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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 16349
Erfahrung:  20 Jahre Anwaltserfahrung
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren ich wende mich an Sie um eine

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren ich wende mich an Sie um eine grundsätzliche Frage beantwortet zu bekommen. Meine Name ist Ina Schuster und habe mit meinen Mann ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung. In dieser Wohnung lebt unsere 28 jährige Tochter. Ich habe mich von meinem Mann getrennt und möchte meinen Teil meiner Tochter überschreiben. Eine Notarin hat uns davon abgeraten. Falls unsere Tochter arbeitslos wird und in Hartz IV rutscht müsste Sie ihren Teil veräußern. Wie verhält sich das nun genau?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Sozialrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.




Nach § 12 SGB II sind alle verwertbaren Vermögensgegenstände bei der Berechnung von ALG II zu berücksichtigen. Hierzu zählen somit grundsätzlich auch Immobilien.




Hier ein Auszug


§ 12 SGB II



3) Als Vermögen sind nicht zu berücksichtigen
1.
angemessener Hausrat,
2.
ein angemessenes Kraftfahrzeug für jede in der Bedarfsgemeinschaft lebende erwerbsfähige Person,
3.
von der Inhaberin oder dem Inhaber als für die Altersvorsorge bestimmt bezeichnete Vermögensgegenstände in angemessenem Umfang, wenn die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person oder deren Partnerin oder Partner von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit ist,
4.
ein selbst genutztes Hausgrundstück von angemessener Größe oder eine entsprechende Eigentumswohnung,



Gem. § 12 Abs.3 Nr. 4 SGB II bleibt ein selbstbewohntes Hausgrundstück in angemessener Größe jedoch als Vermögen unberücksichtigt.






Wenn die Tochter die Immobilie selbst bewohnt, stellt sich für die Beurteilung einer Berücksichtigung die Frage, ob die Wohnung angemessen sind.




Bzgl. der Größe von Wohneigentum wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass bei einem Einfamilienhaus 130m² für 4 Personen angemessen sind.



Für jede Person mehr oder weniger werden jeweils 20m² abgezogen bzw. hinzugerechnet, wobei die Mindestgröße für einen Ein-Personenhaushalt mit 80 m² angenommen wird.

Hinsichtlich der Grundstücksgröße geht man im städtischen Bereich von einer Angemessenheit von bis zu 500m² und im ländlichen Bereich von bis zu 800m² aus.


Je nachdem wie groß die Wohnung ist wird sie also mit angesetzt.



Wenn die Schenkung aus dem Grund erfolgt, um die Immobilie aus dem Endvermögen zu bekommen, so ist es so, dass dies nicht möglich sein wird.


Nur bei Anstandschenkungen wäre das möglich, ansonsten wird die Immobilie dem Endvermögen zugerechnet, da kein Ehegatte das Vermögen illoyal mindern darf




Bitte teilen Sie mit , ob Ihnen das weiterhilft

danke

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ?


Sehr gerne


wenn nicht bitte ich höflich um positive Bewertung


danke

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