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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1406
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
49776616
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RainNitschke ist jetzt online.

meine Frau ist Auszubildende in einem Dienstverhältnis in einem

Kundenfrage

meine Frau ist Auszubildende in einem Dienstverhältnis in einem Krankenhaus. Wir möchten daher die Ausbildungskosten als Werbungskosten absetzen. Sie zahlt auch Steuer bezahlt. Großer Block sind Fahrtkosten - sie hat ein Fahrtenbuch geführt. Insgesamt rund 10Tsd km im Jahr (beruflich). Was muss ich unbedingt beachten, um sicherzustellen, dass ich das Maximale hier raushole? z.B... was muß unbedingt in der Steuererklärung unter Werbungskosten diesbzgl. stehen?

Zur Info: die Krankenpfllegeschule ist im Krankenhaus-Gebäude. Es gibt aber neben der Theorie jede Menge Praxiseinsätze, daher wechselt ständig ihr Arbeitsort. Schichtarbeit macht Autofahren ein MUSS... was hohe Kosten verursacht. Daher möchten wir über Fahrtenbuch alle Fahrtkosten hin/zurück absetzen und nicht die Pendlerpauschale!

Gibt es eine Höchstgrenze wenn es über Fahrtenbuch abgesetzt wird? Kann sie dazu noch Verpflegungspauschale beantragen?

Wie können wir unbedingt sicherstellen (z.B. durch Vermerk), dass die Kosten alle als Werbungskosten anerkannt werden? Und möglichst ohne Höchstgrenze?

Danke. Nutzer aus Hessen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

wenn Ihre Frau Auszubildende ist, ist Sie im Prinzip eine normale Arbeitnehmerin, die einen Anspruch auf Erstattung der Fahrtkosten zur Arbeitsstätte mit der Pendlerpauschale hat. Dabei ist leider nur eine Fahrt berücksichtigungsfähig. Bei zusätzlichen Fortbildungsmaßnahmen wären die Kosten komplett erstattungsfähig.

 

Die regelmäßigen Fahrten wären dann als Werbungskosten unter den Fahrten zur Arbeitsstätte einzutragen. Alles was außergewöhnlich ist, wären Reisekosten. Diese wären auch komplett erstattungsfähig und es könnte auch eine Verpflegungspauschale angesetzt werden.

 

Aber Achtung:

 

Das gilt allerdings nur, wenn sich der Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule an verschiedenen Orten befinden. Ist die Schule dagegen direkt an den Betrieb angeschlossen, bleibt es bei der Pendlerpauschale, entschied das FG München (Urteil vom 4.5.2010, Az. 10 K 1056/09). In dem benannten Fall geht es genau um Ihren Fall: Krankenpflegerschule im Krankenhaus!!!

 

Am besten legen Sie der Steuererklärung eine Auflistung der Fahrten in geordneter Form vor. Sie machen einfach eine Auflistung, in der Sie zum Beispiel aufschreiben, dass Ihre Frau 20 mal im Januar zur Arbeitsstätte gefahren ist und 3 mal zu einem anderen Ausbildungsort. Schreiben Sie die Adresse dazu und die Kilometer für die einfache Strecke. Dann blicken auch die Sachbearbeiter leichter durch und müssen nicht das ganze Fahrtenbuch durcharbeiten.

 

Sie wird sicherlich sehr viel weniger Steuern gezahlt haben, als sie erstattet bekommen könnte. Das ist aber nicht weiter schlimm, wenn Sie ebenfalls berufstätig sind, zusammenveranlagt werden und ordentlich Steuern gezahlt haben. In dem Fall werden dann die Verluste Ihrer Frau mit Ihren Zahlungen verrechnet, so dass es ingesamt zu einer Erstattung kommt. Sollten die Verluste noch höher sein, als die von Ihnen gezahlte Steuer, dann sollten Sie die Feststellung des Verlustvortrages beantragen (Mantelbogen ganz oben). Dann wird, wenn nicht automatisch etwas zurück getragen werden kann, der Verlust im nächsten Jahr angerechnet. Ihnen geht also nichts verlohren.

 

Bei weiteren Fragen, melden Sie sich bitte!.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke

Rechtsanwältin (Steuern)

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke für die Antwort. Dann kann ich wohl leider nur die Pendlerpauschale beanspruchen - zumindest für die Fahrten, die direkt zum Krankenhaus führten.

 

Wie ich verstanden habe, liegt es daran, dass die Schule UND das Krankenhaus am gleichen Ort sind. Es gibt aber - wie oben geschrieben - einige Einsätze im Rahmen der Ausbildung, die nicht direkt im Krankenhaus stattfinden. Diese sind auch auf 3-6Wochen Basis aber halt in anderen Kliniken etc (nicht im ausbildenden Krankenhaus selbst). Wie wird das geregelt? Kann ich für solche Fahrten die Hin- und Rückfahrt komplett absetzen, und somit zumindest mehr holen als nur die Hinfahrt über Pendlerpauschale? In solchen Fällen würde ich dann gerne auch die Verpflegungspauschale beantragen - da nicht am normalen Ausbildungsort sondern woanders. Wie sehen Sie das?

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Danke für Ihre Nachfrage!

 

Alle Fahrten, die nicht zur Ausbildungsstätte führen, wären als Reisekosten geltend zu machen (Dienstreise). Dann auch die Hin- und Rückfahrt, sowie die Verpflegungspauschale.

 

 

RainNitschke und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für die schnelle Antwort. Ich merke jedoch, dass die Fragen online beantwortet werden und nicht per Email an mich. Bitte an meinen Datenschutz denken - ich möchte diese private Fragen nicht jedermann zugänglich machen. Bitte diese daher niocht online veröffentlichen. Danke
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Keine Sorge! Private Daten sind in Ihrer Anfrage nicht enthalten und würden vom System auch sofort gelöscht, daher wird niemand darauf kommen, wer hinter der Frage steht.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wie hoch ist übrigens diese Verpflegungspauschale pro Tag im Jahr 2010 gewesen? Ich werde einige Tage als Dienstreisen erfassen. Danke
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

Für eine Dienstreise im Inland können Verpflegungsmehraufwendungen zu folgenden Beträgen pro Kalendertag angesetzt werden:

  • 24 € bei einer Abwesenheit von 24 Stunden,
  • 12 € bei einer Abwesenheit von weniger als 24 Stunden, aber mindestens 14 Stunden,
  • 06 € bei einer Abwesenheit von weniger als 14 Stunden, aber mindestens 8 Stunden (§ 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 5 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes).