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StB Rösner
StB Rösner, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 223
Erfahrung:  Diplom-Kaufmann
57244072
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
StB Rösner ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind auf der Suche nach

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind auf der Suche nach der richtigen Steuerklasse nach der Heirat bzw. während der Elternzeit.
Meine Lebenspartnerin (SK I, Geburtsjahr `82, Jahresbruttoeinkommen ca. € 92.000,00.-) und ich (SK I, Geburtsjahr ´78, Jahresbruttoeinkommen ca. € 43.000,00.-) leben z.Z. in einem gemeinsam gekauften Haus (50:50) und werden am 11. Juni 2011 heiraten. Mitte September 2011 ist der Entbindungstermin unseres gemeinsamen Kindes. Meine Frau wird dann voraussichtlich die vollen 13 Monate Elternzeit in Anspruch nehmen. Unsere Frage sind nun: Welche Steuerklasse sollen wir wählen nach der Heirat bzw. nach der Geburt oder wäre eine einmalige Änderung ausreichend? Bitte bedenken Sie bei der Antwort das sich meine Frau nach der Geburt in Elternzeit befindet. Danke XXXXX XXXXX Antwort
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

durch die Wahl der Steuerklasse lässt sich das Nettoeinkommen sowohl in den 12 Monaten vor der Geburt des Kinds als auch im Bezugszeitraum beeinflussen und damit die Höhe des Elterngelds. In der Zeit vor der Geburt empfiehlt sich die "günstige" Steuerklasse III (also nach der Heirat noch im Juni auf Ehefrau III und Ehemann V wechseln), die zu einem höheren Nettoeinkommen, und damit später zu höheren Einkommensverlusten im Bezugszeitraum, führt.

Bei (eingeschränkter) Erwerbstätigkeit im Bezugszeitraum lässt sich das Nettoeinkommen dann durch Wechsel in die Steuerklasse V absenken und so die Einkommensdifferenz weiter erhöhen.
Nach den "Richtlinien zum BEEG" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend soll ein Wechsel der Steuerklasse rechtsmissbräuchlich und deshalb für den Anspruch auf Elterngeld unbeachtlich sein, wenn er erkennbar allein die Funktion hat, die Leistung zu erhöhen. Die sozialgerichtliche Rechtsprechung erkennt auch allein zur Leistungsoptimierung vorgenomene Steuerklassenwechsel an. Diese Rechtsprechung hat das BSG bestätigt.

Da Sie aber erst heiraten und sich nach der Heirat ohnehin für 3/5 oder 4/4 entscheiden müssen, sollte das nicht relevant werden. Außerdem ist III für den Besserverdienenden und V für den anderen Ehegatten auch sonst die zweckmäßigste Lösung. Nach der Geburt wäre dann Wechsel in III (Ehemann) und V (Ehefrau) auch wieder sachlich begründet.

Nachfolgend noch ein paar allgemeine Ausführungen. Vielleicht ist da auch was Verwertbares für Sie dabei.

Allgemeine Grundsätze zur Höhe der Leistung

Die Höhe der Leistung richtet sich nach dem individuellen Einkommensverlust des erziehenden Elternteils. Maßgeblich ist das in den 12 Monaten vor der Geburt durchschnittlich erzielte monatliche Nettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit, begrenzt auf den Höchstbetrag von 2.700 EUR monatlich. Darauf werden bei Totalausfall wegen Verzichts auf Erwerbstätigkeit 67 % als Einkommensersatz gezahlt, also höchstens 1.800 EUR monatlich. Wird die Arbeitszeit lediglich - auf bis zu 30 Stunden wöchentlich - herabgesetzt, beträgt das Elterngeld 67 % der Differenz zum zuvor erzielten Einkommen.

Wichtig: Verlängerung des Refenzzeitraums

Der Referenzzeitraum von 12 Monaten vor der Geburt verlängert sich nach um die Kalendermonate, in denen der Berechtigte für ein älteres Kind Elterngeld bezogen hat. Dasselbe gilt für den Bezug von Mutterschaftsgeld und für schwangerschaftsbedingte Krankheitszeiten, während derer Erwerbseinkommen ganz oder teilweise weggefallen ist.

Allgemeines zum Einkommensbegriff des BEEG

Das BEEG knüpft seinen Einkommensbegriff an das Steuerrecht.
Er gilt einheitlich sowohl für das vor der Geburt als auch für ein aus
zeitlich begrenzter Erwerbstätigkeit während des Elterngeldbezugs
erzieltes Einkommen, ist aber begrenzt auf die Einkunftsarten Gewerbebetrieb, Land- und Forstwirtschaft sowie selbstständige und nicht selbstständige Arbeit.

Als Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit definiert das - unter Ausschluss eines Verlustausgleichs zwischen verschiedenen Einkunftsarten - den Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten. Diese Anknüpfung an die positiven Einkünfte hat zur Folge, dass steuerfreie Einnahmen nach, wie z. B. Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Arbeitslosengeld, Entgeltumwandlungen und steuerfreie Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit als Einkommen unberücksichtigt bleiben.

Die Berechnung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungskosten weicht in 2 Punkten vom Steuerrecht ab: Werbungskosten werden ohne Rücksicht auf ihre tatsächliche Höhe stets pauschal mit 1/12 des jährlichen Arbeitnehmer-Pauschbetrags monatlich berücksichtigt; sonstige Bezüge i. S. d., wie z. B. zusätzliche Monatsgehälter, Gratifikationen und Weihnachtsgeld, bleiben unberücksichtigt. Von dem so ermittelten Überschuss sind zur Ermittlung des Nettoeinkommens die geleisteten Sozialabgaben und die abgeführten Steuern abzuziehen.

Allgemeines zur Ermittlung des Einkommens

Der Berechtigte hat im Antrag auf Elterngeld anzugeben, wie hoch sein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen im Jahr vor der Geburt des Kinds gewesen ist. Arbeitnehmer werden diese Angabe ohne Schwierigkeiten machen können. Das BEEG verpflichtet die Arbeitgeber, der zuständigen Behörde für die (auch ehemals) Beschäftigten das Arbeitsentgelt, die abgezogene Lohnsteuer, den Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge und die Arbeitszeit zu bescheinigen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Hr. Rösner,

danke für Ihre Ausführungen.

Ich werde ihre Antwort mit meiner Frau besprechen und mich, falls es Nachfragen gibt, heute noch melden.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Herr Rösner,

 

meine Frau verdient seit knapp 5 Jahren monatlich 3100 Euro netto. Auf der Basis wäre das Elterngeld beim Höchstsatz von 1800 Euro. Wenn sie nach der Heirat (ca. 3 Monate vor der Geburt des Kindes) in die Steuerklasse III wechselt, würde sich das Einkommen ja erhöhen. Macht es aber überhaupt Sinn, denn sie ist ja eh schon am Höchstsatz angelangt. Oder könnte sie auch gleich in die Steuerklasse V nach der Heirat wechseln?

 

Wären zwei Wechsel der Steuerklasse in einem Jahr überhaupt möglich oder zählt der erste Wechsel bei Heirat nicht?

 

MfG

 

Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn das Elterngeld, unabhängig von der Steuerklasse, ohnehin auf den Höchstbetrag lautet, weil das Gehalt entsprechend hoch ist, kann man sich bei der Steuerklassenwahl natürlich an anderen Kriterien, insbes. Lohnsteuer, orientieren.

Dann könnte auch gleich in die Steuerklasse V gewechselt werden.

Grundsätzlich können Sie die Steuerklasse mehrmals wechseln.

Inwieweit dies beim Elterngeld missbräuchlich betrachtet werden könnte, ist wohl eine Einzefallentscheidung. Dies bitte ich bei der Antragsstelle zu erfragen. Aber wegen des ohnehin zum Ansatz kommenden Höchstbetrags stellt sich diese Frage wohl nicht.

Je nachdem, wie ihre Zukunftspläne aussehen, ist vielleicht auch das Faktorverfahren -unabhängig vom Elterngeld -für Sie interessant:

http://data6.blog.de/media/610/5612610_bca27f087f_d.pdf

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Hr. Rösner,

 

wir können leider mit den Antworten von Ihnen wenig anfangen.

Die Antworten sind uns leider zu allgemein gehalten, wir haben Ihnen alle Daten und Bezüge zur Verfügung gestellt sowie unsere zukünftige Situation.

Wir haben eine individuellere Antwort erwartet, die uns eine konkrete Handlungsempfehlung gibt.

 

MfG

 

Experte:  StB Rösner hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

bei 72,41 Dollar (also haben Sie wohl 50 Euro geboten), wovon 25 Euro bei mir ankommen würden, sofern Sie meine Antwort akzeptierten. Davon muss ich noch 19% USt abführen. Da die Akzeptanzquote bei justanswer durchschnittlich bei 60% liegt (meine eigene habe ich noch nicht errechnet) verblieben mir also erwartungsgemäß 12,61 Euro.

Im Rahmen der mir vor diesem Hintergrund zur Verfügung stehenden Zeit habe ich mein Bestes gegeben und ich bin schon der Meinung, dass individuell geantwortet habe. Die Komplexität des Steuer- und Sozialversicherungsrechts habe ich nicht zu vertreten und eine Online-Beratung kann eine Beratung in der Kanzlei niemals voll ersetzen. Wenn es nach mir ginge, würden ohnehin sämtliche Subventionen wie Elterngeld, Abzugsfährigkeit von Handwerkerleistungen usw. abgeschafft werden. Das macht nur unnötig Arbeit und verursacht volkswirtschaftliche Kosten.

Die allgemeinen Ergänzungen waren zusätzlicher Service.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Hr. Rösner,

 

wir werden Ihre Antwort nicht akzeptieren und waren eigentlich in der guten Hoffnung eine aussagefähige Antwort auf unsere Frage zu bekommen.

Uns ist im übrigen schon klar, dass eine online Beratung niemlas eine persönliche Beratung vor Ort und mit einem Steuerberater ersetzen kann.

Darüber hinaus hat Ihre persönliche Meinung wie z.B. die Abneigung von Subventionen wie Elterngeld nichts mit unserer Fragestellung zu tun.

 

MfG die Fragesteller.

 

 

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