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AnwaltSchiessl
AnwaltSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 16748
Erfahrung:  Umfangreiche steuerrechtliche Ausbildung im Rahmen des Zweiten Juristischen Staatsexamens ( Bayern)
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AnwaltSchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, meine Frage an Sie: mein Ex -mann hat mit meiner Zustimmung ( einmalig vor 10

Kundenfrage

Guten Tag, meine Frage an Sie:
mein Ex -mann hat mit meiner Zustimmung ( einmalig vor 10 Jahren) bis heute den Unterhalt an mich, steuerlich geltend gemacht.Wir hatten EINEN Steuerberater. Wie ich nach Wechsel des Steuerberaters heute erfahre, hätte die Steuererstattung an mich als Empfänger d. Unterhalts vom Zahlenden zurück fließen müssen. Kann ich diese Erstattungen bei meinem Exmann zurückfordern? Kann ich ggf bei der Steuerberatung, die dieses hätte ja wissen müssen und nicht veranlaßt hat,(ich wurde zu keinem Zeitpunkt davon informiert),für meinen entstandenen Schaden rückwirkend Ausgleich fordern?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  AnwaltSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.


Was Sie hier gemacht haben, ist dei Zustimmung zum sog. Realsplitting erteilt.

Beim Realsplitting kann der unterhaltspflichtige Ehegatte die Unterhaltszahlungen an den unterhaltsberechtigten Ehegatten als Sonderausgabe von der Steuer absetzen.


Bei dem unterhaltsberechtigten Ehegatten bildet sich dadurch Einkommen, das gegebenenfalls zu höheren Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen bei dem Unterhaltsberechtigten führt.



Diese steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Nachteile muss der unterhaltspflichtige Ehegatte ausgleichen



Das ist der sog. Nachteilsausgleich


Von der Steuererstattung selbst bekommen der Unterhaltsberechtigte nur insofern etwas ab, als sich durch sie dsas Einkommen, das zur Ermittlung des Unterhalts dient erhöht.


Es wäre also ein höherer Unterhalt geschuldet gewesen, aber nicht ein Teil der Steuererstattung



Das kann der Steuerberater, der natürlich kein Familienrechtler ist nicht wissen.




Rückwirkend kann hier aber kein höherer Unterhalt gefordert werden, da Ihr Ehemann ja nichts verschwiegen hat und höherer Unterhalt wenn ein arglistiges Verschweigen nicht gegeben ist immer nur für die Zukunft gefordert werden kann.




Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. .

Mit freundlichen Grüßen



Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank





Experte:  AnwaltSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne



Wenn nicht bitte ich um Akzeptierung


Danke

Experte:  AnwaltSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


bitte teilen Sie mir mit, was einer Akzeptierung entgegensteht

Bestehen noch Unklarheiten ?

Haben Sie noch Fragen ?


Gerne



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für Ihre Antwort !
Dazu möchte ich nochmal nachfragen und noch einige Infos mitteilen.
Ich war 25 Jahre selbstständig und in dieser Zeit von besagter Steuerber. vertreten.
Dann habe ich das Geschäft schließen müssen und habe Insolvenz beantragen müssen. Nun mußte ich erstmalig eine Einkommensteuererklärung privat abgeben, bei der ich die Info vom neuen STEUERBERATER sofort bekam, wie mit Unterhalt steuerlich (mit erwähnter Erstattung an mich) umzugehen ist.
Auf Nachfrage meines Ex wurde dieses auch sofort v.d, ehemals gemeinsamen Steuerber. bestätigt, also wußte sie davon Da es sich hier um eine Zeitspanne von 10 Jahren handelt und diese Summe (heute ca 1000 € Steuern heute für mich nur f.d. geleisteten Unterhalt aus 1 Jahr) nicht unerheblich ist, überlege ich, den Schritt zu machen und wie bereits erwähnt, so etwas wie Schadensersatz?? oder ??
rückwirkend geltend zu machen.
Es gibt für Steuerberater ein Formblatt U, und dazu eine ausführliche Erläuterung, wie steuerl damit zuverfahren ist.
Gibt es keine gesetzl. Grundlage für o.g.Anliegen?
Auch für die Insolvenz könnte das noch Folgen haben.
An wen muß, kann, ich mich wenden, wenn ich mich entscheiden würde zu klagen.
Ich hoffe, sie können mir helfen.
Vielen Dank XXXXX XXXXX!
M. Hoff
Experte:  AnwaltSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nachfrage.

Das ist ein sehr sehr kompliziertes Thema.

Schadesnersatzansprüche verjähren innnerhalb von drei Jahren.

Es gibt aber hier die Sekundärverjährung, die die Verjährung verlängert.


Wenn ein Steuerberater einen Fehler begangen hat, ist er verpflichtet auf seinen Fehler , auf daraus resultierende Schadensersatzansprüche und die Verjährung der Ansprüche hinzuweisen.


Unterlässt er dies, so kann der Steuerberater dem Mandanten nicht die Verjährung des ursprünglichen Schadensersatzanspruchs entgegenhalten.

Der Mandant hat dann einen neuen Anspruch den sog. Sekundäranspruch auf Schadensersatz.

Nach 3 Jahren ist allerdings dieser auch verjährt, so dass Sie die Ansprüche von vor 6 Jahren noch geltend machen können, ältere Ansprüche aber schon verjährt sind.



Wenn Sie klagen wollen, können Sie die Ansprüche durch Mahnbescheid geltend machen, auch bei der Rechtsantragsstelle des Amtsgerichts wo der Steuerberater seine Kanzlei hat.






Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank



Experte:  AnwaltSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank
AnwaltSchiessl und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Diese Antwort hilft mir schon ein Stück weiter, dennoch hier eine vorläufig letzte Frage:

Bin ich in der Beweispflicht gegenüber der Steuerberaterin , der Rechtsantragsstelle, oder muß sie auf Verlangen die Unterlagen aus dem Geschäft erklären ggf.auch Zahlen ( natürlich nur die Beträge ,die sich aus dem Unterhalt ergeben) aus den Angaben meines Ex. nennen?
Macht es Sinn. dieses alles einem Anwalt zu übergeben? Wie schätzen Sie den Erfolg auf so ein Ansinnen ein?

Vielen Dank für Ihre Ausführungen
M. Hoff
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Selbstverständlich bezahle ich diese Beratung.
Ist soeben akzeptiert. Bitte beantworten Sie mir doch meine letzte Frage, die ich bereits heute nachmittag gestellt habe.
Nochmals Danke!
m. Hoff
Experte:  AnwaltSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


bitte verzeihen Sie die Verzögerung der Antwort, sie ist technisch bedingt.

Ihre Steuerberaterin ist zu Rechnungslegung verpflichtet, da sie ja die Steuererklärungen Ihres Ex Manns vorliegen hatte.

Nach so langer Zeit schätze ich die Erfolgsaussichten eines Regressanspruch allerdings nicht besonders hoch ein.

Es muss ein Schaden entstanden sein, der von Ihnen beziffert werden muss.



Es wird hier darauf ankommen, ob Sie den Unterhalt fest vereinbart hatte, wie exakt sich das Einkommen entwickelt hatte, wie die Auswirkungen der Steuerrückerstattung auf das Einkommen genau waren.

All dies bedarf einer umfassenden Berechnung , in der der Unterthalt für 10 Jahre ausgerechnet werden müsste, wozu natürlich umfassende Angaben über das Einkommen Ihres Ex- Mannes und die gesamten Abzugsposten erforderlich wären.


Dazu brauchen Sie wahrscheinlich Informationen Ihres Ex- Mannes, die dieser Ihnen nach so langer Zeit nicht zu geben verpflichtet ist und Ihnen wahrscheinlich auch nicht geben wird.