So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an OliverBurchardt.

OliverBurchardt
OliverBurchardt, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 211
Erfahrung:  Wirtschaftsprüfer Certified Public Accountant Chartered Financial Analyst
61857661
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
OliverBurchardt ist jetzt online.

Ich musste die Räumlichkeiten meines erstes Geschäftes 2006

Kundenfrage

Ich musste die Räumlichkeiten meines erstes Geschäftes 2006 räumen. Da ich keine bezahlba-ren Geschäftsräume gefunden habe, habe ich angefangen alles aufzulösen und mir was Neues zu überlegen. Für mein neues Geschäft war mir ein größerer Auftrag sicher. Dafür habe ich 2007/2008 viel Material eingekauft. Zum Ende 2008 habe ich das 1. Geschäft abgemeldet. Die Ausgaben 2007/08 habe ich 2009 als vorweggenommene Betr.ausgaben in meine Bücher aufge-nommen da ich hier erst das geborgte Geld dafür zurückgezahlt hatte. Jetzt hatte ich für die ersten zwei Gesch.jahre eine USt-Sonderprüfung. Der Prüfer verweigert mir den VSt-Abzug für vorwegg. Ausgaben. Er sagt, ich hätte das zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung machen müs-sen. Ich suche schon länger nach Hinweisen im Netz, finde aber kein Gesetz, dass der VSt-Ab-zug verfallen kann. Wie kann ich den VSt. Abzug noch durchsetzen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne im Rahmen einer Erstberatung beantworte.

 

Leider hat der Betriebsprüfer mit seiner Auffassung Recht. Sie müssen die Vorsteuer in dem Jahr ansetzen, in dem Sie die Voraussetzungen des Abzugs erfüllen. Ein "Nachholen" eines nicht angesetzten Vorsteuerabzugs in späteren Jahren ist nicht möglich.

 

Allerdings bezieht sich das nur das Jahr 2009. Wenn noch Änderungsmöglichkeiten für die Umsatzsteuerbescheide für die Jahre 2007 und 2008 bestehen, können Sie den Vorsteuerabzug für diese Jahre trotzdem geltend machen.

 

Im Regelfall werden Umsatzsteuerbescheide unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erlassen. Sie sollten die Bescheide für die Jahre 2007 und 2008 daraufhin prüfen, ob hier ein solcher Vorbehalt der Nachprüfung erlassen worden ist und in späteren Jahren nicht wieder aufgehoben wurde.

 

Sollte dies der Fall sein, reichen Sie für beide Jahre geänderte Steuererklärungen beim Finanzamt ein. Sie erhalten dann die Vorsteuer zurück bzw. der Anspruch wird mit dem verweigerten Abzug für das Jahr 2009 verrechnet.

 

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiterhelfen können. Wenn Sie noch Nachfragen haben, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion. Anderenfalls darf ich Sie bitten, meine Steuerberatung zu akzeptieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Oliver Burchardt

Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke für die Antwort. Auf den Steuerbescheiden von 2007, 2008 steht: unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Muss ich bei einer geänderten Steuererklärung die ersten Angaben mit einbeziehen oder nur die fehlenden Beträge angeben? Muss ich die EÜR daraufhin auch korrigieren?

 

Wenn ich die EU-Rechnungen von 2010 korrigiere (ohne USt.): was muss ich beachten? Neues Rechnungsdatum, Rechnungsnr. oder die alten übernehmen? Besondere Anga-ben? Steuererklärung und EÜR ändern? ZM nachreichen?

Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sie müssen die Steuererklärungen für die Jahre 2007 und 2008 neu erstellen und einreichen.

 

Da Sie momentan sowieso eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung haben, sollten Sie das genaue Vorgehen mit dem Betriebsprüfer abstimmen. Eventuell können Sie sich dann mit ihm einigen, ob ein anderes, verkürztes Vorgehen nicht ebenfalls möglich wäre.

 

Ob die EÜR ebenfalls geändert werden muß, kommt darauf an, wie Sie die Umsatzsteuer in die EÜR haben einfließen lassen. Wenn Sie die Auszahlungen für die Vorsteuer in den Jahren 2007 und 2008 als Ausgaben, die Erstattung in 2009 als Einnahme versteuert haben, sehe ich keinen Änderungsbedarf.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Würden sich durch die geänderte USt-Erklärung nicht auch die Betriebsausgaben und der Verlustvortrag ändern? Spielt es keine Rolle, ob die Ausgaben für das noch bestehende Geschäft oder das zukünftige sind?

 

Sie sind noch nicht auf das Problem mit den innergemeinschaftlichen Rechnungs-Änderungen eingegangen.

Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wenn Sie eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellt haben, wird nur auf den wirklich gezahlten Betrag abgestellt. Bei einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung wird die gezahlte Vorsteuer im Moment der Zahlung als Ausgabe registriert, sobald die Vorsteuer erstattet wird, resultiert daraus eine Einnahme.

 

Eine Änderung der EÜR kann sich daraus nicht ergeben. Nur wenn Sie die Betriebsausgaben nicht im Moment der Zahlung, sondern zu anderen Zeitpunkten vorgenommen haben, ändert sich die EÜR.

 

Sie müssen bei der Neuerstellung der Rechnungen zunächst die alten Rechnungen per Gutschrift wieder "stornieren" und dann neue Rechnungen mit neuen Rechnungsnummern und neuem Rechnungsdatum ausstellen. Da sich die ZM für die Altfälle ebenfalls ändert, müssen Sie auch hier eine geänderte Meldung abgeben.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Was bedeutet "auf den gezahlten Betrag abgestellt"? Die betreffenden Ausgaben von 2007/08 habe ich erst 2009 als vorweggenommene Ausgaben gebucht. Doch neue EÜR? Falls ich die VSt. von 2007/08 2012 bekommen sollte, ist das dann eine Einnahme für 2012 (neues Geschäft) oder noch für 2007/08 (altes Geschäft)?

Muss eine Gutschrift nicht vom "Geldempfänger" ausgestellt werden? Bei geänderter Rechnung mit Datum 2012: Bleibt die Einnahme bei 2010, oder muss ich diese dann in 2012 buchen? Mein Kunde müsste dann doch auch seine Unterlagen ändern?

 

Soll ich dem Prüfungsergebnis erstmal widersprechen, was ist die beste Begründung??

Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die EÜR ist rein zahlungsorientiert. Sie müssen Einnahmen und Ausgaben in dem Jahr angeben, in dem Sie sie erhalten. Daher müssen Sie, wenn Sie Ausgaben der Jahre 2007 und 2008 erst in 2009 geltend gemacht haben, alle drei EÜR ändern.

 

Wenn Sie im Jahr 2012 die Vorsteuer für 2007/2008 erhalten, berührt das nur die EÜR für 2012, da hier das Geld fließt.

 

Eine Gutschrift können auch Sie erstellen, da Sie hiermit die ursprüngliche Rechnung stornieren. Für die EÜR gilt wieder: Wenn kein Geld in 2012 fließt, erfassen Sie dort auch nichts.

 

Ein Einspruch gegen das Prüfungsergebnis wäre in Ihrem Fall sinnlos. Die Auffassung des Betriebsprüfers ist nicht zu beanstanden, so dass Sie mit dem Einspruch keine Wirkung erzielen (insbesondere führt der Einspruch nicht zu einer Aussetzung der Vollziehung, die müssten Sie separat beantragen und würden Sie bei dieser klaren Rechtslage nicht erhalten).

Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sofern Sie noch Nachfragen haben, stellen Sie diese gerne.

 

Anderenfalls bitte ich Sie, meine Antworten zu akzeptieren.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich war die letzten Tage nicht online, habe den Abschluss für 2007 neu erstellt.

Muss ich die Finanzämter vorher anschreiben, wenn ich die Jahresabschlüsse neu einreiche? Wenn ja, was muss ich schreiben? Meine ehemalige Stb. hatte immer eine gesonderte Gewinnermittlung mit eingereicht. Bin ich dazu verpflichtet?

Wenn ich die EU-Rechnungen von 2010 neu schreibe (ohne USt.), wie und wann soll ich die Rückzahlung der USt. buchen? Zahlungen an und vom Finanzamt waren noch nicht. Die Erklärungen bitte etwas genauer, mein bisheriges Wissen stammt nur aus dem Internet und "Oberflächen-Büchern".

Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sie müssen die Finanzbehörden nicht vorher anschreiben, es reicht, wenn Sie die Erklärungen übersenden und hier in einem Anschreiben auf die geänderten Erklärungen hinweisen.

 

Wenn Sie unter 17.500 € Gewinn liegen, brauchen Sie nicht den Vordruck für die Gewinnermittlung nicht zu verwenden. Sie müssen aber eine Aufstellung beifügen, in der für das Finanzamt die Einnahmen und Ausgaben ersichtlich sind.

 

Da Sie eine EÜR erstellen, buchen Sie gar nichts. Sie nehmen in einer Excel-Tabelle einfach nur eine Aufstellung vor, auf welchem Tag Sie das Geld an das Finanzamt überweisen oder wann Sie das Geld vom Finanzamt erhalten. Die EÜR ist eine rein zahlungsorientierte Aufstellung, die nur Geldeingänge und Geldausgänge erfasst. Es ist völlig egal, für welches Jahr Zahlungen geleistet werden, allein relevant ist der Geldein- oder ausgang.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Bei Abschluss des ersten Unternehmens war der Pkw noch nicht vollständig abgeschrieben. Das Finanzamt hat mir dafür 19% USt. berechnet. Beim Kauf 2004 wurden 16% VSt. erstattet. Würde ich dadurch nicht mehr USt. zurückzahlen als ich 2004 für diesen Anteil bekommen hatte?

Zu den EU-Rechnungen: wenn ich über den gesamten Rechnungsbetrag eine Gutschrift und dann eine Rechnung ohne USt. schreibe, habe ich die gezahlte USt. noch in meiner Kasse (2010). Was für eine steuerfreie Einnahme war das dann? Wie nennt sich die Rückzahlung des Steuerbetrages (2012), für diese Zahlung gibt es ja keine Rechnung? Das ist alles noch zu unklar.

Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich versuche Ihnen das mal an einem Beispiel zu verdeutlichen:

 

In 2010 haben Sie 100 € netto geleistet, dafür eine Rechnung mit USt geschrieben, was Sie nicht dürften. Der Rechnungsbetrag betrug als 119 €, den Sie auch erhalten haben. Da das ein Geldzufluss war, müssen Sie in der EÜR 119 € angeben. Gleichzeitig führen Sie 19 € aus der USt an das Finanzamt ab. Da das ein Geldausgang ist, geben Sie in der EÜR 19 € an.

 

Im Ergebnis versteuern Sie 100 €.

 

In 2012 korrigieren Sie die Rechnung auf die korrekten 100 €. Sie erhalten aus der geänderten USt-Erklärung 19 €. Ihr Kunde wird aber auf Sie zukommen und die Ihnen gezahlten 19 € zurückfordern (die Rechnung lautet ja nur auf 100 €). In der EÜR geben Sie 19 € als Geldzufluss aus der Rückzahlung an (Erstattung aus Umsatzsteuerkorrektur), während Sie 19 € als Abfluss aus der Rückzahlung an Ihren Kunden angeben.

 

Zu versteuern sind damit 0 €.

 

Denken Sie bei der EÜR AUSSCHLIESSLICH in Geldzugängen und Geldabgängen. Alles andere interessiert Sie nicht (einzige Ausnahme sind Abschreibungen auf das Anlagevermögen).

 

Hinsichtlich des PKW hat das Finanzamt richtig gehandelt. Wenn Sie denn Wagen aus dem Unternehmen entnehmen, ist diese Entnahme mit dem dann gültigen USt-Satz zu besteuern. Hier geht es nicht um die Rückerstattung der VSt, sondern um die Besteuerung der Entnahme des PKW aus Ihrem Unternehmen. Mehr USt als VSt können Sie schon allein deswegen nicht bezahlen, weil die Versteuerung auf dem Zeitwert aufsetzt, der ja unter dem Neupreis liegen muß.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

In Ihrem Beispiel werden die Einzelheiten deutlicher. Mach ich mich strafbar wenn ich die Rechnungskorrektur nach 2011 zurück datiere? Die Steuererklärung für 2011 ist noch nicht fertig. Da die USt-Erstattung von 2009 nach 2007 und 2008 verlegt werden muss, müsste ich die falsche USt. demnächst zahlen und die Erstattung wäre evtl. erst 2013. Die Verrechnung der USt. und VSt. 2009/2010 klappt ja nun nicht. Der von 2009 zu korrigierende Teil für 2007/2008 betrifft ein anderes Finanzamt. Die "falsche USt." kann ich nicht vorschießen.

(Bisher hatten meine Stb. alle Geschäftsvorfälle kontiert, EÜR und Gewinnermittlung nach $4 Abs.3 EStG. Das habe ich beibehalten. Da die Zuordnung zu den richtigen Konten (SKR03) nicht immer eindeutig ist habe ich so viele Fragen.)

Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Von einer Rückdatierung rate ich ab.

 

Zwar ist Ihre Umsatzsteuererklärung noch nicht final, aber die Ihrer Kunden vielleicht schon. Die werden dann auf Sie zukommen und eine Datierung auf den richtigen Zeitpunkt verlangen.

 

Im Grunde ist das aber egal. Sie müssen die Umsatzsteuererklärung 2010 ändern und die damals als umsatzsteuerpflichtig angegebenen Umsätze jetzt als steuerfrei deklarieren. Dies weisen Sie über die Änderung der Rechnung in Form der Gutschrift nach. Damit erhalten Sie nach Bearbeitung der geänderten Steuererklärung die gezahlte Umsatzsteuer zurück. Ihrem Kunden gegenüber sollten Sie kommunizieren, daß Sie die Umsatzsteuer sofort zahlen, nachdem Sie die Erstattung des Finanzamtes erhalten haben.

 

Für die Einkommensteuer ist das Datum ohnehin egal, da es nur auf die Geldflüsse ankommt.

 

Machen Sie sich bitte nicht soviele Gedanken über die richtige Zuordnung zu Konten. Das ist in Ihrem Fall wirklich egal. Das Finanzamt hat hier nicht die gleichen Erwartungen wie an eine Steuererklärung, die durch einen Steuerberater erstellt wird. Wichtig ist nur, daß Sie nachweisen können, welche Geldflüsse bestanden. Die Konten sind nebensächlich.

Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sofern Sie noch Nachfragen haben, stellen Sie sie gerne.

 

Ansonsten bitte ich Sie, meine Steuerberatung zu akzeptieren.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich war jetzt ein paar Tage und Nächte mit den Abschlüssen beschäftigt. Jetzt wollte ich noch die USt.-Erklärung und EÜR 2011 abschicken, bin aber nicht klargekommen. Gab es bei der USt. nicht eine Zeile für bereits erstattete VSt. des jeweiligen Jahres? Wo lasse ich die bereits erstattete VSt.? Kann ich zur Korrektur der unrichtig ausgewiesenen USt. Zeile 102 nehmen?

Muss bei Gutschriften, wie bei der Rechnung, die ursprüngliche USt. angegeben werden oder erscheint dort nur der Gesamtbetrag?

Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich bitte Sie um Verständnis dafür, daß ich die Beantwortung weiterer Nachfragen davon abhängig machen muß, daß Sie meine bisher erfolgte Steuerberatung durch Anklicken des Buttons Akzeptieren vergüten. Meine bisherigen Antworten gingen über eine allgemeine Beratung hinaus. Da ich berufsrechtlich keine kostenlose Steuerberatung anbieten darf, bin ich bis zu einer Honorierung an der Beantwortung weiterer Nachfragen gehindert.

 

Auch nach der Akzeptierung können Sie weiterhin kostenfrei Fragen stellen.

OliverBurchardt, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 211
Erfahrung: Wirtschaftsprüfer Certified Public Accountant Chartered Financial Analyst
OliverBurchardt und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das wusste ich nicht. Ich dachte Sie können mir alle Fragen, die mit diesem Fall zu tun haben erläutern. Ich habe schon durch einen unfähigen Stb. Schaden erlitten. Weitere grobe Fehler kann ich mir nicht leisten. Akzeptieren wurde angeklickt.
Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für die Akzeptierung.

 

Die erstattete Vorsteuer erscheint nicht explizit in der Erklärung. In Zeile 108 tragen Sie den Saldo aus den im Jahr 2010 über die Voranmeldungen gezahlten bzw. erhaltenen Umsatz- und Vorsteuern ein.

 

Die gezahlten Vorsteuern tragen Sie bitte in die Zeilen 61 bis 70 ein und übertragen die Summe aus Zeile 71 in Zeile 100.

 

Bitte tragen Sie in Zeile 5 eine 1 ein, um anzuzeigen, daß die Umsatzsteuererklärung berichtigt wird. Die Rechnungen, bei denen Sie Leistungen nach Österreich erbracht haben, geben Sie in der Umsatzsteuererklärung gar nicht an (hierfür schulden Sie ja keine Umsatzsteuer, die Steuerschuld geht nach § 13b UStG auf den Kunden in Österreich über; bitte weisen Sie darauf in der korrigierten Rechnung hin). Zeile 102 müssten Sie nur dann nutzen, wenn die Rechnungen nicht korrigiert worden wären. Da dies erfolgt ist (Sie sollten die Erklärung erst nach erteilter Gutschrift und Neuausstellung der Rechnungen abgeben), müssen Sie diese Zeile nicht nutzen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die Beschreibung der Zeile 102 war für mich irritierend. Ich hatte es anders verstanden: 2010 die falsche USt. als Einnahme und Zahlung an FA. 2011 Stornierung der Rechnungen durch Gutschrift und korrigierte Rechnungen. Die falsche USt. als gezahlte Vorsteuer in Zeile 62 (als Ausgabe). Wäre das falsch? Ich hatte noch einen Artikel gefunden in dem stand, dass das FA erst prüft ob der Rechnungsempfänger die falsche Vorsteuer an FA zurückgezahlt hat. Ist es sinnvoll, wenn ich eine Kopie der Stornierung bzw. Korrektur des Erstattungsantrages (an Deutschland) vom Rechnungsempfänger beifüge?
Experte:  OliverBurchardt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sie verwechseln jetzt hinsichtlich der Einnahmewirkungen Einkommen- und Umsatzsteuer.

 

Sie müssen in der Tat die Erklärung 2010 berichtigen, wie ich es in meiner vorherigen Antwort dargelegt habe. Nach § 14c Abs. 2 UStG muß die Berichtigung eines unberechtigen Steuerausweises gesondert beantragt werden. Dies tun Sie mit der korrigierten Erklärung. Bitte nehmen Sie auch unbedingt Kontakt zu Ihrem Betriebsprüfer auf. Mit ihm können Sie absprechen, wie genau er die Korrektur gerne hätte. Das ist viel sinnvoller, als sich mit der Umsatzsteuererklärung über Tage aufzuhalten, nur um dann vom Betriebsprüfer zu hören, daß er das gerne anders hätte.

 

Man könnte nämlich auch die Erklärung 2010 so ändern, daß die unberechtigt ausgewiesene Umsatzsteuer in Zeile 102 eingetragen wird und in einem Begleitschreiben die Korrektur der Rechnungen nachgewiesen wird, was gleichzeitig der Korrekturantrag ist. Eine Zeile in der Umsatzsteuererklärung gibt es für diesen Sachverhalt nicht.

 

In meiner Praxis als Steuerberater würde ich mich immer mit dem Betriebsprüfer in Verbindung setzen und klären, wie er sich die formale Korrektur vorstellt. Bitte nutzen Sie diese Möglichkeit.

 

Die Erstattung der Umsatzsteuer an Sie findet erst statt, wenn Ihre Kunden die Vorsteuer zurückgezahlt haben. Von daher hilft es Ihnen nicht, den Erstattungsantrag beizufügen. Sie brauchen einen Nachweis Ihrer Kunden, daß die Vorsteuer von ihnen zurückerstattet worden ist.

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
< Zurück | Weiter >
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
  • Hervorragende und außerordentlich liebenswürdige Hilfe! Ich werde bei Bedarf bestimmt wieder auf JustAnswer zurückgreifen und bin sehr dankbar, dass es so etwas gibt! Dr. Gert Richter Verl
  • Danke für die schnelle Hilfe. Sehr schön, auch an einem Sonnabend ist jemand zu erreichen. Janine Gaus Bielfeld
  • Für mich persönlich war die Antwort sehr hilfreich. Vielen Dank an den Experten! Daniela H. Dortmund
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • Prof.Nettelmann

    Prof.Nettelmann

    Steuerberater

    Zufriedene Kunden:

    3162
    HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/PR/Prof.Nettelmann/2012-4-12_9146_Prof.AchimNettelmann2.64x64.jpg Avatar von Prof.Nettelmann

    Prof.Nettelmann

    Steuerberater

    Zufriedene Kunden:

    3162
    HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/OL/OliverBurchardt/2011-9-5_84013_Bild.64x64.jpg Avatar von OliverBurchardt

    OliverBurchardt

    Steuerberater

    Zufriedene Kunden:

    180
    Wirtschaftsprüfer Certified Public Accountant Chartered Financial Analyst
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/MelTAXde/2010-12-01_044929_mixxt.jpg Avatar von Melanie Winkelmann

    Melanie Winkelmann

    Steuerberaterin

    Zufriedene Kunden:

    6
    Rechnungslegung (IFRS, HGB), Steuerrecht
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/KS/KSRecht/2011-3-11_10309_P1010055.64x64.JPG Avatar von K. Severin

    K. Severin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    312
    Fachanwaltslehrgang für Steuerrecht
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RA/RainNitschke/2011-5-18_175512_nitschke2.64x64.jpg Avatar von RainNitschke

    RainNitschke

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    259
    Fachanwaltslehrgang Steuerrecht; Vorbereitungskurs zum Steuerberaterexamen
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RW/RWUPStB/2011-8-15_103011_Bildjustanswer.64x64.JPG Avatar von RW-UP_StB

    RW-UP_StB

    Steuerberater

    Zufriedene Kunden:

    25
    MScBM
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/ME/messerblock/2013-10-29_131717_xing2.64x64.jpg Avatar von StB Lipp

    StB Lipp

    Steuerberater

    Zufriedene Kunden:

    95
    Dipl. Betriebsw. (FH), CIA
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Steuern