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Kanzlei Schiessl
Kanzlei Schiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 26035
Erfahrung:  erfolgreich abschlossener Fachlehrgang für Steuern
32916861
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Kanzlei Schiessl ist jetzt online.

Kann ein dt. Staatsbuerger, mit vorruebergehendem Hauptwohnsitz

Kundenfrage

Kann ein dt. Staatsbuerger, mit vorruebergehendem Hauptwohnsitz und Steuerpflicht in den USA, einen Zweitwohnsitz in Deutschland anmelden?

Wenn JA:
bekomme ich auf Grund meines 2. Wohnsitzes in D. dort auch eine jaehrl. Einkommenssteuererklaerung und sollte Einkommen in Deutschland erzielt werden (eventuell Aktienertraege), koennen diese dann aber in den USA mitversteuert werden?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Natürlich können Sie einen Zweitwohnsitz in Deutschland anmelden.

Soweit Sie in Deuschland Einkünfte erzielen, sind diese grundsätzlich auch in Deutschland zu versteuern. Ihre Steuerpflicht ergibt sich dann aus § 1 EstG.

Soweit Ihre in Deutschland erzielten Einkünfte in Deutschland versteuert wurden und Sie in USA eine Steuererklärung abgeben, dann wird die in Deutschland gezahlte Steuer auf Ihre in USA zu zahlende Steuer wie eine Steuervorauszahlung angerechnet.

Dies ergibt sich aus § 23 des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und USA.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank fuer die Antwort - es gibt aber noch ein paar Unklarheiten:

  • Kann man bei Hauptwohnsitz (mehr als 182 Tage Aufenthalt) USA und gemeldetem Zweitwohnsitz in Deutschland ein Banken-Konto/Depot in D. eroeffnen unter Benutzung der Adresse des Zweitwohnsitzes, also diese als Kontoadresse vermerken lassen und als Deviseninlaender gefuehrt werden?
  • Hat man somit die Wahl, durch Angabe der einen oder anderen Adresse selbst zu entscheiden, ob man als Devisenauslaender oder – Inlaender gefuehrt werden will?
  • oder muss man bei Kontoeroeffnung in D. stets seine Hauptwohnsitzadresse als Kontoadresse angeben?
  • Muss man bei Hauptwohnsitz (mehr als 182 Tage Aufenthalt) USA und gemeldetem Zweitwohnsitz in Deutschland bei erwirtschaftetem Einkommen in den USA dieses auch als weltweites EK in der deutschen Steuererklaerung deklarieren?
Mfg
Experte:  Kanzlei Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Natürlich können Sie bei einer Bank in Deutschland ein Konto oder ein Depot eröffnen, auch wenn Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt (darauf zielt die 182 Tages Regelung des § 9 AO ab) im Ausland haben.

Dies ist nicht das Problem.

Wenn Sie als Devisenausländer behandelt werden, so hat dies natürlich die Folge, dass Ihnen die Bank keine Kapitalertragssteuer abbuchen wird.

Dies können Sie jedoch nicht mit der Bank, sondern nur mit dem Finanzamt klären.

Sie müssen beim Finanzamt beantragen, als Devisenausländer behandelt zu werden. Beim Finanzamt müssen Sie dann in Nachweis bringen, dass Sie die Kapitalerträge dann in USA versteuert haben.

Diesen Nachweis können Sie natürlich auch rückwirkend erbringen und erhalten dann die in Deutschland abgeführte Steuer wieder zurück.

Es kommt also nicht so sehr bei Ihnen darauf an wo Sie wie lange leben, sondern ob und wo Sie Ihre Einkünfte versteuert haben. Ist dies bereits in USA erfolgt, dann müssen Sie in Deutschland keine Steuern zahlen, beziehungsweise erhalten die von der Bank abgeführten Steuern zurück.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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