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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1408
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
49776616
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RainNitschke ist jetzt online.

Einkommensteuerbescheid 2010 - Sonderausgaben Sehr geehrte

Kundenfrage

Einkommensteuerbescheid 2010 - Sonderausgaben

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich benötige wegen einer speziellen Frage der Absetzbarkeit von Altersvorsorge-beiträgen, die gem.§ 10 a Abs. 1 EStG als Sonderausgaben geltend gemacht werden können, Ihre Hilfe.

Was ich nicht nachvollziehen kann, ist der Umstand, dass das Finanzamt Buchholz erst den Betrag in Höhe von 154,00 EUR bei der Altersvorsorge vom zu versteuernden Ein-kommen steuermindernd berücksichtigt hat, um dann aber wiederum bei der Berechnung der Einkommensteuer diesen Betrag in voller Höhe (..also keine quasi Einkommenser-höhung..) der Steuerschuld zuzuschlagen.

Meine Rückfrage beim Finanzamt brachte auch – zumindest für mich – keine Klarheit!

Vielleicht können Sie mir helfen?

Mit freundlichen Grüßen
Bernd-G. Bachmann
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

vorweg möchte ich anmerken, dass es etwas schwierig ist, eine umfassende Antwort zu geben, ohne den genauen Inhalt des Bescheides zu kennen.

 

Allgemein ist es bei der Berücksichtigung des Sonderausgabenabzuges nach § 10a EstG so, dass das FA eine Günstigerprüfung durchführt = Das Finanzamt prüft, ob der Sonderausgabenabzug steuerlich für Sie günstiger ist als die Altersvorsorgezulage, die Ihnen zustehen würde. Der Sonderausgabenabzug wird nur dann gewährt, wenn der Steuervorteil aufgrund des Sonderausgabenabzugs höher ist als die Altersvorsorgezulage. Wird der Sonderausgabenabzug gewährt, wird allerdings die tarifliche Einkommensteuer gleichzeitig um die gewährte Altersvorsorgezulage wieder erhöht.

 

Es kann daher sein, dass sich diese Beträge bei Ihnen decken. Die Grundzulage beträgt nämlich genau 154,00 EUR für einen Alleinstehenden ohne Kinder. Ein Sonderabgabenabzug wirkt sich daher tatsächlich erst spürbar steuermindernd aus, wenn Ihre Sonderausgaben über der Zulage liegen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke

Rechtsanwältin

 

 

 

 

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

 

Ich darf Sie bitten, die Frage gemäß der AGB durch Anklicken des grünen "Akzeptieren" - Feldes zu akzeptieren. Kostenlose Nachfragen sind selbstverständlich auch im Anschluss noch möglich. Vielen Dank!

RainNitschke und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo + guten Tag Frau Nitschke,

 

besten Dank für die schnelle Antwort.

 

Allerdings, Ihre Argumentation war mir bekannt und wurde auch vom Finanzamt nach meinem Einspruch so gesagt!

Ich hätte Ihnen gern den Bescheid 2010 gesandt, konnte allerdings keine Möglichkeit finden, wie ich Ihnen diesen übersenden kann. Nennen Sie mir bitte Ihre E-Mail-Anschrift oder Ihre Fax-Nummer, dann kann ich Ihnen die 4 Seiten des Bescheids senden.

 

Was mir nicht klar ist, möglicherweise habe ich ja hier eine "Blockade", ist, dass - und ich zitiere hier die Bescheid-Passi/Passus - unter "Berechnung des zu versteuernden Einkommens" bei der Position "Altersvorsorgebeiträge" zu den 1.220 EUR die "Altersvorsorgezulage" in Höhe von 154 EUR addiert wird. Okay, also ist der steuermindernde Betrag gesamt 1.374 EUR.

 

Unter "Berechnung der Einkommensteuer" wird jedoch neben den übrigen Steuerschuld-Beträgen der Betrag der "Altersvorsorgezulage" mit 154 EUR zugeschlagen, sodass sich hier die "Festzusetzende Einkommensteuer" um diesen Betrag erhöht.

 

Und soweit mir bekannt, ist es nun mal ein gewaltiger Unterschied, ob ein Betrag einkommensmindernd berechnet, oder ob dieser Betrag der Einkommensteuer aufgepfropft wird, oder?

 

Bitte um Ihre Stellungnahme. Danke.

 

Beste Grüße

Bernd-G. Bachmann

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Sie können mir den Bescheid gerne per Email zukommen lassen an info@kathrin-nitschke.de , dann schaue ich kurz drüber

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich werden Ihnen separat per E-Mail die 2. Seite des Bescheids zusenden, so brauche ich lediglich eine Sete einscannen. Die infrage kommenden Stellen habe ich gekennzeichnet!

Sollten Sie die anderen 3 Seiten noch benötigen, sagen Sie es mir bitte.

 

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für die Nachfrage!

 

Ich kann die "Blockade" durchaus nachvollziehen. Sie meinen sicher, dass es widersinnig ist, erst den Betrag als Abzugsposten anzuerkennen, und dann nach der Berechnung der Steuer, den Abzugsbetrag wieder komplett drauf zu schlagen. Gefühlsmäßig kann dabei nur ein schlechteres Ergebnis herauskommen. Verständlich!

 

Wenn man Ihnen aber den Sonderausgabenabzug anerkannt hat, weil es nach der Günstigerprüfung tatächlich auch günstiger für Sie ist, dann wird die Altersvorsorgezulage bei der Einkommensteuer wieder aufgeschlagen - s.o..

 

Das Verfahren wird aber immer noch günstiger sein, als Ihnen den Sonderausgabenabzug nicht zu gewähren. Das soll die Günstigerprügung eigentlich bezwecken! Eigentlich müsste man sogar sagen: OBWOHL man den Zulagebetrag wieder aufschlägt, hat man ihn TROTZDEM vorher berücksichtigt, was unterm Strich positiv für Sie ist.

 

Da hier Verlinkungen nicht so gerne gesehen werden, kann ich nur den Tip geben, einmal nach dem Begriffen "Berechnung der Einkommensteuer" zu suchen. Dort werden Sie früher oder später auf eine Tabelle stoßen (z.B. bei wiki....) , in der genau beschrieben wird, wann welche Beträge abgezogen werden und welche Beträge wann wieder hinzugerechnet werden. Das FA geht in diesem Fall einfach nach dem vorgegeben Berehcnungsschema aus.

 

Die Berechnung Ihrer Steuer war jedenfalls soweit ich es aus dem Bescheidteil erkennen konnte in Ordnung.