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rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 3098
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt im Bereich Steuerrecht
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Hallo! Ich habe gerade eine Schenkung meines Gro vaters in

Kundenfrage

Hallo!
Ich habe gerade eine Schenkung meines Großvaters in Höhevon 360.000 Euro erhalten,
meine Eltern leben noch,ich selbst habe zwei kleine Kinder(2 und 5 Jahre alt).
Ich habe einen Freibetrag von 200.000 Euro,müsste also demzufolge meines Wissens nach 160.000 Euro mit 11% versteuern.Zur Schenkung selbst kam es durch mein Bauvorhaben(ist gerade in der Planungsphase),ein Neubau zur Eigennutzung für mich und die beiden Kinder.Das Geld ist also für dieses Vorhaben gedacht.Wäre es nicht möglich,die 160.000 Euro als Schenkung an meine Kindder zu deklarieren,als Enkel wären sie ja damit auch im Rahmen ihres Freibetrages?Und kann das Geld dann trotzdem in den Hausbau einfließen?Gibt es hier Möglichkeiten?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Steuern
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

grds. ist zunächst eine geteilte Schenkung möglich, um die Freibeträge besser nutzen zu können. Fraglich ist jedoch sodann in welchem Umfang Sie sodann über das geschenkte Kapital an die Kinder verfügen dürfen. Grds. könnte man sich hier vorstellen, dass Ihre Kinder anteilig Eigentümer an dem Grundstück werden, oder aber eine Weiterschenkung der Kinder an Sie. Hier ist wichtig, wegen des Umgehungstatbestans des § 42 AO, dass die Kinder grds. frei über das Vermögen verfügen können.

Bei beide Varianten treten aber weitere Probleme auf, bei der Grundstücksvariante muss das Grundstück grds. unbelastet sein und der Großvater müsste ggf. zunächst einen Teil erwerben und sodann an die Enkel weitergeben.

Bei der Kettenschenkung ist es wahrscheinlich, dass aufgrund der Schenkung ein Vormund das geschenkte Vermögen verwaltet. § 1638 BGBB sieht insofern vor, dass gerade Schenkungen nicht der Vermögenssorge der Eltern unterliegen, Sie also hierauf keinen Verwendungseinfluss haben.

Damit würde die erste Variante bleiben, wobei Sie sodann auch nicht uneingeschränkt über den Grundstücksanteil der Kinder verfügen dürften.

Ggf. ergeben sich andere Konstruktionen, wie zB. eine Miteigentümerschaft des Großvaters über 10 Jahre. Danach ist wieder der Freibetrag zugänglich.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich auf Ihre Akzeptierung.

Viele Grüße

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