So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an hhvgoetz.
hhvgoetz
hhvgoetz, Sonstiges
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 2879
Erfahrung:  Fachanwalt für SozialR
48877684
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Sozialrecht hier ein
hhvgoetz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich wurde aufgrund Eigenbedarf

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde aufgrund Eigenbedarf und einer erfolgten Räumungsklage im Sommer vergangenen Jahres von meinem Vermieter nach 43 Jahren gekündigt.

Ich bin somit seit einigen Monaten obdachlos, ALG2-Bezieher und werde beim Wohnungsamt per Wohnberechtigungsschein in Wartestellung auf Zuweisung einer neuen Wohnung in der Dringlichkeitsstufe 1 geführt.

Bekanntermassen befindet sich der Wohnungsmarkt in München wie auch in anderen Städten in einem desolaten Zustand und nach Rückfrage beim Wohnungsamt wurde mir dies auch mit den Worten bestätigt, dass es bezüglich geförderter Wohnungen eine unermessliche Zahl von Nachfrage, aber kaum Angebote geben würde.

Da es mitunter auch 2 Jahre dauern kann bis man in einer solchen Situation an eine Wohnung gelangt wollte ich anfragen ob man ein Anrecht hat bzw. ob es bei derartigen Fällen seitens des Jobcenters genehmigt wird, dass man als ALG2-Bezieher vom Jobcenter für die Zeit dieses in sich befindlichen Wartezeitraums die Kostenübernahme für Unterkunft (KdU) von Wohnungsanbietern auch dann genehmigt bekommt sofern diese nur auf Zeit befristet ist oder ob man in einer solchen Situation als einzige Alternative ausschliesslich die von der Stadt zugewiesenen Notunterkünfte wie Obdachlosenheime zur Verfügung hat.

Eine auf Zeit befristete angebotenen Wohnung ist entgegen einer dem Mietspiegel entsprechenden herkömmlichen Wohnung wesentlich eher zu finden und meine Frage bezieht sich wie erwähnt auf die Dauer des nicht unerheblichen Zeitraums, welcher bis zu einer zu erwartenden festen Wohnungszuteilung abgewartet werden muss.

Der Hauptgrund für diese frage ist, dass ich in der bisherig seit 43 Jahren bewohnten 3-Zimmerwohnung einen nicht unbeträchtlichen Hausrat zusammengetragen habe von welchem ich mich zumindest nur zu einem halben Teil und nicht nahezu gänzlichst trennen und diesen wenn möglich in deiner derartigen "auf Zeit vermieteten Wohnung" auf diese Weise unterstellen und gerne retten würde.
Diesen habe ich derzeit in einem Lager bei einem Freund untergestellt, welcher das Lager jedoch Ende Januar auflösen muss.

Selbstverständlich sind bei dieser Fragestellung Wohnungen gemeint, welche dem kostenmässig festgelegten "angemessenen" Bereich entsprechen und die für den jeweiligen Personenhaushalt gültige Obergrenze sowie die Grösse nicht überschreiten.

Kurzum besteht die Möglichkeit als obdachlos gewordener in Eigeninitiative für die Dauer bis man von Seiten des Wohnungsamtes ein Wo-angebot erhält sich eine für diesen Zeitraum zeitlich befristete Wohnung zu beschaffen, welche sich im Rahmen der "Angemessenheits-Kriterien" befindet und diese dann kostenmässig von Seiten des Jobcenters übernommen wird oder hat man in dieser Situation als einzige Alternative die städtischen Obachlosenheime/Notunterkünfte in Anspruch nehmen zu können ?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Sozialrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

selbstverständlich können Sie sich im Rahmen der Angemessenheitskriterien eine Wohnung selbst suchen. Die KdU werden hierfür auch übernommen.

Wenn Sie sich den Wechsel vor Unterschrift des Mietvertrages jedoch nicht konkret schriftlich genehmigen lassen, werden jedoch keine Umzugskosten übernommen.

Selbst unangemessene Wohnungskosten können bis zu 6 Monate lang sanktionsfrei übernommen werden. Eine Sanktion ist erst möglich, wenn Sie durch Bescheid zur Reduzierung der Kosten aufgefordert wurden.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__22.html


Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine positive oder neutrale Bewertung ab, denn nur dann erfolgt die Vergütung für die anwaltliche Beratung.


Mit freundlichen Grüßen

Ähnliche Fragen in der Kategorie Sozialrecht