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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 16989
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Sozialrecht hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau Rechtsanw ltin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, ich

Kundenfrage

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich bin Leiharbeitnehmer für 7,60 €/Std; dies entspricht bei mtl. 150 Std. 800,00 € netto.
Da die Arbeitseinsätze teiweise über 50 km entfernt liegen, sind mir allein im letzten Halbjahr ca. 10.000 km Fahrtkosten entstanden, wovon bestenfalls 2.000 Km privater Natur waren. Sobald die Fahrtkosten 25 km übersteigen, hat man mir gegen Vorlage entsprechender Tankbelege, Benzinkostenerstattung bewilligt. Es werden jedoch keine Bezinkostenscheine zur Verfügung gestellt, sondern nur bei Voranmeldung 2 x im Monat bis 16.00 Uhr in der Arbeitszentrale. Bei auswärtigen Arbeitseinsätzen können diese Termine faktisch nicht wahrgenommen werden. Auf diese Weise sind jetzt schon Benzinkosten aufgelaufen, die einem Wochenlohn entsprechen. Darüber wurden wegen dem überdimensionalen Verschleiß neue Bremsbeläge, Stoßdämpfer und Reifen fällig.
Um diese enormen Kosten zu minimieren, mußte ich in einer befreundeten KFZ-Werkstatt selbst Handanlegen und habe für Mittwoch, den 22.06.2011 um Dienstfreistellung gebeten, zumal ich noch über erhebliches Plus auf meinem Arbeitszeitkonto verfüge.
Stattdessen hat man mir eine Abmahnung wegen unentschuldigten Fehlen zugestellt.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Sozialrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Haben Sie konkrete Fragen zu dem Sachverhalt?

Danke.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Raschwerin,

ist die Abmahnung gerechtfertigt, obwohl ich um Freistellung ersucht habe, weil mir mein Auto aus arbeitstechnischen Gründen nicht zur Verfügung stand?

 

Ist die Vernichtung der Lohnfortzahlung auch dann noch begründet, wenn das Desaster des finanziellen Trockenlegens seitens des Leiharbeitgeberes systematisch eigens verursacht und herbeigeführt wurde?

 

Ist das Anordnen der kostenaufwendigen Arbeitsanfahrten auch dann noch arbeitsrechtlich vertretbar, wenn die sporadische Teilerstattung der Benzinkosten in keinem Verhältnis zur allgemein gültigen Wegstreckenentschädigung stehen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.

ist die Abmahnung gerechtfertigt, obwohl ich um Freistellung ersucht habe, weil mir mein Auto aus arbeitstechnischen Gründen nicht zur Verfügung stand?

 

- Ja, da Sie gegen eine Dienstanweisung verstoßen haben. Sie können aber eine schriftliche Gegendarstellung verfassen und diese zur Personalakte nehmen lassen.

 

Ist die Vernichtung der Lohnfortzahlung auch dann noch begründet, wenn das Desaster des finanziellen Trockenlegens seitens des Leiharbeitgeberes systematisch eigens verursacht und herbeigeführt wurde?

 

- Nein.

 

Ist das Anordnen der kostenaufwendigen Arbeitsanfahrten auch dann noch arbeitsrechtlich vertretbar, wenn die sporadische Teilerstattung der Benzinkosten in keinem Verhältnis zur allgemein gültigen Wegstreckenentschädigung stehen?

 

- Nein, soweit geht das nicht. Der Arbeitgeber muss die Fahrtkosten tragen fürsolche Einsätze.

raschwerin und weitere Experten für Sozialrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Raschwerin,

 

Auf welche Rechtsquellen stützen sich Ihre Antworten?

 

Der Arbeits- i.V.m. dem Tarifvertag Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA mit dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e.V. klammern dieses Thema bewußt aus.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Abmahnung und die Gegendarstellung sind nicht ausdrücklich geregelt.

Hinweise dazu findet man aber im Betriebsverfassungsgesetz.

Dies ist geregelt in § 83 Absatz 2 des Betriebsverfassungsgesetzes.

㤠83 Einsicht in die Personalakten
(1) Der Arbeitnehmer hat das Recht, in die über ihn geführten Personalakten Einsicht zu nehmen. Er kann hierzu ein Mitglied des Betriebsrats hinzuziehen. Das Mitglied des Betriebsrats hat über den Inhalt der Personalakte Stillschweigen zu bewahren, soweit es vom Arbeitnehmer im Einzelfall nicht von dieser Verpflichtung entbunden wird.
(2) Erklärungen des Arbeitnehmers zum Inhalt der Personalakte sind dieser auf sein Verlangen beizufügen."

Die Gegendarstellung muss aber in sachlichem Ton gehalten sein und begründet werden sowie sich auf den Inhalt der Abmahnung beziehen.

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