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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 916
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

ich bin in Deutschland wohnhaft und in der Schweiz selbständig

Kundenfrage

ich bin in Deutschland wohnhaft und in der Schweiz selbständig tätig als Gesellschafter Geschäftsführer einer Limited, wo muss ich steuern zahlen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sofern Sie in Deutschland ihren Wohnsitz haben, sind sie in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. Dies bedeutet, dass das gesamte Welteinkommen in Deutschland versteuert wird. Grundsätzlich also auch das Einkommen, welches Sie in der Schweiz erzielen.

Etwas anderes gilt lediglich dann, wenn im Rahmen eines Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der Schweiz und Deutschland das Besteuerungsrecht der Schweiz zustehen würde.

Sodann kommt es darauf an, wie lange sie sich im Jahr in der Schweiz aufhalten. Halten Sie sich länger als 183 Tage im Jahr dort auf, so dürfte das Besteuerungsrecht in der Schweiz verbleiben. Dabei darf das Unternehmen, von dem sie das Gehalt erzielen, nicht in Deutschland ansässig, jedoch in der Schweiz ansässig sein.

Ferne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich über Ihre Akzeptierung.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wenn aber mein Unternehmen in der Schweiz seinen Sitz hat und ich als Geschäftsführer ein Gehalt + Prämien bekomme, dann sind diese in deutschland zu versteuern oder aber in der schweiz plus eine quellensteuer abgabe nach deutschland?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

ihre Frage beantworte ich gerne wie folgt:

 

Da Sie Grenzgänger sind, steht gemäß Art 15 a Abs.1 ff. des DBA zwischen der BRD und der Schweiz das Besteuerungsrecht dem Ansässigkeitstaat, also der BRD in Bezug auf ihr Geschäftsführergehalt sowie Prämien zu. Dafür erhebt die Schweiz eine 4,5 % Quellensteuer auf ihr Bruttogehalt, wobei die Quellensteuer auf die deutsche Einkommensteuer, die Sie auf ihr in der BRD leisten müssen, durch das zuständige deutsche Finanzamt gemäß § 36 Einkommensteuergesetz angerechnet werden muss.

 

Formell ist folgendes im Hinblick auf die Besteuerung zu beachten:

 

Es muss durch den Grenzgänger eine Meldung beim Finanzamt in Deutschland erfolgen, die zeitnah mit der Arbeitsaufnahme in der Schweiz abzugeben ist. Die Meldung erfolgt mit dem Formular Gre 1, auch Ansässigkeitsbescheinigung genannt. Daraufhin wird vom Schweizer Arbeitgeber eine 4,5%ige Quellensteuer vom Lohn abgezogen und an die Schweizer Steuerbehörden abgeführt. Die in der Schweiz gezahlte Quellensteuer wird in voller Höhe auf die deutsche Steuervorauszahlung angerechnet, sofern ein Nachweis über die Zahlung erbracht wird, was durch Vorlage des Schweizer Lohnausweises leicht möglich ist.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gegebenenfalls gerne zur Verfügung.

 

Weiter darf ich Sie höflich um Vergütung meiner Steuerberatung bitten indem Sie das grüne Feld Akzeptieren anklicken.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

ich habe eine Verbesserung vorzunehmen und bitte diesen Fehler zu entschuldigen.

 

Der zweite Satz im ersten Absatz meiner Antwort muss richtig lauten:

 

Dafür erhebt die Schweiz eine 4,5 % Quellensteuer auf ihr Bruttogehalt, wobei die Quellensteuer auf die deutsche Einkommensteuer, die Sie in der BRD auf ihr Gehalt leisten müssen, durch das zuständige deutsche Finanzamt entsprechend § 36 Einkommensteuergesetz angerechnet werden muss.

 

Weiter darf ich Sie nochmals höflich bitten meine Antwort zu vergüten durch Anklicken des grünen Feldes "Akzeptieren". Eine kostenfreie Steuerberatung ist Rechtsanwälten in der BRD gesetzlich nicht gestattet.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt