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rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 3078
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt im Bereich Steuerrecht
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Unsere f r 2008 geltend gemachten Fahrtkostenerstattungen an

Kundenfrage

Unsere für 2008 geltend gemachten Fahrtkostenerstattungen an die Großeltern (errechnet mit € 0,30 / km Entfernung etwa 50 km, mehrere Fahrten Pro Woche, Beträge - schwankende - wurden sicherheitshalber überwiesen und nicht bar bezahlt, keine Entlohnung, nur Fahrtkostenerstattung) sollen nicht anerkannt werden.

Das FA argumentiert, dass reine Fahrtkostenerstattungen nicht anerkennungsfähig seien, sondern lediglich solche, die bei Minijobs anfielen. Die dann wiederum im Rahmen eines Haushaltsscheckverfahrens bei der Bundesknappschaft angemeldet worden sein müssten. Und das sei ja eben nicht der Fall. "Daher ist eine Berücksichtigung der Fahrtkosten an die Großeltern im Rahmen der Kinderbetreuungskosten nicht möglich."

Dies ist bereits die Antwort im Rechtsbehelfsverfahren, denn wir hatten schon Einspruch eingelegt.

Was ist nun zu tun? (Leider eilt es auch sehr...)

Vielen herzlichen Dank für eine Antwort!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gegen den Einspruchsbescheid können Sie innerhalb von einem Monat nach Zugang Klage beim zuständigen Finanzgericht einlegen. Sodann würde dieses die Entscheidung des Finanzamtes überprüfen.

In der Sache selbst dürfte es durchaus schwierig werden, hier entsprechende Kosten abzusetzen. Die Finanzämter und auch teilweise die Gerichte gehen davon aus, dass nur Kosten absetzbar sind, die durch Dritte verursacht werden. Hierzu hätten die Großeltern somit eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit haben müssen, um die entsprechenden Fahrtkosten steuerlich geltend zu machen. Insofern liegt das Finanzamt zunächst auf der Linie der bisherigen Entscheidungen. Allerdings halte ich es zumindest für eine Ungleichbehandlung und teilweise Förmelei, wenn man hier die entsprechenden Kosten und Aufwendungen, die tatsächlich entstanden sind, nicht anerkennen will. Allerdings spricht die derzeitige Gesetzeslage zunächst dagegen und auch eine Analogie dürfte hier schwer herzustellen sein und jedenfalls eine tiefgreifende Beschäftigung mit dem Sachverhalt erfordern, um hier schlagkräftige Argumente gegen die Auffassung der bisherigen Rechtsprechung zu finden.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich auf Ihre Akzeptierung (grünes Feld).

Viele Grüße

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