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AnwaltSchiessl
AnwaltSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 16752
Erfahrung:  Umfangreiche steuerrechtliche Ausbildung im Rahmen des Zweiten Juristischen Staatsexamens ( Bayern)
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
AnwaltSchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, da ich meine Einkommensteuererklärung

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich meine Einkommensteuererklärung noch nicht fertig hatte, hat das Finanzamt mir für 2009 einen Steuerbescheid mit zu hoch geschätztem Einkommen geschickt. Ich habe Widerspruch eingelegt, die Einkommensteuererklärung nachgereicht und die zuviel gezahlten Steuern zurück erhalten. Mein Problem ist nun, daß in dem Brief mit dem geschätzten Einkommensteuerbescheid für 2009 auch ein geschätzter Einkommensteuerbescheid für 2010 war, den ich übersehen hatte. Ich war schon von der 1. Seite bedient. Dadurch habe ich versäumt für 2010 einen Widerspruch einzulegen. Aufmerksam wurde ich durch die Mahnung vom FA, meine Einkommensteuern für 2010 nachzuzahlen. Dann habe ich sofort gegen den Einkommensteuerbescheid 2010 Widerspruch eingelegt und die Einsetzung in den vorherigen Stand beantragt. Leider erkennt das FA den von mir wahrheitsgemäß angeführten Grund für den Wiedereinsetzungsantrag nicht an. Gibt es da noch eine aussichtsreiche Möglichkeit oder kann ich die zuviel gezahlten Steuern abschreiben ???
Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen
JS
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  AnwaltSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wie haben Sie denn den Antrag auf WE begründet ?

Wann haben Sie ihn gestellt ?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Schiessl,

 

den Antrag habe ich damit begründet, daß beide Einkommensteuerbescheide (2009+10) in einem Brief waren, ich damit nicht gerechnet habe und dadurch den Bescheid für 2010 nicht gesehen habe.

Ich habe den Antrag am 06.11.2011, sofort nach Erhalt der Mahnung zur Zahlung der Einkommensteuer laut geschätztem Bescheid 2010 gestellt.

Die zuständige Finanzbeamtin hat mit Fristsetzung eine andere Begründung nachgefragt, da meine nicht ausreichen würde.

Experte:  AnwaltSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

die Abgabenordnung sieht mehrere Möglichkeiten der Korrektur außerhalb der Möglichkeit des Einspruchs vor.

Ein einmal ergangener Einkommensteuerbescheid kann innerhalb der sog. Festsetzungsfrist geändert werden.

Statt des Einspruchs können Sie auch nach § 172 I Nr 2a AO eine schlichte Änderung beantragen.

Hier darf das Finanzamt keine Verböserung vornehmen und nur den Fehler beseitigen.

Leider muss dieser Antrag vor Ablauf der Einspruchsfrist gestellt werden.


Das Finanzamt kann seine Entscheidung auch unter den Vorbehalt der Nachprüfung stellen.

Ist das der Fall, ist der Steuerbescheid nicht bestandskräftig.

Unter diesem Vorbehalt stehen stets Steuervorauszahlungen.



Sie haben aber eine Möglichkeit:



Nach § 173 AO sind Steuerbescheide dann zu ändern, wenn nachträglich neue Tatsachen bekannt geworden sind.

Bei einer Schätzung stellen die Besteuerungsgrundlagen die Tatsachen dar.

Beweismittel ist jedes Mittel, das zur Erforschung des steuerlichen Sachverhalts dient.

Die Tatsachen müssen rechtserheblich sein, was der Fall ist. wenn das Finanzamt bei rechtzeitiger Kenntnis der Tatsachen, schon bei der ursprünglichen Veranlagung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einem anderen Ergebnis.



Sie müssen daher den Antrag nach § 173 Ao stellen und zugleich eine neue Steuererklärung einreichen.



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin




Rechtserhebliche




Experte:  AnwaltSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

die Abgabenordnung sieht mehrere Möglichkeiten der Korrektur außerhalb der Möglichkeit des Einspruchs vor.

Ein einmal ergangener Einkommensteuerbescheid kann innerhalb der sog. Festsetzungsfrist geändert werden.

Statt des Einspruchs können Sie auch nach § 172 I Nr 2a AO eine schlichte Änderung beantragen.

Hier darf das Finanzamt keine Verböserung vornehmen und nur den Fehler beseitigen.

Leider muss dieser Antrag vor Ablauf der Einspruchsfrist gestellt werden.


Das Finanzamt kann seine Entscheidung auch unter den Vorbehalt der Nachprüfung stellen.

Ist das der Fall, ist der Steuerbescheid nicht bestandskräftig.

Unter diesem Vorbehalt stehen stets Steuervorauszahlungen.



Sie haben aber eine Möglichkeit:



Nach § 173 AO sind Steuerbescheide dann zu ändern, wenn nachträglich neue Tatsachen bekannt geworden sind.

Bei einer Schätzung stellen die Besteuerungsgrundlagen die Tatsachen dar.

Beweismittel ist jedes Mittel, das zur Erforschung des steuerlichen Sachverhalts dient.

Die Tatsachen müssen rechtserheblich sein, was der Fall ist. wenn das Finanzamt bei rechtzeitiger Kenntnis der Tatsachen, schon bei der ursprünglichen Veranlagung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einem anderen Ergebnis.



Sie müssen daher den Antrag nach § 173 Ao stellen und zugleich eine neue Steuererklärung einreichen.



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin




Rechtserhebliche





Experte:  AnwaltSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ?

Sehr gerne



Wenn nicht bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort.

Vielen Dank