So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an rebuero24.
rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 3138
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Sozialrecht
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Sozialrecht hier ein
rebuero24 ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe folgendes Problem: Ich bin 37 Jahre, eigentlich Hartz IV-Empfänger und vorübergehend bei meinen Eltern eingezogen. Nun unterstellt mir der Jobcenter eine Bedarfsgemeinschaft. Daher bekomme ich seit 2 Monaten kein Geld. Ich lebe in einem eigenen Zimmer und verpflege, (bzw. möchte ich gerne), mich selbst. Küchen-, Bade- und Wohnzimmerbenutzung ist doch auch bei einer WG selbstverständlich. Ist es rechtens, dass meine Eltern nun sämtliche Einkünfte, Sparkonten etc. offen legen müssen? Mein Vater möchte für Strom- und Wasserverbrauch, etc. 200,- € "Miete". Die Verpflegung wird mir auch in Rechnung gestellt. Er möchte auch nicht darauf verzichten. Meine Schulden bei den Eltern wachsen nun dadurch. Was kann ich tun? Ist es auch möglich, das Geld rückwirkend einzufordern? Ich wäre sehr dankbar für eine schnelle Antwort. Mit freundlichen Grüßen XXX

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Sozialrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ob eine Bedarfsgemeinschaft vorliegt oder nicht, ergibt sich aus den Umständen des Zusammenlebens. Sie müssen nachweisen, dass Sie alleine wirtschaften und lediglich in einer Art Wohngemeinschaft zusammen leben.

Dies dürfte jedoch in ihrem geschilderten Fall durchaus gegeben sein, insbesondere wenn sie auch Zahlungen leisten und keine gemeinsamen Räume nutzen.

Mir sind mehrere Fälle bekannt, in denen eine entsprechende Konstellation vom Jobcenter anerkannt worden sind.

Sie sollen daher gegebenenfalls nochmals mit dem Job Center Rücksprache halten und, sofern bereits ein ablehnender Bescheid ergangen ist, gegen diesen Widerspruch innerhalb eines Monats nach Zugang einlegen.

Ist bereits noch kein Bescheid ergangen, so sollten Sie darauf bestehen, dass ihr Antrag beschieden wird. Spätestens nach einer Untätigkeit von 6 Monaten können sie Klage auf Erteilung eines Bescheids einreichen.

Sollten Sie zwischenzeitlich keine Möglichkeiten haben, ihren Unterhalt selbst zu leisten, können Sie auch im Rahmen eines einstweiligen Anordnungsverfahrens einen entsprechenden Antrag beim Sozialgericht stellen.

Das Geld können Sie nur ab dem Zeitpunkt fordern, ab dem Sie einen Antrag gestellt haben.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich über ihre positive Bewertung.

Viele Grüße

Ähnliche Fragen in der Kategorie Sozialrecht