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rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 2922
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt im Bereich Steuerrecht
30639152
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Hallo, Ich br uchte dringend einen schnellen Rat ich bin

Kundenfrage

Hallo, Ich bräuchte dringend einen schnellen Rat:
ich bin selbstständig & freiberuflich Lehrerin für Afrikanisch Trommeln & Tanzen. Seit 2003 habe ich mich als Ich-AG selbstständig gemacht, und jedes Jahr immer brav meine Gewinn-Verlustrechnung abgegeben. Ich habe auf Nachfragen, und sogar einmal in einem längeren persönlichen Gespräch mit dem für mich zuständigen Finanzamt-Angestellten immer das Feedback erhalten: das ist alles i.O.so. Nun kam nach unserem Umzug von Bremen nach Niedesachsen auf einmal die Ankündigung der Finanzamt-Prüfung. Ich bin da guten Glaubens draufzu, hatte ich doch bislang auch nie etwas Gegenteiliges vom Finanzamt gehört. Nun wurden mir nicht nur die letzten 4 Jahre geprüft (obwohl nur 3 angekündigt wurden), sondern es hieß auf einmal, ich sei schon seit 2006 über die magische Umsatzgrößengrenze von 17.000 im Jahr rüber, und damit Umsatzsteuerpflichtig. Und das wollen sie nun alles auf einmal haben. Wir reden über eine Summe von 15.000. Geld, welches ich schlicht nicht habe. Ich bin absolut entsetzt, daß - wenn es denn alles so stimmt - das Finanzamt mich nicht schon viel früher darüber informierte, daß ich Umsatzsteuerpflichtig bin ! ich hätte es doch bezahlt und vor allem einkalkulieren können. Welche Chancen habe ich, auf diesen Umstand hinzuweisen und damit zumindest einen Teilerlaß dieser Riesensumme abzubiegen ?? Es gibt doch die Beraterpflicht des Finanzamtes, und die ist in meinem Falle vollkommen vernachlässigt worden. Ich habe das Gefühl, ich werde hier ohne Vorwarnung ins offene Messer laufen gelassen, und ganz alleine zur Verantwortung gezogen. das kann doch nicht sein ! Gibt es irgendetwas, was ich dagegen tun kann ?? MFG A.H Flemming
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

in der Tat hat das Finanzamt als Behörde, wenn es berät eine Pflicht, die Beratung ordnungsgemäß und richtig durchzuführen. Problematisch ist jedoch, dass Sie diesen Pflichtverstoß im Streitfall beweisen müssen, ggf. durch Zeugen bei den Beratungen, Schreiben des Finanzamtes etc.

Sofern Sie hier solche Möglichkeiten haben, bestehen gute Chancen, hier eine Mithaftung des FA als Amtspflichtverletzung geltend zu machen, was sich insebsondere auf mögliche Zinsen beziehen dürfte.

Insgesamt ist abzuwägen, ob man sich hierüber nocheinmal mit dem FA unterhält, natürlich unter Bedeckung möglicher Schadenersatzansprüche oder man offensiv gegen das Finanzamt vorgeht.

Um die Zahlung der Umsatzsteuer selbst, wenn die entsprechenden Voraussetzungen bei Wegfall der Kleinunternehmerregelung vorlagen, werden Sie nur schwer herumkommen, jedoch könnten Sie Schadenersatzansprüche bzgl. Ihrer Kalkulation oder Zinsansprüche für ein notwendiges Darlehen ggf. aufrechnen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich auf Ihre Akzeptierung.

Viele Grüße
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 2922
Erfahrung: Tätigkeit als Rechtsanwalt im Bereich Steuerrecht
rebuero24 und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo, Ja das klingt jetzt alles nicht so gut. Wieso bin ich in der Beweispflicht ? Die Steuerbescheide selber sind doch Beweis, daß das Finanzamt nicht der meinung war, daß ich da noch was zu zahlen hatte ?! kaum nach Niedersachsen umgezogen ging es nämlich gleich anders zu Sache: die forderten sofort Einkommenssteuer und wiesen mich darauf hin, daß ich Umsatzsteuerpflichtig bin. genau diesen Punkt meine ich, denn es hätte ebenso dem Finanzamt davor auffallen müssen, und sie hätten mich darauf hinweisen müssen. So wußte ich schlicht nichts davon. Damit haben die doch wohl zum einen Ihre Arbeit überhaupt nicht richtig gemacht und zum anderen mich nun in diese unfaßbare Lage gebracht. Nach meinem Rechtsempfinden tragen die eine Mitschuld, und ich müßte doch für die Jahre, die in deren Verantwortungsbereich fallen, zumindest einen deutlichen nachlaß der Steuerschuld erhalten, da ich selber nicht dafür verantwortlich bin, daß die mich weder von diesem Umstand meiner Steuerpflicht in Kenntnis gesetzt habe, noch es damit bewußt unterlassen habe, zu zahlen. Das kann doch nicht sein, daß ich nun die einzige bin, die für diese Versäumnis zur Rechenschaft gezogen wird ?! das ist absolut gegn mein Rechtsempfinden ! MFG A.H.Flemming
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre weiteren Informationen. Wenn es Steuerbescheide gab, in denen ein geringerer Umsatz ausgewiesen ist, so kommt es in der Sache dann tatsächlich darauf an, was die Betriebsprüfer festgestellt haben, warum hier eine Überschreitung der Grenze geschehen sein soll. Insofern wäre natürlich auch die Richtigkeit der Betriebsprüfung zu untersuchen.

Wie oben genannt, dürfte eine Falschberatung durchaus Folgen haben. Andererseits müssen Sie auch die von Ihnen tatsächlich erzielten Umsätze selbst prüfen, da diese ja dann zugrundegelegt werden.

Insgesamt dürfte hier eine umfassende Prüfung unter Zugrundelegung der einzelnen Bescheide und Schreiben notwendig sein. Im Rahmen der Beratung kann ich Ihnen nur die o.g. Grundrisse nennen, auf die es bei der Prüfung ankommen wird.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und darf höflich an meine Akzeptierungsbitte gem. den Nutzungsbedingungen erinnern.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, am Umsatz habe ich natürlich nichts geändert, sondern alles gutgläubig - ebenso wie es auch dem Finanzamt Jahr für Jahr dann vorlag - jede Gewinnermittlung gezeigt.
ich meine nach wie vor: die Tatsache, daß ich nicht darauf hingewiesen worden bin, daß ich umsatzsteuerpflichtig bin, diese Tatsache ist ein versäumnis und eine Vernachlüssigung der Beraterpflicht des Finanzamts. Oder sehe ich das denn zu einfach ? Der Prüfer hat in der Tat nicht alle Belege anerkannt. Er meinte aber, daß dies nicht den Ausschlag gibt, und daß das Finanzamt in der tat es ebenso hätte sehen müssen, was er jetzt sieht: nämlich daß ich seit 2006 hätte Ustd. zahlen müssen. Wer kommt denn nun für den entstandenen Schaden auf ? Gibt es denn nichts Konkretes, was Sie mir da raten können ? Zinsen für ein aufzunehmendes Darlehen finde ich sehr wenig. Die Summe ist so nur aufgelaufen durch das Versäumnis des Amtes. Und ich möchte mal den Kleinunternehmer sehen, der mal eben so 15.000 Euro nachzahlen kann, Sie brechen mir damit das Genick und nebenbei auch mich als zukünftige Einnahmequelle. Denn ob das so mit dem Geschäft weiterlaufen kann, ist die Frage. Ich hätte gerne kokreten Rat, was ich da nun tun kann, und wie ich vorgehen soll. MFG H.Flemming
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Herzlichen Dank für Ihre Akzeptierung.

Wenn die Umsätze, die KU-Grenze überstiegen haben, dann wäre ein Hinweis des FA durchaus angebracht gewesen und ggf. ist der Steuerbescheid dann auch falsch ausgestellt worden. Dies sind aber 2 unterschiedliche Dinge.

Zu schauen ist nunmehr, was Ihr Schaden konkret überhaupt ist. Die Umsatzsteuer hätten Sie 2006 auch zahlen müssen, wenn das FA Sie richtig beraten hätte. Dies dürfte auch für die Folgejahre gelten. Klar ist auch, dass das FA die gesamte Summe auf einmal wohl auf Grund seiner Fehler nicht fordern kann und Ihnen vielmehr einen angemessenen Zeitraum zur Zahlung lassen. Dies dürfte ebenso für Zinsen und Säumniszuschläge gelten, die das FA nicht erheben dürfte. Immer vorausgesetzt, wir kommen zu einem entsprechenden Fehlverhalten, wovon ich grds. ausgehe.

Interessant dürfte jedoch sein, inwieweit eben die wirtschaftlichen Schäden gehen, da Sie ggf., wenn Sie von der USt-Pflicht gewußt, bzw. ordnungsgemäß beraten worden wären, anders disponiert hätten. Dies wäre von Ihrer Seite aus zu eruieren.

Nochmals: An der entsprechenden Pflicht, je nach Richtigkeit der Prüfung, zur Zahlung der Steuern, wird sich wahrscheinlich nichts ändern, es sei denn einige damalige Bescheide hätten schon Rechtskraft erlangt, wobei hier die Abänderungsmöglichkeiten zeitlich für das FA noch bestehen dürften, dies wäre auch noch zu prüfen. Gegenrechnen können Sie nur den Schaden, den Sie erlitten haben, den Sie auch beziffern müssen, der Ihnen aufgrund der Falschauskunft entstanden ist oder noch entsteht.

Sie sollten sich daher mit dem FA nocheinmal, auch bereits unter Bezifferung der Schäden, in Verbindung setzen und eine angemessene Ratenzahlung vereinbaren, die zinslos sein sollte und mindestens 5 Jahre betragen sollte. Dann sollten Sie berechnen, was durchaus schwierig ist, inwiefern die Falschberatung Schäden (nicht die Steuerzahlung) darüberhinaus angerichtet hat. Stellt sich das FA quer, sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

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