütet wird. Sollten weitere Fragen bestehen oder die Antwort noch nicht den Kern Ihrer Frage trifft, nutzen Sie bitte vor einer möglichen negativen Bewertung zunächst die Nachfragefunktion.

Kostenlose Rechts/ und Steuerberatung ist in Deutschland gesetzlich nicht gestattet, daher bitte ich, auch dann eine positive Bewertung vorzunehmen, wenn die Frage zwar beantwortet wurde, die Antwort aber aus rechtlichen Gründen leider nicht zufriedenstellen ist. Vielen Dank!

 

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke
Rechtsanwältin (Steuern)

 

RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1396
Erfahrung: Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
RainNitschke und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Frau Nitschke,
Vielen Dank XXXXX XXXXX ausführliche Info. Genauso ist es, und so werde ich es auch machen. Schade, dass Sie mir nicht früher geantwortet haben. Ich habe das inzwischen auch rausgefunden. Aber trutzdem herzlichen Dank. Das nächste mal wende ich mich gleich an Sie.
Mit freundlichen Grüssen

Ähnliche Fragen in der Kategorie Steuern