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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 3811
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, im November 2011 erteilte

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

im November 2011 erteilte ich den Auftrag für eine 6,7 kWp Auf-Dach-Photovoltaikanlage,
die ich dann auch im November 2011 im Voraus bezahlte. Die Anlage wurde über den Dezember 2012 installiert und technisch in Betrieb genommen.
Der Anschluß ans Stromnetz und damit die Aufnahme der Stromproduktion erfolgte Ende Januar 2012 mit Anschluss und Inbetriebnahme seitens des Netzbetreibers. Die Daten finden sich noch einmal im Anschluss.

Für meine Steuererklärung ergeben sich nun folgende Fragen:

1. Kann ich einen Investitionsabzugsbetrag von 40% beantragen, und wenn ja,
in welchem Jahr für welches Jahr? (In meiner jetzigen Erklärung für 2011 für 2011?)

2. Kann ich ferner Sonderabschreibung von bis zu 20% nutzen und wenn ja, schon
in der jetzigen Erklärung für 2011 oder erst in 2013 für 2012?

3. Kann/Soll für 2011 schon (zusätzlich) lineare Abschreibung geltend gemacht werden?
Wenn ja zu 5% oder nur mit welchem Anteil?

4. Welches Jahr ist als Betriebsgründungsjahr anzusehen?


5. Kann/muss ich in meiner jetzigen Steuererklärung für 2011 bereits die
Umsatzsteuererstattung auf den Kaufpreis der Anlage beantragen?

Mit bestem Dank für Ihre Unterstütung.



Zusammenfassung der Eckdaten:
==============================
27.11.2011 Auftragsbestätigung für Anlage

29.11.2011 Bezahlung der Rechnung: 14049€ + 2669€ USt

bis 23.12.2011 Montage der Anlage, technische Inbetriebnahme
(noch keine Einspeisung da nicht ans Netz angeschlossen)

23.12.2011 Anmeldung bei Bundesnetzagentur

06.01.2012 Anmeldung der Anlage beim Finanzamt

25.01.2012 Anschluß an das Netz nach Abnahme/Inbetriebnahme durch Netzbetreiber
(Beginn der Stromproduktion und Einspeisung)
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

zu Ihren Fragen teile ich mit:

 

Für den Investitionsabzugsbetrag, die Sonderabschreibung und die normale Absetzung für Abnutzung gem. § 7 EStG ist die Anschaffung bzw. Herstellung maßgebend. Die Anschaffung ist abgeschlossen, wenn das angeschaffte Wirtschaftsgut betriebsbereit ist. Dies ist nach Ihren Angaben das Jahr 2011.

 

Für die Geltendmachung der Vorsteuer kommt es darauf an, wann der Gegenstand geliefert worden ist und eine ordnungsmäßige Rechnung vorliegt. Nach Ihren Angaben ist dies auch das Jahr 2011.

 

Demzufolge ist die Anlage mit den Maßnahmen des Investitionsabzugsbetrages, der Sonderabschreibung und der anteiligen (1/12 für 2011) AfA sowie der Vorsteuerabzug im Jahr 2011 zu berücksichtigen.

 

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit den Angaben helfen konnte. Bestätigen Sie mir dies, indem Sie das Feld "akzeptiert" drücken.

 

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Prof. Nettelbach,

 

verstehe ich Sie also recht, dass aufgrund der Betriebsbereitstellung der Anlage in 2011 (obwohl Produktionsaufnahme nach Netzanschluß erst in 2012) ich in meiner Steuererklärung für 2011, die ich jetzt in 2012 vornehme:

 

1. für 2011 den Investitionsabzug von 40% geltend machen kann

2. plus für 2011Sonderabschreibung in Höhe von 20% nutzen kann

3. plus1/12 von 5% = 1/240 für 2011der linearen Abschreibung nutzen kann

(d.h. in Summe 60,4% Abschreibung auf den in 2011 gezahlten Anschaffungspreis für 2011 geltend machen kann)

4. als Betriebsgründungsjahr (Rumpfjahr) ebenfalls 2011 ansetze und

5. die Umsatzsteuererstattung der in 2011 gezahlte USt beantrage ?

 

Mit einem bestätigendem "Ja" hochzufrieden,

und bestem Dank im Voraus,

 

(von Kategoriemoderator entfernt)

 

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

es kommt auf die vorgesehenen steuerlichen Maßnahmen auf die Fertigstellung bzw. Anschaffung, und das heißt Betriebsbereitschaft, an.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank,

 

das habe ich verstanden, dass es auf die Betriebsbereitschaft (in 2011 gegeben) und nicht die Produktionsaufnahme ankommt. Schon das ist eine wertvolle Info für mich.

 

Die konkrete konkrete Rückfrage war aber, ob ich dann unter diesen Umständen prinzipiell wie in den Schritten 1-5 meiner letzten Rückfrage beschrieben vorgehen kann, d.h. die Abzugsbeträge und Sonderabschreibungen für 2011 beantragen kann etc. Ja oder Nein?

 

Mit besten Grüßen,

Ihr Ratsuchender

 

 

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Antwort lautet ja. Ergänzen möchte ich noch, dass abschreibungsfähig nur der um den Investionsabzugsbetrag geminderter Betrag ist.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 3811
Erfahrung: HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ergänzung:

Der Abschreibungssatz beträgt 5 % unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 20 Jahren.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Prof. Nettelbach,


 


das Finanzamt hat den Investitionsabzugsbetrag für 2011 mit der Begründung abgelehnt, dass dieser nur für zukünftige Anschaffungen abziehbar sei, im vorliegenden Falle die Anlage ja aber in 2011 tatsächlich angeschafft worden sei.


 


Dies widerspricht Ihrer Antwort. Was ist denn nun richtig, bzw gibt es eine Begründung für Ihre Position, mit der es sich für mich lohnt, mit dem FA nochmal in eine Diskussion einzutreten?


 


Mit freundlichen Grüßen,


Jörg Bruske

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

auf Ihre Frage teile ich mit:

Der Investitionsabzugsbetrag ist eine Vorwegnahme von Abschreibungen auf ein Investitionsobjekt. Wenn das Finanzamt die Abschreibungen bereits in 2011 wegen der Betriebsbereitschaft akzeptiert, kommt eine Investitionsabzugsbetrag nicht mehr in Betracht. Wie ich Ihnen mitteilte, ist nur abschreibungsfähig der um die Investitionszualge geminderte Betrag, das wäre der Anschaffungspreis abzüglich Investitionsabzugsbetrag.

Demzufolge kommt in 2011 die Sonderabschreibung von 20 % neben der normalen Absetzung für Abnutzung vom ungeminderten Anschaffungsbetrag ab 2011 in Frage, wenn das Finanzamt die Betriebsbereitschaft als Anschaffung akzeptiert.Abschreibung und gleichzeitig Investitionsabzugsbetrag ist nicht möglich. Insoweit muß ist meine Ausführungen berichtigen, dass gleichzeitig beides nicht möglich ist.

Ich hoffe, damit Klarheit geschaffen zu haben. Die Auffassung des Finanzamt ist in Ihrem Falle nicht zu beanstanden.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr schade, dann in diesem Falle hätte ich natürlich vor dem FA auf eine Inbetriebnahme/Betriebsbereitschaft erst in 2012 argumentieren sollen, was nun kaum mehr möglich ist.


 


Trotzdem Dank für die Klarstellung,


mit besten Grüßen,


 


Jörg Bruske

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie gewinnen und verlieren keinerlei steuerliche Vergünstigungen, denn der Investitionsabzugsbetrag mindert die Abschreibungsbasis für die Folgejahre. Mehr als 100 % des Kaufpreises für die Anlage können in keinem Fall steuerlich berücksichtigt werden. Insofern erfolgt lediglich eine Verschiebung und die steuerliche Auswirkung ist insgesamt regelmäßig günstiger, weil bei tendenziell steigenden Erwerbseinkünften,zusammen mit den Erträgen aus dem Betrieb der Anlage, die gleichmäßige steuerliche Minderung des Einkommens durch die Abschreibung günstiger ist als die höhere Abschreibung am Anfang (= steuerliche Auswirkung des Investitionsabzugsbetrages) und die dann sehr viel geringeren Abschreibungen auf den Restbetrag bei steigenden Einkünften.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Lieber Herr Prof. Nettelmann,


 


das stimmt sicher im Allgemeinen. Und natürlich bleiben die 100 zu 100% erhalten. In meinem speziellen Fall sieht das aber so aus:



- Spitzensteuersatz in der Vergangenheit


- mehr als Spitzensteuersatz geht auch in Zukunft nicht (es sei denn, die Steuersätze werden angehoben)


- berufliche Zukunft im Gegenteil ungewiss (Branchenrisiko als Banker)


- Barwerteffekt von Cash ist immer höher als die über 20 Jahre abgezinsten zukünftigen Cashflows in gleicher Höhe


 


Aber vielleicht geht ja alles gut, ich verdiene weiter in der Spitze, der Steuersatz wird nach der nächsten Wahl angehoben und der Zins bleibt weiter so niedrig und damit der Diskontierungseffekt vernachlässigbar :-)


 


Mit besten Grüßen,


jb


 


P.s.: Ihre Bezahlung für die ursprüngliche Anfrage hatten Sie ja mit meiner Bewertung derselben erhalten?

Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

es ist keine weitere Bezahlung erforderlich,

Alles Gute
Prof. Nettelmann

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