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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 882
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Einkommensteuererklärung 2010: im Anschluss an die Elternzeit

Kundenfrage

Einkommensteuererklärung 2010:
im Anschluss an die Elternzeit 2009 hat mir mein AG die Stelle ordentlich und firstgemäß zum 31.07.2010 aus betriebsbedingten Gründen gekündigt. Im Gegenzug habe ich folgende, im Abwicklungsvertrag geregelten Leistungen erhalten:
1. Freistellung in der Kündigungszeit (6Monate)
2. eine einmalige Abfindung i .H.v 22 TEUR brutto; ist auch als einmalige Zahlung aufs Konto eingegangen; Steuerberechnung Fünftel-Methode
3. Outlacementberatung: 8,75 TEUR zzgl MwSt.

Um die Steuerbegünstigung der Abfindung zu prüfen, will das FA sämtliche Kündigungsunterlagen von mir bekommen.
Meine Fragen dazu:
1. In der Steuerklärung habe ich eine Pendlerpauschale eingegeben; ist diese durch die Freistellung von mir unrichtigerweise berücksichtigt worden?
2. Kann das FA die Outplacentleistung zusätzlich versteuern?
3. Muss ich den Abwicklungsvertrag mit allen Details auch abgeben oder reicht es aus, wenn ich nur die Kündigung und die Kontoauszüge abgebe?
Da ich in Juni 2010 noch ein Kind zur Welt gebracht habe und bis Dezember erneut Elterngeld bezogen habe, ist es mir wichtig eine große Steuernachzahlung zu vermeiden.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

 

vielen Dank für ihre Frage, die ich gern wie folgt beantworte:

 

1. Die Pendlerpauschale können Sie nur bis zum 31.07.2010 als Werbungskosten ansetzen, da mit diesem Datum das Arbeitsverhältnis beendet gewesen ist.

 

2. Die Outplacementberatung müssen Sie versteuern, entweder als Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder als Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit, wenn Sie diese selbständig ausgübt haben sollten. Hierzu müssen Sie eine Gewinnermittlung durch EÜR erstellen und den Gewinn in ihrer Einkommensteuererklärung in die dafür vorgesehehenen Anlage eintragen. Eine Gewerbesteuererklärung müssen Sie ebenfalls abgeben, wenn Sie Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielt haben sollten. Allerdings werden Sie nicht mit einer Gewerbesteuerfestsetzung rechnen müssen, da der Gewerbesteuerfreibetrag bei natürlichen Personen € 24.500,- beträgt und dieser durch ihre in 2010 erzielten Einkünfte durch Outplacementberatung nicht überschritten wird. Sie müssen die von Ihnen berechnete und vereinnahmte Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen und dafür eine Umsatzsteuerjahreserklärung abgeben für das Steuerjahr 2010.

 

3. Sie müssen nur die Kündigung und die Kontoauszüge beim Finanzamt einreichen.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gegebenenfalls gern zur Verfügung.

 

Weiter darf ich Sie höflich bitten meine Steuerberatung zu vergüten, indem Sie das grüne Feld "Akzeptieren" anklicken.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie keine Anschlussfrage mehr haben, dann darf ich Sie nochmals höflich bitten meine Steuerberatung zu vergüten, indem Sie das grüne Feld "Akzeptieren" anklicken.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag Herr Severin,

 

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich würde gerne noch mal bei den drei Fragen nachhacken:

 

1. Kann ich diese Pendlerpauschale auch bis zum 31.07.2011 ansetzen, obwohl ich freigestellt wurde, d.h. zw. Februar und Juli 2011 nicht mehr ins Büro fahren musste?

 

2. warum muss ich diese Outplacement-Leistung des AG versteuern lassen? wenn ich eine Schulung auf Kosten des AG als Mitarbeiter mache, muss ich diese auch nicht aus eigener Tasche bezahlen, bzw. versteuern, oder? Wäre es nicht eine gute Argumentation ggü. dem Fiskus?

 

3. Habe ich es richtig verstanden, dass das FA den Abwicklungsvertrag von mir nicht verlangen darf? oder muss ich auch diese unterlage bei Anforderung zeigen?

 

vielen Dank für Ihre Antwort.

 

Gruß, B. Sommerwerk

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Sommerwerk,

vielen Dank für ihre Anschlussfrage, die ich gern wie folgt beantworte:

1. Bei dieser Sachlage können Sie die Pendlerpauschale nicht ansetzen. Ich ging bei meiner vorherigen Antwort davon aus, das Sie den Arbeitsvertrag von Jahresbeginn 2011 bis zum Zeitpunkt der Beendigung am 31.07.2011 erfüllten. Ich bitte diesen Irrtum zu entschuldigen.

2. Wenn Sie die Ouplacementberatung als Selbständige gegenüber dem AG zzgl. Mehrwertsteuer in Rechnung stellten, dann haben Sie mit dieser Tätigkeit Einkünfte erzielt, die Sie versteuern müssen. Sofern Sie aber die Outplacementberatung für ihren Arbeitgeber durchgeführt und für diesen zzgl. Mehrwertsteuer gegenüber Dritten abgerechnet haben, sind nicht Ihnen diese Einkünfte, sondern ihrem Arbeitgeber zuzurechnen und er hat für die ordnungsgemäße Versteuerung dieser Einkünfte zu sorgen.

3. Sie müssen den Auflösungsvertrag nur dann dem Finanzamt vorlegen, wenn dieser benötigt wird, um die Einkommensteuer auf ihre Abfindung nach der 1/5-Regelung richtig berechnen zu können. Dann besteht für Sie eine Mitwirkungspflicht im Rahmen des steuerlichen Erhebungsverfahrens.

Ich hoffe damit ihre Anschlussfrage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalte

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag Herr Severin,

 

vielen Dank für ihre informative Antwort. Die Fragen eins und drei habe ich so weit akzeptiert. Tut mir leid für meine unkonkrette Fragestellung.

 

Nur noch kurze Erläuterung und Gegenfrage zum Punkt Outplacement: ich habe eine Outlacementberatung i.H.v. 10.000 EUR inkl. MwSt vom AG gegen Kündigung neben der Abfindung bekommen. Das ist so was wir eine Schulung zu beruflichen Neuorientierung mit einem Coach / Beraterer. Da Kostet eine Stunde 250 EUR. Mit anderen Worten habe ich diese Beratung für den AG nicht durchgeführt, sondern selbst als Arbeitnehmer mit Kündigungsangebot in Anspruch genommen. Im Abwicklungsvertrag steht soger eine Klausel, dass der Wert der Beratung ausgezahlt wird, wenn ich es nicht in Anspruch nehmen soll. Meine Frage dazu: das FA wird diesen Betrag nach meiner Schätzung auch als Einkünfte einstuffen wollen. Habe ich da eine Chance dagegen zu steuern?

 

Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.

 

Gruß, BSZ

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Sommerwerk,

 

vielen Dank für ihre Anschlussfrage, die ich gern wie folgt beantworte:

Den Kostenersatz für die Outplacementberatung durch den Arbeitgeber wird das FA mit großer Wahrscheinlichkeit gemäß § 19 Abs.1 Nr.1 Einkommensteuergesetz als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit betrachten, da unter diese Bestimmung neben dem Lohn und Gehalt auch andere Bezüge und Vorteile fallen, die aufgrund des Arbeitsverhältnisses dem Arbeitnehmer gewährt werden. Dieser Betrachtung könnte aber meines Erachtens entgegengehalten werden, das es sich bei dem Kostenersatz für die Ouplacementberatung nicht mehr um die Gewährung eines Vorteils für ihre Beschäftigung aus dem Arbeitsverhältnis handelt, sondern dieser einen Teil der Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes im Rahmen des Auflösungsvertrages darstellt, für den der Steuervorteil der 1/5-Regelung gilt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

K. Severin und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
...vielen Dank, XXXXX XXXXX meine Fragen beantwortet worden.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Sommerwerk,

vielen Dank für die Akzeptierung meiner Antwort.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag Herr Severin,

 

ich habe bisher keine Rechnung für die Steuerberatung erhalten. Deshalb auch meine Frage, wer diese erstellen wird? Wo soll ich mich melden?

Es handelt sich um die Nummer: 10268704-587 Steuerberatung.

 

Gruß, B.Sommerwerk

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
.. vielen Dank...
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.
..sehr gern..

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