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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 16769
Erfahrung:  20 Jahre Anwaltserfahrung
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

bin 1957 geboren,arbeite seit 31 jahren im gleichen betrieb

Kundenfrage

bin 1957 geboren,arbeite seit 31 jahren im gleichen betrieb und führe seit jahren schwere,im stehend zu führende und hebende arbeiten. Bin 50 % Gehbehindert und bin in den letzten 12 Monaten bereits länger als 6 Wochen erkrankt. Bei einem gemeinsamen Gespräch mit dem Pers. leiter bat ich um eine einfachere Arbeit, da ich unter den o. g. umständen diese Arbeiten nicht weiterführen kann, und aus diesem Grund ich gesundlheitlich angeschlagen bin. Ich legte ein Fachärztliche Bescheinigung ( Orthopadie und Unfallchirurgie) vor. Eine leichte Tätigkeit können sie nicht anbieten, Sie bieten mir ein einvernehmliches Vertragsaufhebung oder ein "Betriebliches Eingliederungsmanagement".

Ich habe zum Betr. Eingl.manag. zum Gespräch zugestimmt, falls alles von seiten des Betriebes nicht zum Einvernehmen kommt, welche arbeitsrechtliche Bestimmungen stehen mir zu ( welche Höhe an Abfindung stehen mir zu).

mfg

Samiyan
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Sozialrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Zunächst genießen Sie als Schwerbehinderter Kündigungsschutz nach § 85 SGB IX, so dass Sie der Arbeitgeber nicht einfach kündigen kann.


Er braucht dazu die Zustimmung des Integrationsamts, die nicht einfach zu bekommen ist.


Wenn Sie länger als 6 Wochen krank sind ist er verpflichtet, ein betriebliches Eingliederungsmanagement durchzuführen.


Dies soll Sie schrittweise wieder an Ihre frühere Tätigkeit heranführen.



Er ist aber auch verpflichtet Ihnen einen leidensgerechten Arbeitsplatz anzubieten.


Sie sollten sich mit der Bitte um Hilfe an das zuständige Integrationsamt zu wenden.


Dort ist man sehr hilfsbereit.


Wenn Sie einen Aufhebungsvertrag schließen müssen Sie unbedingt vorher sich auf einem speziellen Formular der Agentur für Arbeit von Ihrem Hausrzt bestätigen lassen, dass man Ihnen zur Arbeitsaufgabe aus gesundheitlichen Gründen rät.



Sonst bekommen Sie eine Sperrfrist.


Als Abfindung nimmt man ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr.


Wenn Sie die Abfindung ganz behalten wollen, müssen Sie im Aufhebungsvertrag die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber einhalten.


Tun Sie das nicht, wird Ihnen die Abfindung auf Ihr Arbeitslosengeld angerechnet.





Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.





Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht






Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne



Wenn nicht bitte ich um Akzeptierung


Danke