So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an K. Severin.
K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 898
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage bzgl. internationales Steuerrecht.

Kundenfrage

Hallo,

ich habe eine Frage bzgl. internationales Steuerrecht. Folgender Fall:

Ich bin vor ca. 2 Jahren von Deutschland nach Malaysia ausgewandert. In Malaysia habe ich eine Firma mit meinem Geschaeftspartner gegruendet. Im Moment habe ich meinen Erstwohnsitz noch in Deutschland (welchen ich aber Anfang Februar abmelden werde). Nun ist es so, dass ich ab Mitte Februar in Deutschland bei einer Firma als externer Berater auf projektbasis bis Ende des Jahres angestellt bin (ca. 10 Monate). Wir moechten die Abrechnung gerne ueber unsere Firma in Malaysia taetigen, da in Malaysia die Versteuerung geringer ist als in Deutschland. Kann ich unter diesen Voraussetzungen Probleme mit dem deutschen Fiskus bekommen?

Viele GruesseXXXXX
Sandro
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für ihre Frage, die ich gern wie folgt beantworte:

Wenn Sie sich mehr als 6 Monate in der BRD durchgehend aufhalten, dann sind Sie mit sämtlichen Einkünften, die unter die Einkommensteuer fallen, gemäß § 1 Abs.1 Einkommensteuergesetz unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. Sie müssen deshalb die Einkünfte, die Sie durch ihre Beratungstätigkeit als externer Berater im laufenden Steuerjahr erzielen, in der BRD versteuern. Die hiesige Besteuerung können Sie auch nicht umgehen, indem Sie die von Ihnen erbrachten Leistungen durch das in Malaysia gegründete Unternehmen in Rechnung stellen. Eine solche Vereinbarung ist rechtsmißbräuchlich gemäß § 42 Abs.1 A0. Denn nach höchstrichterlicher Rechtsprechung des Bundefinanzhofs erzielt Einkünfte und hat diese zu versteuern, wer den Tatbestand verwirklicht, an dem das Einkommensteuergesetz die Entstehung der Steuer knüpft. Bei Ihnen handelt es sich entweder um Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit oder Gewerbebetrieb, die Sie durch ihre Tätigkeit als externer Berater erzielen. Sie müssen daher bis spätestens Ende Mai 2013 eine Einkommensteuererklärung in Bezug auf ihre Einkünfte als externer Berater aus dem Steuerjahr 2012 beim zuständigen Finanzamt in der BRD abgeben.

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlusssfragen gegebenenfalls gern zur Verfügung.

Weiter darf ich Sie höflich bitten meine Steuerberatung zu vergüten, indem Sie das grüne Feld "Akzeptieren" anklicken.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

K. Severin und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Severin,

vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort. Eine abschliessende Frage haette ich diesbzgl. noch. Sie schrieben "Wenn Sie sich mehr als 6 Monate in der BRD durchgehend aufhalten, dann sind Sie mit sämtlichen Einkünften, die unter die Einkommensteuer fallen, gemäß § 1 Abs.1 Einkommensteuergesetz unbeschränkt einkommensteuerpflichtig".

Wie ist die Rechtssprechung, wenn ich z.B. alle 5 Monate Deutschland fuer eine kurze Zeit verlassen wuerde (und mich somit ja nicht 6 Monate durchgehend in Deutschland aufhalte)? Waere ich dann trotzdem gemäß § 1 Abs.1 Einkommensteuergesetz unbeschränkt einkommensteuerpflichtig?

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Sandro
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragsteller,

vielen Dank für ihre Anschlussfrage, de ich gern wie folgt beantwort:

 

Die unbeschränkte Einkommensteuerpflicht entsteht gemäß § 1 Abs.1 Einkommensteuergesetz dann, wenn Sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. Der gewöhnliche Aufenthalt ist in § 9 Abgabenordnung definiert.

Dieser lautet wie folgt:

§ 9 Gewöhnlicher Aufenthalt

Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt. Als gewöhnlicher Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes ist stets und von Beginn an ein zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als 6 Monaten Dauer anzusehen; kurzfristige Unterbrechungen bleiben unberücksichtigt. Satz 2 gilt nicht, wenn der Aufenthalt ausschließlich zu Besuchs-, Erholungs-, Kur- oder ähnlichen privaten Zwecken genommen wird und nicht länger als ein Jahr dauert.

 

Wie Sie sehen, bleiben bei der Berechnung der Sechsmonatsfrist gemäß § 9 Satz 2, 2 Halbsatz nur kurzzeitige Unterbrechnungen unberücksicht.

 

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Steuern